Neuville: Dank an Marshalls nach "Herzinfarkt"-Moment vor Powerstage

Vor der letzten WP der Rallye Spanien brachte Thierry Neuville sein Auto nur dank der Hilfe der Streckenposten wieder zum Laufen - Was sein Erfolgsrezept war

Neuville: Dank an Marshalls nach "Herzinfarkt"-Moment vor Powerstage

Thierry Neuville hat sich nach seinem Sieg bei der Rallye Spanien, elfter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, bei einer Gruppe von Streckenposten bedankt, die ihm nach einem "Herzinfarkt"-Moment dabei geholfen hatten, seinen Hyundai i20 WRC vor der Powerstage zu starten.

Der Sieg von Neuville schien angesichts von mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf Elfyn Evans (Toyota) vor der letzten Wertungsprüfung nur noch Formsache zu sein, hing dann aber plötzlich am seidenen Faden.

Auf einem bei Twitter veröffentlichten Video war zu sehen, wie Neuville sein Auto anschob und dann plötzlich eine Stichflamme aus dem Auspuff schoss. "Das Auto stand buchstäblich in Flammen, aber das ist ein Problem, mit dem wir in dieser Saison schon mehrmals konfrontiert waren, und es sieht so aus, als ob es noch nicht gelöst ist", berichtet Neuville.

Und plötzlich spuckt das Auto Feuer

Doch was genau war da los? "Manchmal weigert sich das Auto einfach zu starten und mit ein bisschen Glück springt es irgendwann an oder auch nicht", erklärt Neuville. "Die einzige Möglichkeit ist, das Auto anzuschieben. Glücklicherweise waren wir dieses Mal nicht weit vom Regroup entfernt und Martijn [Wydaeghe, Beifahrer] und ich konnten das Auto in den Regroup schieben."

 

Dort durften die Belgier dann die Hilfe der Streckenposten in Anspruch nehmen. "Zum Glück gab genügend Streckenposten, die uns unterstützten, und das Auto sprang sofort an, sodass wir weiterfahren konnten", berichtet Neuville. "Natürlich lächeln wir jetzt, vor allem nach dem kleinen Herzinfarkt, den wir vor der Etappe hatten."

"Ich war mir ziemlich sicher, dass wir es schaffen würden, das Auto wieder zum Laufen zu bringen, aber es gibt immer noch eine Menge Stress, und dann noch der Regen auf der letzten Etappe. Es gab eine Menge Stress, aber wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und den Job erledigt", sagt Neuville nach dem für ihn turbulenten Ende der Rallye.

Radikale Set-up-Änderung läutete Erfolg ein

Diese hatte der Belgier vor allem am Samstag geradezu dominiert, nachdem er sich am Freitagvormittag noch über starkes Untersteuern seines Autos beklagt hatte. Doch ab der Nachmittagsschleife lief es dann für ihn deutlich besser, und das hatte einen Grund.

"Mein Ingenieur drängte mich zu einer etwas radikaleren Änderung, und ich muss sagen, dass es eine gute Entscheidung war, denn das Auto fühlte sich sofort besser an", so Neuville. "Es verringerte das Untersteuern, das in der Morgenschleife ziemlich dominant war."

"Danach fühlte ich mich recht wohl und hatte einen guten, sauberen Lauf ohne Fehler, und das brachte uns am Ende den Sieg. Das Ergebnis selbst zeigt wahrscheinlich nicht, wie viel wir arbeiten mussten. Wir hatten bis zur letzten Etappe einen guten, sauberen Lauf, bis dahin hat alles perfekt funktioniert", fasst Neuville nach seinem zweiten Saisonsieg zusammen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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