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Werks-Porsche in Le Mans 2026? "Liegt in den Händen von FIA und ACO"

Trotz des verkündeten WEC-Ausstiegs gibt es für Porsche eine Hintertür, bei den 24h Le Mans 2026 mit einem vom Werk eingesetzten 963 anzutreten

Werks-Porsche in Le Mans 2026? "Liegt in den Händen von FIA und ACO"

Ein Porsche 963 aus dem IMSA-Programm auch 2026 in Le Mans? Möglich, aber ...

Foto: LAT Images

Porsche sorgte vor wenigen Tagen für Aufsehen, indem man offiziell verkündete, sich nach Ablauf der Saison 2025 aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zurückzuziehen. Während es in der WEC-Saison 2026 also keine vom Werk eingesetzten Porsche 963 mehr geben wird, sieht es in der IMSA SportsCar Championship in Nordamerika anders aus.

In der IMSA-Serie wird Porsche auch 2026 weiterhin mit von Porsche Penske Motorsport eingesetzten 963 antreten. "Ich denke, es ist ganz einfach", sagt Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach im Gespräch für die lateinamerikanische Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Wir haben eine Entscheidung getroffen, die besagt, dass wir ab nächstem Jahr nicht mehr in der WEC antreten, aber weiterhin in der IMSA. Das ist alles", so Laudenbach. "Wenn Sie mich jetzt fragen, was in einem, zwei, drei oder vier Jahren sein wird, so kann ich das derzeit nicht beantworten. Es ist eine Entscheidung, die wir für nächstes Jahr getroffen haben. Alles Weitere wird man sehen."

Als Grund dafür, dass man sich zwar aus der Langstrecken-WM zurückzieht, nicht aber aus der IMSA-Serie, nennt der Porsche-Motorsportchef nicht zuletzt den US-Markt: "Der amerikanische Markt ist für Porsche ein sehr wichtiger. Das ist sicherlich einer der Grüne, weshalb wir das IMSA-Programm fortsetzen. Gleichzeitig muss man fairerweise auch sagen, dass sich die GTP-Klasse der IMSA richtig gut entwickelt hat."

"Ist alles perfekt? Nein, natürlich nicht. Es wird niemals so sein, dass alles perfekt ist. Aber sie hat sich richtig gut entwickelt", urteilt Laudenbach über die IMSA-Topklasse, in der seit 2023 mit Le-Mans-Hypercars gefahren wird. Das können - wie im Falle von Porsche - sowohl LMDh-Boliden sein, als auch - wie beispielsweise im Falle von Aston Martin - LMH-Boliden.

Mit Blick auf die WEC bleibt derweil eine Frage noch offen. Wird es bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni 2026 trotz des verkündeten WEC-Ausstiegs von Porsche trotzdem einen vom Werksteam Porsche Penske Motorsport eingesetzten 963 geben?

Mit dem Gewinn des IMSA-Titels am vergangenen Wochenende beim Petit Le Mans, ist genau diese Tür rein theoretisch aufgegangen. Eine Garantie für den Start eines werksseitig eingesetzten 963 in Le Mans 2026 ist das aber noch nicht.

"Ich kann nur sagen, dass wir uns entschieden haben, nicht mehr in der WEC anzutreten", so Laudenbach und weiter: "Le Mans ist bekanntlich ein Teil der WEC. Deshalb werden wir das beobachten müssen. Denn eines ist klar: Langstreckensport bleibt ein wichtiger Aspekt für Porsche, und zwar ungeachtet der Entscheidung, die wir getroffen haben."

Felipe Nasr, Nick Tandy, Pascal Wehrlein

In Le Mans 2025 wurde der dritte Werks-Porsche von Nasr/Tandy/Wehrlein gefahren

Foto: Alexander Trienitz

Den IMSA-Titel bezeichnet Laudenbach als "ersten Schritt" auf dem Weg zu einem Le-Mans-Start 2026. Er weiß aber auch: "Letzten Endes hängt es vom Auswahlkomitee ab. Es liegt also in den Händen von FIA und ACO, uns zu bestätigen, sofern wir uns dafür bewerben."

In den vergangenen drei Jahren bis einschließlich 2025 gab es bei den 24h Le Mans regelmäßig drei Werks-Porsche. Zwei der Autos im Aufgebot waren die fest in der WEC eingeschriebenen 963. Beim dritten handelte es sich um einen zusätzlichen 963. Dieser wurde auf Vollzeitbasis in der IMSA-Serie eingesetzt, für Le Mans aber vom Auswahlkomitee zugelassen.

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