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Aus für Kultprüfung: Rallye Finnland streicht 2026 die "Ouninpohja"

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

Aus für Kultprüfung: Rallye Finnland streicht 2026 die "Ouninpohja"

Ein Markenzeichen der "Ouninpohja": das Yellow House

Foto: Hyundai Motorsport

Die traditionsreiche Wertungsprüfung "Ouninpohja" wird bei der Rallye Finnland 2026 nicht im Streckenplan enthalten sein. Die Organisatoren des finnischen WM-Laufs zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) haben für die kommende Ausgabe umfangreiche Änderungen an der Route vorgenommen und setzen dabei auf neue Herausforderungen für Fahrer und Teams.

"Ouninpohja" gilt als eine der bekanntesten Prüfungen der WRC. Die 32,98 Kilometer lange Schotterpiste feierte 2024 nach siebenjähriger Pause ihr Comeback und bildete im vergangenen Jahr den sportlichen Höhepunkt am Sonntag. Zwei Durchgänge vor großer Zuschauerkulisse entschieden damals die Rallye zugunsten von Kalle Rovanperä.

Für die Ausgabe 2026 vom 30. Juli bis 2. August wird Ouninpohja jedoch aus dem Zeitplan gestrichen. Das Sonntags-Konzept mit einer Wertungsprüfung und zwei Durchfahrten bleibt dennoch bestehen. Anstelle von Ouninpohja kommt die rund 30 Kilometer lange Prüfung "Himos Jämsä" zum Einsatz, die zweimal gefahren wird und den Rallyeabschluss bildet.

Warum die Route geändert wurde

Die Strecke beginnt auf der schnellen öffentlichen Straße Vaheri, führt anschließend über schmalere Privatwege und endet spektakulär am Fuße der Skipisten von Himos in unmittelbarer Nähe eines kompakten Eventgeländes.

"Wir haben den klaren Anspruch, nicht zwei Jahre hintereinander exakt dieselbe Route zu fahren. 2026 sind 66 Prozent der Wertungsprüfungen anders als im Vorjahr, und die Rallye muss sich weiterentwickeln, um für Fahrer und Zuschauer spannend zu bleiben", erklärt Rallye-Leiter Kai Tarkiainen.

Nach Angaben der Veranstalter spiegelt die Route 2026 sowohl die 75-jährige Geschichte der Rallye Finnland als auch neue mutige Ansätze wider. Neben Abschnitten, die von klassischen Jahrzehnten des Events inspiriert sind, kommen auch Straßen zum Einsatz, die noch nie zuvor Teil eines WM-Laufs waren.

Welche Rolle das Regelwerk der FIA spielt

Hintergrund der Anpassungen sind auch neue FIA-Regularien, die seit dieser Saison gelten. Sie schreiben eine kompaktere Gesamtstruktur vor, wobei die Wertungsprüfungen mindestens ein Viertel der gesamten Distanz ausmachen müssen.

"Prüfungslängen, Verbindungsetappen und die geografische Logik müssen zusammenpassen, aber die sportliche Qualität steht immer an erster Stelle. Wir haben nun eine Route erreicht, die alle Anforderungen erfüllt und zugleich extrem kompakt sowie sehr abwechslungsreich ist", sagt Kari Nuutinen, stellvertretender Rallye-Leiter und verantwortlich für die Streckenführung.

Die größten Veränderungen betreffen den Freitag mit insgesamt 127,94 Wertungskilometern. Nahezu die Hälfte der an diesem Tag gefahrenen Straßen wurde in der WRC-Ära noch nie genutzt. Auf dem Programm stehen unter anderem "Laukaa" in neuer Fahrtrichtung, "Saarikas", die neue Prüfung "Sydänmaa" als Kombination aus "Sirkkamäki" und "Kalliokoski", die komplett neue Wertungsprüfung "Hoho" sowie als abendlicher Höhepunkt die Zuschauerprüfung "Harju" in der Innenstadt von Jyväskylä.

Der Samstag ist auf ein schnelles und rhythmisches Programm ausgelegt. Verkürzte Verbindungsetappen sollen die Etappe fahrerfreundlicher machen. Gestartet wird in Parkkola nahe Jyväskylä, anschließend führt die Route über Päijälä und Västilä nach Leustu in Korpilahti, bevor am Sonntag das Finale der Rallye folgt.

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