Vorbereitung für Finnland: Drei WRC-Teams starten bei Rallye Estland

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Vorbereitung für Finnland: Drei WRC-Teams starten bei Rallye Estland
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: David Evans
09.07.2018, 15:54

Toyota, Citroen und Hyundai schicken je ein Auto zur nationalen Rallye Estland. Mit dieser Schotter-Rallye will man sich auf den WM-Lauf in Finnland vorbereiten.

Drei der vier Hersteller in der Rallye-WM werden am kommenden Wochenende bei der Rallye Estland an den Start gehen. Ott Tänak (Toyota), Craig Breen (Citroen) und Hayden Paddon (Hyundai) wollen diese Schotter-Rallye zur Vorbereitung für die Rallye Finnland, die Ende Juli stattfindet, nutzen. Alle drei Fahrer werden bei dieser nationalen Veranstaltung mit ihren WRC-Boliden antreten. Nur M-Sport Ford schickt kein Auto nach Estland.

Schon in den vergangenen Jahren traten einige Fahrer bei dieser Rallye an, um sich für die Rallye Polen vorzubereiten. Polen ist 2018 zwar nicht mehr Teil des WM-Kalenders, aber die schnellen Schotter-Straßen Estlands sind immer noch eine gute Möglichkeit, um sich für Finnland vorzubereiten. Die Rallye besteht aus 16 Wertungsprüfungen über insgesamt 146 Kilometer. Sie ist also nur halb so lang wie ein WM-Lauf.

"Der Hintergrund dieses Einsatzes ist, dass Craig bestmöglich vorbereitet für Finnland ist", erklärt Citroen-Teamchef Pierre Budar. "Es wird auch aus technischer Sicht nützlich sein und eine gute Ergänzung zu unseren normalen Vorbereitungstests darstellen, denn man fährt auf verschiedenen Straßen. Außerdem sammelt man bei richtigen Rennbedingungen andere Informationen als bei Tests, wo der Fahrer die Strecke sehr schnell auswendig kann."

Hayden Paddon, Sebastian Marshall, Hyundai Motorsport Hyundai i20 Coupe WRC

Hayden Paddon, Sebastian Marshall, Hyundai Motorsport Hyundai i20 Coupe WRC

Foto: Austral / Hyundai Motorsport

Breen wird nach 2011 (mit einem R2-Ford) und 2015 (mit einem R5-Peugeot) zum dritten Mal in Estland am Start stehen. Hyundai-Pilot Paddon ist zum ersten Mal in Estland dabei. "In den vergangenen Jahren haben wir gesehen", sagt Hyundai-Teammanager Alain Penasse, "dass sich diese Rallye als Vorbereitung in Finnland ausgezahlt hat. Deswegen folgen wir jetzt diesem Beispiel und treten mit einem Auto an."

Lokalmatador Tänak kennt die Rallye in seiner Heimat Estland sehr gut. Zum letzten Mal nahm er 2014 mit einem Ford R5 teil und holte sich den Sieg. Von der Papierform her ist er auch am kommenden Wochenende mit seinem Yaris WRC der Favorit und der Mittelpunkt der Fans. "Diese Rallye war immer sehr gut für Polen", sagt Tänak gegenüber 'Motorsport.com'. "Die Straßen sind sehr ähnlich, aber anders als in Finnland, wo der Boden härter ist und es mehr Sprünge gibt."

"Der Speed ist aber gleich. Und nach der Pause und einigen langsamen, kurvigen Bergrallyes ist es gut, wieder schnell unterwegs zu sein. Wir können diese Rallye für das Set-up für Finnland verwenden, weil es dort nicht viel anders ist. Entscheidend ist, dass sich der Fahrer wieder an die Geschwindigkeit gewöhnt."

Toyota hat zwar schon Ende Juni in der Nähe von Jyväskylä für die Finnland-Rallye getestet. Nach Estland ist aber ein weiterer Testtag angesetzt, um die finalen Details zu klären. Anfang Juli absolvierte Toyota mit allen drei Stammfahrern den Vorbereitungstest für die Asphalt-Rallye in Deutschland. Hinter den Kulissen gibt es in der Rallye-WM Bestrebungen, die Testfahrten künftig einzuschränken, um Geld zu sparen.

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