Zwei Gänge weg: SMP wegen Getriebeproblem hinter Rebellion

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Zwei Gänge weg: SMP wegen Getriebeproblem hinter Rebellion
Autor:
Co-Autor: Gary Watkins
06.05.2019, 07:37

Ein Problem mit dem Getriebe entschied den Kampf der privaten LMP1-Teams in Spa-Francorchamps - Trotzdem holt Vandoorne einen viel umjubelten Podiumsplatz

Die privaten LMP1-Teams sind durch die Aufhebung der Spritbeschränkung für die 6 Stunden von Spa 2019 zwar etwas näher an Toyota herangekommen, doch von einem SMP-Feuerwerk im ersten Training abgesehen war Toyota wieder überlegen. Immerhin blieben zwei Slots auf dem Podium frei, weil der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) technische Probleme hatte.

Und um den zweiten Platz lieferten sich Rebellion und SMP Racing ein packendes Duell. Rebellion-Pilot Gustavo Menezes hatte sich im Vorfeld des Rennens über die EoT-Anpassung beklagt. Die Aufhebung der Spritbeschränkung pro Runde käme nur SMP Racing entgegen. Doch im Rennen landete der Rebellion #3 (Laurent/Berthon/Menezes) auf Platz zwei vor beiden SMP-Boliden.

Was war passiert? Michail Aljoschin, der im SMP-Dallara #11 (Petrow/Aljoschin/Vandoorne) auf die dritte Position fuhr, klärt auf: "Wir hatten in den letzten beiden Stunden nur vier Gänge. Glücklicherweise war die Strecke nass, denn im Trockenen wäre es noch wesentlich schwieriger für uns geworden."

Trotzdem bedeutete der Wegfall der letzten beiden Gänge einen dramatischen Topspeedverlust auf der Highspeedstrecke von Spa-Francorchamps. Witali Petrow, der den Dallara BR1 zuletzt steuerte, war wehrlos gegen Thomas Laurent, der für Rebellion Racing Platz zwei holte.

Grund für Radverlust noch unklar

SMP Racing ist sich aber nicht sicher, ob der zweite Platz auch mit den fehlenden Gängen zu halten gewesen wäre. "Wir haben immer wieder verschiedene Reifen gewählt, deshalb ist es zwischen den beiden Autos immer stark hin und her gegangen", sagt SMP-Technikchef Gaetan Jego. "Es ist schwer zu sagen, welches Fahrzeug über das Rennen hinweg das schnellere gewesen ist."

Der SMP-Dallara #17 (Sarrazin/Orudschew/Sirotkin), der am Wochenende der schnellere russisch-italienische Bolide war, war zu diesem Zeitpunkt schon aus der Entscheidung um Platz zwei raus. Zu Beginn der dritten Stunde verlor der BR1 ein Rad.

SMP Racing ist noch bei der Untersuchung, was passiert ist. Der Stint hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 16 Runden angedauert. Die #17 beendete das Rennen auf der vierten Position.

Vandoornes Feuertaufe: Halbes Rennen alleine

Dadurch war sicher, dass die #11 nur auf Rang drei zurückfallen konnte. Somit holte Stoffel Vandoorne beim WEC-Debüt gleich einen Podiumsplatz und durfte zum ersten Mal seit seinem Sieg im GP2-Hauptrennen 2015 an selber Stelle das Podium des Circuit de Spa Francorchamps erklimmen. Kuriose Strafe gegen SMP wegen Vandoorne-Verkündung

"Ein toller Renntag", sagt der ehemalige McLaren-Formel-1-Pilot. "Ich saß für zwei Stunden und 45 Minuten im Cockpit. Sowas habe ich noch nie zuvor in meinem Leben gemacht! Der Start war gut und auch sonst lief es wirklich gut. Wir waren schnell, wenn wir es sein mussten. Im Regen konnten wir einen Unterschied ausmachen. Das war für alle mit den Safety-Cars und Full Course Yellows ein schwieriges Rennen."

Für Vandoorne war es wichtig, die Erfahrung eines fliegenden Doublefile-Starts zu machen - etwas, das er bislang überhaupt noch nicht kannte. Dann folgte ein sofortiger Regeneinbruch mit Safety-Car und dann eine schnell abtrocknende Strecke. "Ich glaube, ich habe jetzt alles an einem Wochenende durchgemacht", grinst der 27-Jährige. "Es war gut, diese Erfahrungen vor Le Mans zu machen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie WEC
Urheber Heiko Stritzke
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