Toyota feiert Ogier nach Sieg in Kenia: "Das ist wirklich ein besonderer Tag"

Wie durch ein Wunder gewinnt Sebastien Ogier die Safari-Rallye 2021 in Kenia - Bei Toyota zieht man anschließend den Hut vor dem siebenfachen WRC-Champion

Toyota feiert Ogier nach Sieg in Kenia: "Das ist wirklich ein besonderer Tag"

Sebastien Ogier ist bei der Safari-Rallye 2021 in Kenia nicht weniger als ein Wunder gelungen. Der Toyota-Pilot siegte bei der sechsten WRC-Veranstaltung des Jahres, obwohl er am Freitag scheinbar aussichtslos zurückgeworfen wurde.

Ogier büßte am zweiten von vier Wettbewerbstagen aufgrund von Problemen an der Aufhängung rund zweieinhalb Minuten auf die Konkurrenz ein. Doch Ogier drehte danach richtig auf und machte wieder Boden gut. "Nach unseren Problemen am Freitag hatten wir ein wirklich gutes Wochenende, eine wirklich gute Pace", jubelte er im Anschluss an seinen Triumph.

Ein Comeback-Erfolg Ogiers wurde auf der ersten WP des Sonntags wahrscheinlich. Hyundai-Pilot Thierry Neuville, der als Führender ein Polster von knapp einer Minute auf die Konkurrenz hatte, warf den Sieg durch eine Kollision mit einem Felsen weg. Durch Neuvilles aus kämpften Ogier und Toyota-Teamkollege Takamoto Katsuta um den Sieg.

Latvala und Toyoda huldigen Ogier nach Safari-Rallye-Sieg

Dem Japaner nahm Ogier am Finaltag fast 40 Sekunden ab. Auf der vorletzten WP in Kenia übernahm der siebenfache Weltmeister schließlich die Führung. "Bei der Safari-Rallye wussten wir, dass viele Dinge passieren können - und sie sind passiert. Es fühlt sich unglaublich an, die Safari-Rallye zu gewinnen", freute sich Ogier hinterher.

Sebastien Ogier

Sebastien Ogier auf dem Weg zum Sieg bei der Safari-Rallye in Kenia

Foto: Motorsport Images

Ähnlich aus dem Häuschen war Teamchef Jari-Matti Latvala: "Das ist ein wirklich besonderer Tag am Ende eines erstaunlichen Wochenendes. Nach dem Freitag sah es hart für uns aus, und jetzt haben wir einen Doppelsieg bei diesem Rallye-Klassiker. Der Sieg basierte auf der Ausdauer und der Konstanz, die wir gezeigt haben, sowie auf der Niemals-Aufgeben-Mentalität des Teams."

Konzernchef Akio Toyoda zieht den Hut vor WRC-Superstar Ogier: "Bei dieser Rallye habe ich auch wieder erkannt, wie stark Seb als Fahrer ist. Dank seines exzellenten Reifenmanagements konnte er Takamoto einholen und ihn auf den letzten drei Prüfungen überholen. Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen angesehenen Fahrer in unserem Team haben"

Toyota-Teamkollege Katsuta unterlegen, aber mit erstem WRC-Podium

Ogiers Teamkollege Katsuta fuhr bei der Safari-Rallye in Kenia sein allererstes WRC-Podium ein. Seine Formkurve zeigt deutlich nach oben: Die Saison 2021 begann er mit sechsten Plätzen in Monaco, Finnland und Kroatien. Zuletzt in Portugal und Italien sprang schon Rang vier heraus, ehe er nun den endgültigen Durchbruch schaffte.

Takamoto Katsuta (Toyota) wurde Zweiter bei der Safari-Rallye 2021 in Kenia

Ogiers Toyota-Teamkollege Takamoto Katsuta wurde Zweiter

Foto: Motorsport Images

Für Katsuta findet Latvala ebenfalls lobende Worte: "Die Schritte, die Takamoto gemacht hat, waren erstaunlich. Er hat sich dieses Ergebnis wirklich verdient." Toyoda feiert die Leistung Katsutas ebenfalls: "Das war fantastisch! Ich bin sehr zufrieden mit dem, was er erreicht hat. Er ist am Finaltag vor Seb gestartet, hat weiter um den Sieg gekämpft und stand schließlich auf dem Podium. Das war so beeindruckend, dass ich gezittert habe."

Ogiers Triumph ist zudem ein wichtiger Schritt in der Fahrer- und Herstellerwertung der WRC-Saison 2021. Toyota hat nun 59 Punkte Vorsprung auf Hyundai in der Konstrukteurs-WM. Ogier selbst hat durch den Ausfall von Neuville und den zehnten Platz von Teamkollege Elfyn Evans sein Polster auf 34 Zähler ausgebaut.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Aufhängung kostet Hyundai auch WRC-Sieg in Kenia - Chef: Ist kein Pech mehr

Vorheriger Artikel

Aufhängung kostet Hyundai auch WRC-Sieg in Kenia - Chef: Ist kein Pech mehr

Nächster Artikel

Vatanen wird nach 40 Jahren wieder in seinen WRC-Sieger-Ford steigen

Vatanen wird nach 40 Jahren wieder in seinen WRC-Sieger-Ford steigen
Kommentare laden