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Thierry Neuville: War "der Einzige", der es mit Toyota "aufnehmen konnte"

8,1 Sekunden fehlten Thierry Neuville bei der WRC-Rallye Kroatien auf den Sieger Sebastien Ogier - Der Belgier ist mit seiner Leistung dennoch zufrieden

Thierry Neuville: War "der Einzige", der es mit Toyota "aufnehmen konnte"

"Ich war der einzige, der es mit Sebastien und Elfyn aufnehmen konnte", sagt Thierry Neuville nach dem Lauf der Rallye-WM (WRC) in Kroatien. Der Belgier landete hinter dem Toyota-Duo Sebastien Ogier und Elfyn Evans auf Platz drei. Neuville fehlten letztlich 8,1 Sekunden auf den Sieger und 7,5 Sekunden auf den Zweitplatzierten, obwohl er am Freitag die Rallye dominiert hatte. Trotz kleinere Rückschläge, ist er mit der Leistung zufrieden.

Neuville ist stolz darauf, als einziger Hyundai-Pilot an der Spitze mitgehalten zu haben. Sein Teamkollege Ott Tänak hatte mit den Gripverhältnissen in Kroatien zu kämpfen und landete mit rund 1,5 Minuten Rückstand auf die Spitze abgeschlagen auf Rang vier. Dementsprechend glücklich ist Neuville darüber, den Toyota-Fahrern Paroli geboten zu haben.

"Es war an diesem Wochenende eine Achterbahn der Gefühle für uns", so der Hyundai-Fahrer. "Wir haben einige tolle Wertunsgprüfungen abgelegt, aber auch einige Enttäuschungen hinnehmen müssen. Es sind viele Dinge zusammengekommen und am Ende haben wir einen potenziellen Sieg liegen gelassen. Wir müssen unsere Fehler analysieren und schauen, wie wir uns in Zukunft verbessern können."

Obwohl das Ergebnis "frustrierend" sei, spricht Neuville davon, das "Maximum aus dem Auto" herausgeholt zu haben. "Ich war die ganze Zeit am Limit, manchmal sogar darüber", freut sich der Belgier. "Wir haben ein weiteres Podium geholt und wichtige Punkte sowie Platz zwei in der Meisterschaft eingetütet." Doch woran hat es gelegen, dass Neuville am Ende nicht mehr die nötige Durchschlagskraft hatte?

Er sucht nach Erklärungen: "Wir haben an diesem Wochenende alles gegeben. Wir haben im engen Kampf um den Sieg nie aufgegeben. Leider haben wir uns an einem Abzweig verbremst, was mindestens drei Sekunden gekostet hat. Doch auch ohne diesen Fehler hätte es leider nicht zum Sieg gereicht. Das Tempo an der Spitze war unglaublich schnell, aber wir hatten auf diesen schwierigen Prüfungen ein gutes Gefühl im Hyundai."

Laut Teamchef Andrea Adamo war die Reifenwahl das Zünglein an der Waage: "Wenn man sieht, wie schnell Thierry das ganze Wochenende über war, hätte er ohne den Fehler mit der Reifenwahl noch näher an der Spitze sein und vielleicht sogar den Sieg holen können. Das Team hat sehr hart gearbeitet und das Auto hat gezeigt, dass es konkurrenzfähig ist. Vielleicht müssen wir unser Strategiemanagement verbessern, denn es wird für den Rest der Saison ein enger Kampf bleiben und jeder kleine Fehler wird hart bestraft."

Nach drei Events liegt Ogier mit 61 Punkten auf Platz eins der WRC-Gesamtwertung, gefolgt von Neuville, der 53 Zähler auf dem Konto hat. Evans hängt dem Belgier mit 51 Zählern dicht im Nacken. Tänak liegt mit 40 Punkten auf Rang fünf, gefolgt von Kalle Rovanperä mit 39 Zählern auf Rang fünf. Der 20-Jährige war als jüngster WRC-Gesamtführender in die Rallye gestartet, schied aber nach nur rund fünf Kilometern wegen eines Überschlags aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber André Wiegold