"Geringe Chance", das Sebastien Ogier volle WRC-Saison 2022 fährt

Fährt Sebastien Ogier die Rallye-WM 2022 nicht nur auf Teilzeit-, sondern womöglich nochmals auf Vollzeitbasis? Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala schließt es nicht aus

"Geringe Chance", das Sebastien Ogier volle WRC-Saison 2022 fährt

Ursprünglich wollte Sebastien Ogier schon im Anschluss an das Jahr 2020 keine volle Saison mehr in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) fahren. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie aber hat der Franzose diesen Plan geändert und greift auch in der aktuellen Saison 2021 bei allen Rallyes für Toyota ins Lenkrad. Seinen Abschied von der WRC-Bühne hat Ogier nun im Rahmen einer Teilzeitsaison 2022 geplant. Doch dabei muss es nicht zwangsläufig bleiben.

Aktuell führt Ogier die WRC-Gesamtwertung 2021 mit elf Punkten Vorsprung an. Sollte er auch am Saisonende noch vorne liegen und damit seinen achten WRC-Titel in der Tasche haben, lässt sich der 37-Jährige womöglich noch ein zweites Mal zu einer weiteren vollen Saison überreden. Dieses Szenario jedenfalls schließt man bei Toyota nicht aus.

"Man soll niemals Nie sagen. Die Chance besteht, aber ich glaube, die Chance ist sehr gering", antwortet Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala im Gespräch mit 'Motorsport.com' auf die Frage, ob Ogier auch 2022, der ersten Saison des neuen Rally1-Reglements, noch auf Vollzeitbasis für das Team antreten könnte.

Sebastien Ogier, Julien Ingrassia

Mit dem Toyota Yaris WRC führt Ogier die WRC-Wertung 2021 aktuell an

Foto: Toyota Racing

Der Plan von Toyota und Latvala sieht vor, am aktuellen Fahreraufgebot festzuhalten. Elfyn Evans, Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta sollen auch 2022 je eines der in Jyväskylä (Finnland) vorbereiteten Rallye-Autos fahren. Für Ogier plant man derzeit mit ausgewählten Rallyes, ist aber bereit, dessen Programm aufzustocken, sollte es der Franzose selbst so wünschen.

Sollte es aber so bleiben wie derzeit geplant und Ogier im kommenden Jahr nur bei ausgewählten Rallyes starten, wäre Latvala nicht überrascht. "Ich glaube, Sebastien tickt ähnlich wie Sebastien Loeb. Ich glaube, er will noch etwas anderes probieren. Wir haben ihn ja schon im Porsche-Carrera-Cup fahren gesehen und vor ein paar Jahren hat er auch mal ein Formel-1-Auto getestet."

Jari-Matti Latvala

Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala will auf beide Ogier-Szenarien vorbereitet sein

Foto: Motorsport Images

"Er kann auch in anderen Rennserien etwas erreichen", ist Latvala von seinem aktuellen Nummer-1-Fahrer überzeugt und stellt heraus: "Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass er für sich wahrscheinlich eher eine halbe [WRC-]Saison plant. Man soll niemals Nie sagen, aber das ist das Szenario, mit dem wir aktuell mal planen."

Und diese Pläne beinhalten auch schon einige mögliche Fahrer, die den Rally1-Toyota von Ogier fahren könnten, wenn der Franzose selber nicht im Cockpit sitzt. Als Top-Kandidaten für diese Rolle gelten derzeit Esapekka Lappi, Teemu Suninen, Dani Sordo und Jari Huttonen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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