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Rückschlag für Rallycross-WM: Promoter IMG steigt aus

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Rückschlag für Rallycross-WM: Promoter IMG steigt aus
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Co-Autor: Hal Ridge

Die International Management Group wird sich nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' am Ende des Jahres als Vermarkter der Rallycross-WM zurückziehen

Die Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' wird der bisherige Vermarkter, die International Management Group (IMG), sein Engagement am Ende der laufenden Saison beenden. Die IMG hatte im Jahr 2013 die kommerziellen Rechte an der WRX erworben.

Ursprünglich sollte der Vertrag mit dem Automobil-Weltverband FIA eine Laufzeit von 20 Jahren haben, doch nun steigt IMG zu einem kritischen Zeitpunkt vorzeitig aus. Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' wollte WRX-Serienchef Paul Bellamy den Sachverhalt weder bestätigen noch dementieren.

In einer Stellungnahme teilt er vielmehr mit: "Wir sind stolz darauf, dass wir trotz der Herausforderungen in diesem Jahr die Rallycross-WM und -EM durchführen können und freuen uns darauf, die Saison in Spanien, Belgien und Deutschland abzuschließen. Gemeinsam mit der FIA untersuchen wir aktuell mehrere Optionen für die Zukunft dieser Meisterschaften und werden zu gegebener Zeit weitere Details bekanntgeben."

Gründe für den Rückzug unklar

Die Gründe für den vorzeitigen Rückzug von IMG sind zurzeit noch unklar, könnten aber mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Mutterkonzerns Endeavor zusammenhängen. Im April war in den USA gemeldet worden, das Eventunternehmen habe sieben Milliarden US-Dollar Schulden, woraufhin Ratingagenturen die Bewertung auf negativ verändert hatten.

IMG war 2013 als Rallycross-Vermarkter der FIA eingestiegen und hatte die damalige Europameisterschaft zur WM umgebaut, die erstmals 2014 ausgetragen wurde. In den folgenden Jahren erlebte die WRX einen regelrechten Boom.

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Mit Fahrern wie Petter Solberg, Mattias Ekström, Sebastien Loeb oder Ken Block lockte sie Hochkaräter an, 2017 waren mit Audi, Volkswagen, Peugeot und Ford vier Hersteller werksseitig in der Serie vertreten.

Rasanter Aufstieg, rasanter Absturz

So schnell wie der Aufstieg erfolgte anschließend der Absturz. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über der Vermarktung der Serie und vor allem über die Entwicklung elektrischer Rallycrossautos verließen bis Ende 2018 alle Hersteller die Serie.

2019 wurde sie ausschließlich mit Privatteams fortgesetzt und lieferte sportlich eine der spannendsten Saisons seit langem. 2020 wurde die WRX dann auch von der Coronakrise getroffen. Die Saison begann erst im Juli in Höljes. Aktuell sind noch Rennen in Barcelona (Doppelveranstaltung), Spa-Francorchamps und zum Saisonabschluss Mitte Dezember auf dem Nürburgring geplant.

Mit Bildmaterial von FIAWorldRallycross.com.

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Urheber Markus Lüttgens