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Qualifyingbericht

WEC Sao Paulo 2026: Cadillac wiederholt Vorjahres-Pole

Cadillac führt ein LMDh-Feld in der Hyperpole zu den 6 Stunden von Sao Paulo an - Regen am Sonntag könnte alles durcheinanderwürfeln

WEC Sao Paulo 2026: Cadillac wiederholt Vorjahres-Pole

Will Stevens setzte sich hauchdünn in der Hyperpole in Sao Paulo durch

Foto: FIA FIA

Cadillac kann es auch ohne Alex Lynn: Will Stevens fuhr im Cadillac #12 (Stevens/Nato; 1.) in der Hyperpole zu den 6 Stunden von Sao Paulo 2026 im Autodromo Jose Carlos Pace in 1:23.041 Minuten die Bestzeit. Beide Cadillac V-Series.R starten aus der ersten Reihe, Jack Aitken war in der #38 (Bamber/Bourdais/Aitken; 2.) 0,048 Sekunden langsamer. (Ergebnis)

Die LMDh-Boliden bestimmten die Hyperpole-Sitzung, die Abstände waren aber minimal. Victor Martins kam im Alpine #36 (Makowiecki/Gounon/Martins; 3.) auf 0,067 Sekunden an die Bestzeit heran, darf aber nur in der zweiten Reihe Platz nehmen. Gleiches gilt für den BMW #15 (Magnussen/Marciello/D. Vanthoor; 4.) von Dries Vanthoor.

Genesis hatte im zweiten Freien Training mit der ersten Bestzeit für das neue Projekt Magma Racing auf sich aufmerksam gemacht. Wie viel davon auf eigene Fortschritte nach einem eindrucksvollen Start in das Projekt und wie viel auf die Balance of Performance (BoP) zurückzuführen ist, lässt sich nicht sagen, da die BoP in der WEC-Saison 2026 geheim gehalten wird.

Am Ende war der sechste Platz von Mathieu Jaminet im Genesis #19 (Jaminet/Chatin/Juncadella) vielleicht sogar eine kleine Enttäuschung. Dem Ex-Porsche-Fahrer fehlten genau drei Zehntelsekunden auf die Bestzeit. Vor ihm landete noch der Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg; 5.). Alpine zeigte sich sehr zufrieden, da man im Qualifying Balanceprobleme aus den Trainings in en Griff bekam.

Update: Der Genesis #19 wurde in der Startaufstellung um einen Platz strafversetzt, weil Mathieu Jaminet im Qualifying den BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde) von Sheldon van der Linde blockierte. Der Südafrikaner kam nicht über den letzten Platz hinaus. Somit profitiert der unten angesprochene Ferrari #50, der den sechsten Startplatz erbt.

Die vier LMH-Boliden, die sich für die Hyperpole qualifiziert haben, landeten geschlossen am Ende der Top 10. Antonio Fuoco war im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen; 7.) Schnellster der LMH-Fraktion, gefolgt von Malthe Jakobsen im Peugeot #94 (Duval/Jakobsen/Pourchaire; 8.), Harry Tincknell im Aston Martin #007 (Tincknell/Gamble; 9.) und Robert Kubica im privaten AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson; 10.).

Die kürzeste Strecke im Kalender erforderte drei Vorbereitungsrunden für die Hypercar-Piloten, bevor es in die schnelle Runde ging. Die Medium-Reifen (Michelin hat Medium und Hart nach Brasilien gebracht) gaben mehr als einen Versuch her. Stevens‘ Polerunde kam erst ziemlich am Ende, während Aitken seine schnelle Rundenzeit deutlich früher setzte.

Die Polezeit aus dem Vorjahr von Alex Lynn von 1:22.570 Minuten wurde deutlich verfehlt. Allerdings war es damals deutlich kühler als diesmal bei 26 Grad Celsius und Sonnenschein im brasilianischen Winter.

Beide Toyota verpassen Hyperpole

Nach Siegen in Imola und Le Mans ist es wenig überraschend, dass Toyota in Sao Paulo ein hartes Brot erwischt hat. Als einziger Hersteller kam Toyota nicht in die Hyperpole. Bereits in den freien Trainings hatte sich angedeutet, dass den TR010 Hybrid eine halbe bis Dreiviertelsekunde fehlt. Es blieben nur die Plätze 14 und 16.

Update: Kamui Kobayashi erhielt ebenfalls eine Strafe wegen Impedings in der Hyperpole, was den Verbremser von Mathieu Jaminet auslöste. Der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries) erhielt drei Plätze Strafe und startet damit vom letzten Platz im Hypercar-Feld.

Aufgrund des BoP-Maulkorbs sagt Ryo Hirakawa nur indirekt, woran es seines Erachtens liegt: "Ich würde sagen, meine Runde war recht sauber und wir haben alles maximiert. Deshalb ist es schade, dass wir die Hyperpole nicht erreicht haben. Ich denke, das wird morgen eine Herausforderung."

Eine große Chance verpasste Luis Felipe "Pipo" Derani im Genesis #17 (Lotterer/Derani/Jaubert; 12.), der erst eine Runde wegen Overboost aberkannt bekam, und dann durch einen schweren Verbremser im Senna-S die Chance auf die Hyperpole einbüßte. Das gesamte Feld blieb in der Qualifying-Session in 0,739 Sekunden.

Allerdings könnte die Startaufstellung Makulatur werden, sollte sich die Wettervorhersage bewahrheiten. Die ist nämlich für den Sonntag noch einmal massiv auf Gewitterschauer korrigiert worden, die schon vor oder während des Rennens auftreten können. Sollte es regnen, würden die Karten komplett neu gemischt werden.

Aston-Pole in LMGT3

Kobe Pauwels, der eigentlich nur als Ersatzmann für Eduardo "Dudu" Barrichello im Heart-of-Racing-Aston-Martin #23 (Newell/Pauwels/Adam; 1. LMGT3) antritt, weil der Brasilianer der IMSA SportsCar Championship auf der Mosport-Strecke den Vorzug gegeben hat, holte sensationell die Poleposition in der GT-Klasse.

Der 21-Jährige war in der Hyperpole in 1:33.350 Minuten 0,199 Sekunden schneller als Lin Hodenius im Iron-Lynx-Mercedes-AMG #79 (Zelger/Cressoni/Hodenius; 2. LMGT3). Die Zeit war eine halbe Sekunde schneller als Eduardo Barrichellos Pole im Vorjahr, ebenfalls auf Aston Martin.

Die Frontmotor-Boliden bestimmten die beiden Qualifying-Sitzungen, allerdings landeten fünf verschiedene Fabrikate auf den ersten fünf Plätzen. Der ASP-Lexus #87 (Umbrarescu/Schmid/Lopez; 3. LMGT3) und der WRT-BMW #69 (McIntosh/Thompson/Harper; 4. LMGT3) teilen sich die zweite Reihe, gefolgt vom Proton-Ford #77 (Powell/Tuck/Priaulx; 5. LMGT3).

Der Manthey-Porsche #92 (Shahin/Pera/Lietz; 7. LMGT3) war das einzige Fahrzeug in der Hyperpole mit dem Motor hinter dem Fahrer. Sollte der Regen am Sonntag kommen, wäre der Porsche 911 GT3 R LMGT3 aber mit in der Favoritenrolle.

Beide Ferrari und McLaren verpassten den Einzug in die Hyperpole. Auch der ASP-Lexus #78 (van Rompuy/David/Masson), der in den Trainings stark unterwegs war, blieb im regulären Qualifying hängen.

Start zum Rennen ist am Sonntag um 16:30 Uhr MESZ, was 11:30 Uhr Ortszeit entspricht. (Alle Informationen zum WEC-Rennen in Sao Paulo 2026)

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