Kameras mit künstlicher Intelligenz für mehr Sicherheit in der WRC

Ab der Saison 2022 werden die Rally1-Autos der WRC mit einer zusätzlichen Sicherheitskamera ausgestattet: Einzelheiten zur Hybrid-Nutzung beschlossen

Kameras mit künstlicher Intelligenz für mehr Sicherheit in der WRC

Bei seiner Sitzung am 15.10.21 in Paris hat der Motorsport-Weltrat des Automobil-Weltverbands FIA nicht nur den Kalender für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 beschlossen, sondern auch Einzelheiten zum künftigen Reglement definiert. So werden ab der kommenden Saison alle Rally1-Autos mit einer neuartigen Sicherheitskamera ausgestattet.

Die Kamera wird von deutschen Unternehmen Siemens geliefert und soll mit Hilfe künstlicher Intelligenz nicht nur Hindernisse auf der Fahrbahn frühzeitig erkennen, sondern auch die Position von Zuschauern neben der Strecke überwachen und so frühzeitig signalisieren, wenn sich Zuschauer an potenziell gefährlichen Stellen aufhalten.

In der Mitteilung der FIA heißt es dazu: "Ab 2022 wird die FIA Artificial Intelligence Safety Camera (AISC) in allen Rally1-Fahrzeugen obligatorisch sein. Diese nach vorne gerichtete Kamera im Auto wird die Wertungsprüfung und ihre direkte Umgebung kontinuierlich scannen, die Formen identifizieren und die Position der Zuschauer in der Umgebung analysieren und so die Arbeit des FIA-Sicherheitsdelegierten ergänzen, um unsichere Situationen zu vermeiden."

Des weiteren wurden auch Einzelheiten zum Einsatz des Hybrid-Systems ins Reglement festgeschrieben. Wie bereits berichtet, werden die Crews eine Reihe von vorprogrammierten Hybrid-Zonen in den Prüfungen erhalten, in denen die zusätzliche Leistung des 100-kW-Hybridsystems genutzt werden kann, wenn die Batterien ausreichend geladen sind.

 

"Mit der Einführung der Hybridtechnologie in den Rallye1-Autos im Jahr 2022 werden die Zonen, in denen der vollelektrische Betrieb vorgeschrieben ist, im Roadbook definiert, damit die Teams ihre Strategie für die Veranstaltungen im Voraus vorbereiten können", heißt es in der Mitteilung der FIA. "Jede Abweichung wird den Stewards gemeldet und kann mit Strafen geahndet werden."

 

Weiterhin wurde eine besondere Kennzeichnung der Hybrid-Autos beschlossen. "Darüber hinaus wurden Elemente zur Identifizierung von Hochvoltautos festgelegt, wie die Anbringung von 'HY' in roter Schrift neben der vorderen Türverkleidung und die Änderung des Hintergrunds der Startnummer, um Streckenposten, Offiziellen und Zuschauern zu ermöglichen, Hochvoltfahrzeuge von anderen zu unterscheiden", so die FIA.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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