M-Sport mit Minimalbelegschaft und Abenteuerplan zur Safari-Rallye

Ohne Teemu Suninen, Malcolm Wilson und Richard Millener reist das M-Sport-Team zum WRC-Comeback der Safari-Rallye in Kenia und dann über Umwege nach Estland

M-Sport mit Minimalbelegschaft und Abenteuerplan zur Safari-Rallye

Am letzten Juni-Wochenende feiert die Safari-Rallye in Kenia ihr Comeback im Rennkalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Dieses war ursprünglich schon für 2020 vorgesehen, wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Nun also kehrt der WRC-Zirkus erstmals seit der Saison 2002 tatsächlich nach Kenia zurück.

Die Coronaregeln für das afrikanische Land aber sind vergleichsweise restriktiv. Kenia befindet sich auf der sogenannten "roten Liste" der britischen Regierung. Daher sieht sich das in Großbritannien ansässige M-Sport-Team gezwungen, mit einer Minimalbelegschaft anzureisen.

"Das Ganze ist wirklich schwierig und hat uns während der vergangenen zwei Monate stark beschäftigt", räumt M-Sport-Teamchef Richard Millener im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' ein und erklärt im Detail, wie der Plan für die kommenden Wochen aussieht.

Teemu Suninen, der normalerweise in der WRC2-Wertung antritt, lässt die Safari-Rallye aus, nachdem er bislang alle Rallyes der laufenden Saison bestritten hat. Damit nicht genug: Auch M-Sport-Boss Malcolm Wilson und auch Millener, der als Teamchef mittlerweile das WRC-Tagesgeschäft leitet, verfolgen die Safari-Rallye aus der Ferne, nämlich am Standort des Teams in Dovenby in England.

Die wenigen M-Sport-Teammitglieder, die nach Kenia reisen, würden sich nach der Rallye für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen, bevor sie nach Großbritannien zurückkehren dürften. Der von M-Sport aufgestellte Plan sieht aber etwas anderes vor.

Die Teammitglieder werden laut Millener von Kenia direkt nach Estland reisen, wo vom 15. bis 18. Juli das nächste WRC-Event stattfindet. Dort aber bleiben die Teammitglieder nicht etwa drei Wochen lang. Stattdessen reisen sie nach drei Tagen Quarantäne von Estland nach Großbritannien, um dann nach drei oder vier Tagen wieder nach Estland zurückzukehren.

Warum der Zwischenstopp auf der Britischen Insel? Für die WRC-Autos von M-Sport, die in Kenia von Adrien Fourmaux und Gus Greensmith gefahren werden, gibt es nämlich einen anderen Plan als für die Teammitglieder. Die Autos werden zwischen der Safari-Rallye und der Estland-Rallye gar nicht nach Großbritannien zurückkommen. Sie werden von Nairobi nach Amsterdam geflogen, dort von den im Reisestress befindlichen Teammitgliedern abgefangen und schließlich nach Estland gebracht.

Mit Bildmaterial von M-Sport WRC Team.

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