WRC-Comeback der Safari-Rallye: Jean Todt macht Kenia Mut

Bei einem Besuch in Nairobi sicherte FIA-Präsident Jean Todt den Organisatoren der Safari-Rallye Unterstützung auf ihrem Weg zurück in die Rallye-Weltmeisterschaft zu

Die Organisatoren der Safari-Rallye haben bei ihren Bemühungen, den Klassiker wieder zurück in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zu bringen, einen prominenten Unterstützer gewonnen. FIA-Präsident Jean Todt war am Dienstag in Nairobi, wo er ein neues Büro der Rallye-Organisatoren eröffnete und auch mit dem kenianischen Staatspräsidenten Uhuru Kenyatta zusammentraf.

"Ich habe mich heute mit Präsident Kenyatta getroffen, der mich an die Seite genommen und mir gesagt hat, dass er es als seine Aufgabe ansieht, die Safari zurück in die WRC zu bringen", sagt Todt. Die kenianische Regierung hatte zuvor schon erklärt, rund zwei Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, damit die Safari-Rallye wieder als WM-Lauf ausgetragen wird.

Anlässlich seines Besuches sagte Todt den Organisatoren seine Unterstützung zu, mahnte jedoch auch an, dass die Rückkehr in die WRC kein Selbstläufer sein wird. "Ich bin euer Freund, aber ihr müsst abliefern", sagt Todt in Richtung der Organisatoren. "Ich will eine gute Safari, mit der wir in Afrika für Sicherheit im Straßenverkehr werben können."

Der Besuch in Kenia war für Todt auch eine emotionale Zeitreise, die ihn in die 1970er-Jahre zurückversetzte, als er als Rallye-Beifahrer mehrmals die Safari-Rallye bestritten hatte. "Die East African Safari war Gradmesser in der Welt des Motorsports. Wenn man nicht von dort kommt, kann man nicht gewinnen. Diesen Ruf hatte die Safari im Rest der Welt", erinnert sich Todt. "Ich weiß das, weil ich achtmal teilgenommen und außer 1973, wo ich mit Ove Andersson Dritter wurde, nie ins Ziel gekommen bin."

Todt signierte auch ein Foto aus diesem Jahr, dass ihn und den späteren Gründer der Toyota Motosport GmbH in ihrem Peugeot 504 zeigt. "Heute hier in Nairobi zu sein und das Büro des Safari-Rallye-Projekt zu eröffnen, ist ein emotionaler Moment für mich. Mir gingen viele Dinge durch den Kopf, als ich dieses Fotos sah, auf dem ich 27 Jahre alt bin."

Die Safari-Rallye war zuletzt 2002 im Rahmen der Rallye-WM ausgetragen worden. Seit 2010 ist sie nur noch eine regionale Rallye. Eine Rückkehr in den WRC-Kalender ist nicht vor dem Jahr 2020 geplant.

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