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WEC-Prolog Imola 2026: Toter Hase, Wetterkapriolen und Aston-Crash

Ferrari-Bestzeit beim WEC-Vortest in Imola, ein Wetter, das sich nicht entscheiden konnte, dann auch noch ein Systemausfall: So lief die Generalprobe für die WEC 2026

WEC-Prolog Imola 2026: Toter Hase, Wetterkapriolen und Aston-Crash

Dieser Unfall beendete den Testtag für den Aston Martin #009

Foto: Jacopo Rava

An Kreativität mangelte es den Vorfällen beim WEC-Vortest im Autodromo Enzo e Dino Ferrari 2026 nicht: Ein überfahrener Hase sorgte ebenso wie ein "Problem mit dem elektronischen Netzwerk" (O-Ton eines FIA-Sprechers gegenüber Motorsport-Total.com) für Unterbrechungen bei der Generalprobe zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Dreimal musste der Prolog mit der roten Flagge unterbrochen werden. Für die erste Unterbrechung sorgte ein Unfall von Marco Sörensen im Aston Martin #009 (Riberas/Sorensen; 17.). Der Aston Martin Valkyrie konnte daher an der Nachmittagssitzung nicht mehr teilnehmen.

Am Nachmittag gab es zwei Pausen: Einmal drehte sich Jose Maria Lopez im ASP-Lexus #87 (Umbrarescu/Schmid/Lopez; 15. LMGT3) in Acque Minerali in den Kies, ohne einzuschlagen, ein weiteres Mal sorgte der bereits thematisierte Netzwerk-Ausfall für Rot.

Daneben gab es zahlreiche Full-Course-Yellow-Phasen für kleinere Ausrutscher. Gegen Ende der Morgensitzung sorgte eine Kollision zwischen einem Fahrzeug und einem Hasen für Aufsehen, die eine FCY nach sich zog.

Toyota mit meisten Runden, Ferrari am schnellsten

Am wichtigsten war jedoch, dass in der übrigen Zeit viel gefahren werden konnte, und das bei jedem Wetter. Denn Petrus konnte sich nicht wirklich entscheiden. Oft regnete es nur einzelne Tropfen, die nicht ausreichten, die Strecke unter Wasser zu setzen. Zweimal wurde trotzdem mit Regenreifen gefahren, nämlich am Dienstagmorgen und nochmal am Nachmittag, als ein Schauer tatsächlich mal genug Wasser ließ, dass die profilierten Reifen montiert werden mussten.

Der Trainingsweltmeister, der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries; 11.), spulte 239 Runden ab, was mehr als einer Renndistanz entspricht. Die neu getauften Toyota TR010 Hybrid waren mit 239 und 217 Runden die Dauerläufer des Testtags., dicht gefolgt von Peugeot mit 237 und 209 Runden.

In den Zeitenlisten aber lagen die Lokalmatadoren vorn: Die beiden Werksautos ließen sich die beiden Bestzeiten in den Sitzungen gutschreiben, im kumulierten Klassement hatte am Ende der Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen; 1.) in 1:31.177 Minuten die Nase vorn. Die meisten Bestzeiten wurden in der Nachmittagssitzung erzielt.

Überwiegend blieb es bei kleineren Dramen

Überwiegend blieb es bei kleineren Dramen

Foto: Jacopo Rava

Ferrari belegte in beiden Sessions und auch im Gesamtklassement die ersten drei Plätze. Gesetzt den Fall, dass keine Qualifying-Simulationen gefahren wurden (wovon auszugehen ist, weil das beim Test kaum Sinn ergibt), wäre das mehr als sechs Zehntelsekunden schneller als die schnellste Runde des Rennens im Jahr 2024 und 1,4 Sekunden schneller als die schnellste Runde im Jahr 2025.

Was diese Zeiten wert sind, ist aber schwer zu sagen, denn es ist völlig unklar, nach welcher Balance of Performance (BoP) gefahren wurde, beziehungsweise ob es überhaupt eine gab. Denn bislang ist kein offizielles BoP-Dokument veröffentlicht worden, mit dem sich die Zeiten einordnen ließen.

Probleme bei BMW #15 am Vormittag

Hinter den drei Ferrari 499P sortierten sich der BMW #20 (Frijns/Rast; 4.) und die beiden Alpine A424 ein. Peugeot und Toyota kamen ebenfalls in die Top 10. Die beiden Cadillac V-Series.R, die bekanntlich das Autodromo Enzo e Dino Ferrari nicht unbedingt mögen, blieben ebenso wie beide Aston Martin Valkyrie und beide Genesis außerhalb der Top 10.

Die beiden Genesis GMR-001 spulten 192 und 163 Runden ab und liefen zuverlässig. Das lässt sich vom BMW #15 (Magnussen/Marciello; 8.) nicht behaupten, der in der Morgensession nur auf 25 Runden kam, weil der Motor nach einem Problem gewechselt werden musste. Am Nachmittag rehabilitierte er sich mit 105 weiteren Umläufen.

Was die Zeiten wert sind, wir sich erst am Rennwochenende zeigen, das am Freitag beginnt. Bis dahin sind nun zwei Tage Pause in Imola, an denen intensiv Daten analysiert werden können.

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