Safari-Rallye: WRC will ab 2020 wieder in Afrika fahren

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Safari-Rallye: WRC will ab 2020 wieder in Afrika fahren
Autor: Maria Reyer
22.06.2018, 14:46

Die legendäre Safari-Rallye wird aller Voraussicht nach ab 2020 wieder Teil der Rallye-Weltmeisterschaft sein - 2019 soll ein Test durchgeführt werden

Das Comeback der legendären Safari-Rallye im afrikanischen Kenia rückt einen Schritt näher, denn die Promoter der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) haben eine Vereinbarung mit der kenianischen Regierung unterzeichnet. Das Sportministerium plant die klassische Rallye ab 2020 wieder austragen und im Rahmen der WRC stattfinden zu lassen. Es wäre ein Comeback nach 18 Jahren Abstinenz auf der Weltbühne.

"Diese Vereinbarung spiegelt unsere Entschlossenheit wider, die legendäre Rallye wieder in der Weltmeisterschaft zu installieren und Afrika wieder auf das Toplevel der Rallye-Weltmeisterschaft nach mehr als einem Jahrzehnt Abwesenheit zurückzuholen", erklärt WRC-Manager Olivier Ciesla. Er hat den Vertrag mit Vertretern des Sportministeriums und dem WRC Safari Rally Project in Anwesenheit von FIA-Präsident Jean Todt unterzeichnet.

2002 wurde die Safari-Rallye zum letztem Mal im Rahmen der WRC ausgetragen. 2019 will man nun ein sogenanntes "Candidate Event" veranstalten, unter Beobachtung der FIA. Damit möchte man einen hohen Standard in Sachen Sicherheit und Organisation erreichen. Die WRC-Promoter werden voraussichtlich eine Aufnahme in den WRC-Kalender für die Jahre 2020 bis 2022 vorschlagen.

Das "Candidate Event", also der Testlauf, wird voraussichtlich im März oder April 2019 ausgetragen werden. Das Datum wird finalisiert, wenn der Kalender für die Saison 2019 steht, damit WRC-Verantwortliche teilnehmen können. Bereits seit 2002 zählt die Rallye in Kenia zur afrikanischen Meisterschaft. In dieser Saison war WRC-Promoter Ciesla bereits zu Gast bei der Veranstaltung. "Das war lange ein Teil unserer Entwicklungsstrategie, dass wir Afrika wieder zurück in den WRC-Kalender bringen und den Traum vieler Fans erfüllen", meint er freudig in Paris.

Eine Weltmeisterschaft müsse schließlich auch auf dem zweitgrößten Kontinent vertreten sein. Die kenianische Regierung habe große Zusicherungen gemacht, um die Safari zu altem Glanz zurückzuführen. Allerdings werde man die traditionellen Wettkämpfe auf offener Straße durch "ruhigere Special Stages in privaten Siedlungen" und einem umfassenden Sicherheitskonzept ersetzen. "Das bedeutet nicht, dass die Herausforderung geschmälert wird. Die Schotterpisten sind anspruchsvoll, außerdem dürfen wir uns auf Bilder der afrikanischen Wildnis und atemberaubenden Landschaft freuen."

FIA-Präsident Jean Todt war bereits zu Beginn des Jahres in Nairobi zu Gast. Die Regierung hat ein beträchtliches Budget für die Rallye versprochen. Auch Präsident Uhuru Kenyatta hat seine Unterstützung zugesagt, um Kenias Tourismus, Kultur und Erbe zu stärken. 1953 fand die Safari zum ersten Mal statt - zu Ehren von Königin Elisabeths Krönung. Damals wurde in Kenia, Uganda und Tansania gefahren. Durch beschwerliche Bedingungen und lange Etappen wurde die Rallye zu einer der härtesten für Mensch und Maschine - und so zum Fixpunkt und einem der bekanntesten Motorsport-Veranstaltungen.

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