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Etappenbericht

WRC Rallye Estland 2026: Sami Pajari dominiert den Freitag

Toyota-Pilot Sami Pajari gewinnt am Freitag bei der Rallye Estland alle sieben Wertungsprüfungen: Reifenschaden wirft Takamoto Katsuta zurück

WRC Rallye Estland 2026: Sami Pajari dominiert den Freitag

Sami Pajari fuhr der Konkurrenz am Freitag in Estland davon

Foto: Toyota Racing

Toyota-Pilot Sami Pajari hat dem Freitag bei der Rallye Estland, dem neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, seinen Stempel aufgedrückt. Der Finne sicherte sich alle Bestzeiten des Tages und führt das Klassement an. Dahinter lauern Oliver Solberg (Toyota, +14,7 Sekunden) und Adrien Fourmaux (Hyundai, +16,5). (zu den Ergebnissen)

Thierry Neuville hält trotz eines provisorisch reparierten Hyundais nach einem Kontakt mit einem Strohballen den vierten Rang mit 17,4 Sekunden Rückstand. Dahinter folgt Sebastien Ogier (Toyota) auf Platz fünf (+21,0). Das restliche Feld liegt bereits über 40 Sekunden zurück.

Martins Sesks, der am Morgen eine Zeitstrafe von 20 Sekunden erhalten hatte, ist als Sechser bester Fahrer von M-Sport-Ford. Esapekka Lappi (Hyundai) belegt Position sieben vor Josh McErlean (M-Sport-Ford). Evans (Toyota), der als erster Fahrer auf der Strecke spürbare Nachteile hatte, ist aktuell Neunter. Jon Armstrong im dritten M-Sport-Ford komplettiert die Top 10.

Reifenschaden bremst Takamoto Katsuta aus

Auf der kurvenreichen WP5 "Karaski" über 11,97 Kilometer war Pajari erneut der Schnellste. Seine direkten Verfolger blieben Solberg mit 2,1 Sekunden Rückstand und Fourmaux mit 2,3 Sekunden Rückstand. An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich nichts, allerdings wuchs der Vorsprung von Pajari auf Solberg und Fourmaux auf über zehn Sekunden an. Evans verbesserte sich derweil auf Platz sieben, nur eine halbe Sekunde vor Lappi.

Die WP6 "Kanepi" über 17,43 Kilometer brachte die nächste Bestzeit für Pajari, der 3,0 Sekunden vor Solberg und 4,0 Sekunden vor Fourmaux, Neuville sowie Sesks lag. Für das Drama der Prüfung sorgte Takamoto Katsuta (Toyota). Ein Reifenschaden vorne links auf einer geraden Passage kostete den Japaner fast eine Minute auf die Spitze. Katsuta steuerte im Anschluss direkt den Servicepark und ging bei der abschließenden Zuschauerprüfung nicht an den Start.

Großer Profiteur dieses Abschnitts war Sesks, der sich im Gesamtklassement auf Platz sechs verbesserte. Er lag nun 0,1 Sekunden vor Lappi, 0,9 Sekunden vor McErlean und 3,9 Sekunden vor Evans. Evans wurde von Sesks und Lappi überholt und verlor aufgrund seiner Startposition weiter an Boden. "Wir haben getan, was wir konnten", erklärte der WM-Spitzenreiter im Ziel der Prüfung.

Den Abschluss des Freitags bildete die WP7 "Elva linn", eine kurze und schnelle Zuschauerprüfung über 1,72 Kilometer in den Straßen von Elva. Highlight für die Fans war ein großer Kreisel vor dem Rathaus, den die Piloten zweimal umrunden mussten und der für eine inoffizielle Drift-Show genutzt wurde. Pajari krönte seinen perfekten Tag mit einer weiteren Bestzeit, eine Zehntelsekunde vor Sesks und zwei Zehntelsekunden vor Neuville.

Am Samstag stehen bei der Rallye Estland neun Wertungsprüfungen über insgesamt 149,6 Kilometer auf dem Programm.

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