WEC: Showdown zwischen Porsche und Audi beim Nachtrennen in Bahrain

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WEC: Showdown zwischen Porsche und Audi beim Nachtrennen in Bahrain
Petra Wiesmayer
Autor: Petra Wiesmayer
17.11.2015, 16:37

Die Entscheidung um den diesjährigen Titel fällt im letzten Saisonrennen und wird denkbar knapp. Sowohl Audi als auch Porsche-Piloten können den Fahrertitel noch holen. Der Herstellertitel ging bereits in Shanghai an Porsche.

#17 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
Podium: 1. Timo Bernhard und Mark Webber, Porsche Team
#17 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
Mark Webber, Porsche Team, mit Patrick Dempsey, Dempsey Proton Racing
#2 Toyota Racing Toyota TS040 Hybrid: Alexander Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway
#17 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
Podium: 1. Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley, Porsche Team
#7 Audi Sport Team Joest Audi R18 e-tron quattro: Marcel Fässler, Andre Lotterer, Benoit Tréluyer
#20 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Mark Webber, Brendon Hartley, Timo Bernhard
Podium: 3. Benoît Tréluyer, Marcel Fässler, André Lotterer
#17 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
#18 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Romain Dumas, Neel Jani, Marc Lieb; #17 Porsche Team Porsche 91

In Sakhir fährt die WEC nach den Rennen in Le Mans und Austin zum dritten Mal in diesem Jahr in die Dunkelheit. Das Sechsstundenrennen wird um 15:00 Uhr Ortszeit gestartet, um 16:46 Uhr geht die Sonne unter.

Chancen auf den Fahrertitel haben nur noch zwei Teams: Auf der Porsche-Seite Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AUS), die 155 Punkte auf dem Konto haben. Bei Audi sind es Marcel Fässler (CH), André Lotterer (DE) und Benoît Tréluyer (FR). Sie liegen zwölf WM-Zähler zurück.

Timo Bernhard weiß, dass es an ihm und seinen Teamkollegen liegt, noch einmal alles aus dem Porsche 919 Hybrid herauszuholen.

„Die Strecke in Bahrain ist gut, und weil das Wetter dort normalerweise sehr stabil ist, steht im Rennen auf jeden Fall der schiere Speed der Autos im Vordergrund,“ sagt der 34-Jährige. „Egal, was die Konkurrenz macht: Es hängt von unserer Leistung ab, in Bahrain den WM-Titel der Fahrer zu holen. Und wir werden dieses Rennen mit der gleichen Konzentration angehen wie jedes andere.“

Seine Kollegen Brendon Hartley und Mark Webber versprechen ebenfalls, ihr Bestes zu geben. „Titel hin oder her: Wir werden das Rennwochenende genauso angehen wie jedes andere. Wir wollen immer das bestmögliche Ergebnis. Unser Ziel ist die Poleposition, gefolgt von einem möglichst reibungslosen Rennen,“ erklärt der Australier.

Aufgeben kommt für Audi nicht infrage

Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer vom Audi Sport Team Joest werden sich sicher nicht kampflos geschlagen geben, insbesondere, da keine andere Fahrermannschaft in diesem Jahr so oft auf dem Podium stand wie die drei. Sie feierten zwei Siege, einen zweiten und vier dritte Plätze.

Den dritten Titel nach 2012 und 2013 zu holen wird aber nicht einfach. Selbst wenn Fässler/Lotterer/Tréluyer in Bahrain gewinnen, sind sie noch nicht Meister. Die aktuellen Tabellenführer Bernhard/Hartley/Webber dürften in diesem Fall bestenfalls Platz 4 belegen, damit es für die Audi-Fahrer reicht.

„Wir werden alles geben und auch auf das Quäntchen Glück hoffen, um die Meisterschaft noch zu gewinnen“, sagt Chris Reinke, Leiter LMP von Audi Sport. „Aufgeben kommt für uns nicht infrage – im Gegenteil. Solange eine Chance besteht, kämpfen wir um den Titel. Bei harten Bedingungen wie in Bahrain ist einiges möglich.“

Ende einer Ära für Toyota

Den Titel kann Toyota in Bahrain nicht mehr holen, trotzdem ist das Sechstundenrennen in der Wüste etwas ganz besonderes für die Japaner. TOYOTA GAZOO Racing verabschiedet sich nämlich sowohl von Fahrer Alex Wurz, der seine Karriere beendet, als auch vom zweifachen Weltmeister-Auto, dem TS040 HYBRID.

Dieser Wagen wird in Bahrain von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima pilotiert, während das Fahrzeug mit der Nummer 2 von Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway gefahren wird.

„Das letzte Rennen des Jahres kam viel schneller als ich dachte, aber ich freue mich auf Bahrain,“ sagt Wurz und verschwendet noch keinen Gedanken daran, dass er im Wüstenstaat sein letztes Rennen fahren wird.

„Ich mag dieses Rennen aber nicht nur wegen der wärmeren Temperaturen und weil hier eines meiner Lieblingsrestaurants ist, sondern auch, weil ich diese Strecke einfach liebe. Wir können natürlich nicht erwarten, dass Audi und Porsche in ihren Leistungen nachlassen werden, aber ich bin trotzdem total motiviert und angriffslustig.“

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