Sebastien Ogier wundert sich: "Hätte erwartet, dass es enger zugeht"

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Sebastien Ogier wundert sich:
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
09.04.2018, 08:50

Der fünfmaliger Rallye-Weltmeister Sebastien Oiger ist von seinem souveränen Siegs bei der Rallye Frankreich selbst ein wenig überrascht

Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Podium: Winners Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC, second place Ot
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Podium: Winners Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC, second place Ot
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC

Spannung Fehlanzeige! Das galt bei der Rallye Frankreich, dem vierten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018 am vergangenen Wochenende zumindest im Kampf um den Sieg. Denn schon kurz nach dem Start der "Tour de Corse" war klar, dass kaum ein Weg an Sebastien Ogier (Ford) vorbeigehen würde.

Nach zwei Wertungsprüfungen hatte der fünfmalige Weltmeister schon mehr als 21 Sekunden Vorsprung, und als dieser eine Prüfung später auf mehr als eine halbe Minute angewachsen war stand fest, dass sich Ogier im Grunde nur noch selbst schlagen kann. Diese souveräne Vorstellung überraschte sogar den Franzosen selbst.

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"Ich hätte erwartet, dass es enger zugeht", sagt Ogier. "Die Abstände sind hier meistens sehr gering, daher war es eine schöne Überraschung, dass ich gleich am Anfang solch einen Vorsprung herausfahren konnte."

Der klare Vorsprung nach dem ersten Tag bedeutete aber nicht, dass sich Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia anschließend zurücklehnen konnten. "Der Rest des Wochenendes war nicht ganz so einfach, denn einen Vorsprung zu verwalten, ist immer schwierig, weil man keinen Fehler machen will." Doch der fünfmalige Weltmeister gab sich keine Blöße und nahm bei der Powerstage als Drittschnellster sogar noch drei Zusatzpunkte mit.

Ergebnisse WRC Korsika

"Es war ein fantastisches Wochenende", lautet daher auch das Fazit von M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson. "Als wir am Freitag die Zwischenzeiten sahen, waren wir alle von Julien und Sebastien begeistert. Mexiko war eine der stärksten Leistungen, die ich je gesehen habe, aber an diesem Wochenende waren sie erneut beeindruckend."

Nach drei Siegen bei den ersten vier Rallyes deutet sich an, dass der Kampf um den WM-Titel nicht so spannend und ausgeglichen verlaufen könnte, wie in der vergangenen Saison. Vielmehr ist Ogier jetzt klarer Favorit - was der Franzose auf Verbesserungen seines Ford Fiesta WRC zurückführt.

"Das haben wir auch dem Auto zu verdanken. Es scheint, dass es jetzt in die richtige Richtung geht und dass wir mehr Fortschritte gemacht haben als die anderen", so Ogier. "Aber auf zwei guten Ergebnissen in Folge dürfen wir uns nicht ausruhen. Wir müssen weitermachen."

Dennoch sieht sich der Franzose in einer guten Ausgangsposition, denn die stärkere Unterstützung durch die Motorsport-Abteilung von Ford beginne schon Früchte zu tragen. "In der Tat sind wir jetzt auf dem neuesten Stand", sagt Ogier. "Die Entwicklung war für mich ein Schlüsselfaktor, um bei M-Sport zu bleiben, deshalb freue ich mich sehr, dass sich die Arbeit auszahlen."

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Rennserie Rallye-WM
Event Korsika
Fahrer Sébastien Ogier
Teams M-Sport
Urheber Markus Lüttgens
Artikelsorte Reaktion