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WRC Rallye Italien 2026: Fourmaux führt, Evans im WM-Rennen vorne

Reifenschäden prägen den Freitagvormittag auf Sardinien: Fourmaux führt vor Neuville und Solberg, während Evans als Sechster weiter auf Titelkurs liegt

WRC Rallye Italien 2026: Fourmaux führt, Evans im WM-Rennen vorne

Adrien Fourmaux übernahm am Freitagvormittag die Führung

Foto: Red Bull Content Pool

Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux hat bei der Rallye Italien auf Sardinien, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, nach den Prüfungen am Freitagvormittag die Führung übernommen.

Fourmaux blieb im Gegensatz zu etlichen seiner Rivalen von Reifenschäden verschont und erreichte den Mittagsservice mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden auf seinen Teamkollegen Thierry Neuville. Dritter ist Oliver Solberg (Toyota, +8,1).

Fourmaux sicherte sich die erste Wertungsprüfung (WP) des Tages, wodurch sich der Franzose vom siebten auf den zweiten Platz schob und lag damit nur noch 0,7 Sekunden hinter Toyota-Pilot Sebastien Ogier. Hängende Staubwolken machten Fourmaux und den nachfolgenden Fahrern auf der Prüfung das Leben schwer.

Zahlreiche Reifenschäden am Freitagmorgen

Doch die Entscheidung der Rallye-Organisatoren, die Startabstände auf vier Minuten zu erhöhen, milderte die Beeinträchtigung durch den Staub. Aus dem zweiten Platz wurde schnell die Führung, als sich Ogier auf der folgenden Prüfung einen Reifenschaden vorne rechts zuzog.

"Es war ein guter Morgen, ziemlich positiv. Keine Schreckmomente, gar nichts. Ich weiche den Steinen aus. Ich bremse sehr vorsichtig. Ich könnte später bremsen, ich könnte härter bremsen, aber ich versuche immer, Reifenschäden zu vermeiden. Ich versuche, sehr sauber zu fahren", sagte Fourmaux.

Solberg, der zum Auftakt am Donnerstagabend die Zuschauerprüfung gewonnen hatte, erwies sich als der schnellste der drei WRC-Titelkandidaten und rangierte auf dem dritten Platz - obwohl er auf der ersten WP des Tages einen Reifenschaden erlitt. Mit einer überragenden Fahrt durch "Monti di Ala' - Sa Conchedda - Lerno", die letzte Prüfung der Schleife, kämpfte sich Solberg wieder auf den dritten Rang.

Solberg bester der WM-Kandidaten

Noch wichtiger für seine Titelchancen: Der Schwede beendete die Schleife 2,6 Sekunden vor seinem Meisterschaftskonkurrenten Sami Pajari und 16,8 Sekunden vor dem Tabellenführer Elfyn Evans.

"Irgendwie haben wir die letzte Prüfung gewonnen. Ich weiß gar nicht wie, denn wir mussten sehr viel 'fegen'. Aber das Gefühl im Auto war gut und ich habe versucht, nicht zu viel Risiko einzugehen. Ich denke, der Nachmittag wird noch härter. Wir müssen also einfach versuchen, irgendwie sauber durchzukommen und uns eine gute Startposition für morgen zu sichern", sagte Solberg.

Neuville rückte mit einem Prüfungssieg auf "Su Filigosu - Lerno" auf den zweiten Platz vor und bleibt voll im Rennen um den Sieg, während Pajari mit 10,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze Vierter ist. Der Finne war auf allen drei Morgenprüfungen schneller als Evans und gab zu, dass er darauf fokussiert war, das Optimum aus seiner späten Startposition herauszuholen.

Evans hat im WM-Kampf alles im Griff

"Zumindest sind wir schneller als Elfyn, aber ich befürchte, dass es nicht reicht. Wir wussten, dass dieser Freitagmorgen sehr wichtig sein würde, also versuchen wir alles zu geben", sagte Pajari.

Elfyn Evans liegt weiter auf Kurs zum WM-Titel

Elfyn Evans liegt weiter auf Kurs zum WM-Titel

Foto: Toyota Racing

Evans erlebte von den drei Titelanwärtern den schwierigsten Morgen. Als erster Fahrer auf der Strecke hatte der Waliser mit dem meisten losen Schotter zu kämpfen und erreichte die Mittagsrast als Gesamtsechster mit 24,9 Sekunden Rückstand auf Fourmaux. Stand jetzt bleibt Evans jedoch weiterhin auf Kurs, sich seinen ersten Weltmeistertitel zu sichern.

"Wir hatten keinen echten Schlachtplan, außer so gut wie möglich zu fahren. Insgesamt hat es sich im Auto gar nicht so schlecht angefühlt. Einige Prüfungen waren was den Kehreffekt angeht schlimmer als andere", sagte Evans. "Besonders die letzte war ziemlich übel. Sie fühlte sich eng an, man konnte die Straße nicht richtig ausnutzen und so weiter. Insgesamt ist es aber in Ordnung."

Suninen in der WRC2 vorne

"Dass andere Reifenschäden haben, ist keine Überraschung. Aber leider kann man da nicht viel machen. Natürlich kann man aufpassen, wo man seine Räder platziert, aber die Hälfte der Zeit weiß man gar nicht, wann diese kleinen Überraschungen kommen", so der Waliser.

Ogier hatte nach der zweiten Prüfung kurzzeitig die Rallye-Führung übernommen, bevor ihn sein Reifenschaden auf der nächsten Prüfung mehr als 25 Sekunden kostete. Er erholte sich mit der zweitschnellsten Zeit auf Prüfung vier und belegte den fünften Gesamtrang, 23,0 Sekunden hinter der Spitze.

Reifenschäden zogen sich wie ein roter Faden durch den Morgen. Takamoto Katsuta (Toyota), Jon Armstrong und Martins Sesks (beide M-Sport-Ford) mussten auf der vierten Prüfung allesamt anhalten, um Räder zu wechseln, während Dani Sordo im Hyundai bereits auf der dritten Prüfung rund vier Minuten durch den Wechsel eines beschädigten Reifens verloren hatte.

Josh McErlean (M-Sport-Ford) schob sich nach einem konstanten Morgen auf den siebten Gesamtrang, während Teemu Suninen (Toyota) das WRC2-Feld als Gesamtachter anführte. Am Nachmittag werden die drei WP des Vormittags noch einmal gefahren.

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