Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Etappenbericht

WRC Rallye Kroatien 2026: Neuville profitiert von Toyota-Reifenschäden

Hyundai-Pilot Thierry Neuville führt die Kroatien-Rallye vor dem Schlusstag an, nachdem sich die Zwischenfälle im Toyota-Team am Samstag fortgesetzt haben

WRC Rallye Kroatien 2026: Neuville profitiert von Toyota-Reifenschäden

Hyundai-Pilot Thierry Neuville hat bei der Kroatien-Rallye die Spitze übernommen

Foto: Hyundai Hyundai

Thierry Neuville (Hyundai) geht bei der Rallye Kroatien, dem vierten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), als Spitzenreiter in die Schlussetappe am Sonntag. Auf der Samstagsetappe, die aus acht Wertungsprüfungen (WPs) bestand, verwaltete am Vormittag zunächst Sami Pajari (Toyota) seine Führung vom Freitag.

Auf der zweiten Nachmittagsprüfung (WP14) aber erlitt Pajari in Führung liegend einen Reifenschaden. Der notwendig gewordene Radwechsel kostete knapp zwei Minuten. "Ich habe keine Ahnung, wo ich mir den [Reifenschaden] eingefangen habe. Aber es lässt sich jetzt nicht ändern", sagte Pajari im Ziel von WP14.

Mehr noch: Pajaris Toyota-Teamkollege Takamoto Katsuta, der als Dritter in die Samstagsetappe gegangen war und am Vormittag kurzzeitig die zweite Position von Neuville übernommen hatte, erlitt auf WP14 seinerseits einen Platten. "Auf der Innenseite einer Kurve lag ein Stein. Der hat mir den Reifen aufgeschlitzt. Das ist echt nervig", so Katsuta.

Sami Pajari

Sami Pajari: Einer von drei Toyota-Fahrern mit Reifenschäden am Samstag

Foto: Toyota

Profiteur der beiden Reifenschäden (es waren nicht die einzigen im Toyota-Team am Samstag) war Hyundai-Pilot Neuville. Der Belgier markierte am zweiten Tag der Kroatien-Rallye zwar keine einzige WP-Bestzeit, geht aber mit einem Vorsprung von 1:14 Minuten auf Katsuta in die Schlussetappe am Sonntag. Pajari liegt knapp 32 Sekunden hinter Katsuta zurück.

"An diesem Wochenende läuft es einfach", so die Aussage von Neuville im Ziel der Samstagsetappe. "Wir haben etwas gefunden, womit wir uns wohlfühlen. Und siehe da, wir sind in der Lage, an der Spitze mitzukämpfen. Ich habe an diesem Wochenende wirklich ein gutes Gefühl im Auto und genieße es." Hyundai hat für die Kroatien-Rallye Veränderungen an den Dämpfern und am Differenzial vorgenommen.

Auch hinter den Top 3 hat es am Samstag Verschiebungen gegeben. Neuvilles Hyundai-Teamkollege Adrien Fourmaux, als Fünfter in den Tag gegangen, beschädigte sich auf der letzten Vormittagsprüfung (WP12) bei einer Kollision mit einem Strommast die Radaufhängung seines i20 N und musste aufgeben.

"Es war ein ziemlich dummer Fehler", so Fourmaux. "In der vorherigen Linkskurve gab es eine kleine Kuppe. Nach dieser erkannte ich nicht gleich, dass der Asphalt aufhört. Ich habe zu früh eingelenkt und bin auf Schotter gekommen. Dort konnte ich nicht richtig bremsen."

Hayden Paddon (Hyundai) ist weiterhin Vierter im Klassement. Neuer Fünfter nach Fourmaux' Ausfall ist nun der Spitzenreiter in der WR2-Wertung, nämlich Leo Rossel im Lancia Ypsilon HF. Der Franzose führt das WRC2-Feld mit einer Minute Vorsprung auf seinen jüngeren Bruder Leo Rossel (Citroen) an.

Oliver Solberg mit Frust im Bauch: Sechs WP-Bestzeiten, zwei Platten

Toyota-Pilot Oliver Solberg, der am Freitag direkt auf der ersten Wertungsprüfung in einen Graben gerutscht war und den Tag vorzeitig hatte aufgeben müssen, war am Samstag mit umgekehrter Startreihenfolge derjenige, der als Erster auf die Strecke ging.

Davon machte er vor allem am Vormittag Gebrauch, denn alle vier WP-Bestzeiten vor dem Mittagsservice (WP9-12) gingen an Solberg. "Mit meiner Performance heute bin ich zufrieden, aber natürlich noch immer extrem enttäuscht wegen gestern", sagte Solberg am Mittag im Service-Park.

Oliver Solberg

Oliver Solberg fuhr am Samstag sechsmal Bestzeit, kann aber nur am Sonntag noch punkten

Foto: Toyota

Am Nachmittag erlitt aber auch Solberg einen Platten vorne links, und zwar auf WP13 und somit eine Prüfung früher als es die Reifenschäden an den Autos seiner Toyota-Teamkollegen Pajari und Katsuta gab. Das Ziel von WP13 erreichte Solberg mit großem Rückstand in langsamer Fahrt. Für WM-Punkte kommt der Schwede aber ohnehin nur noch am Sonntag infrage. Gleiches gilt für seinen in der WM führenden Teamkollegen Elfyn Evans, der seinerseits am Freitag einen Unfall hatte.

Nachdem sich Solberg am Samstag vor seinem Reifenschaden alle vier WP-Bestzeiten des Vormittags gesichert hatte, gingen am Nachmittag noch zwei weitere WP-Bestzeiten an ihn. Die anderen zwei Bestzeiten holten sich Katsuta und Evans. Auf WP16 hatte Solberg abermals einen Reifenschaden, nachdem der linke Vorderreifen langsam Luft verloren hatte. "Das war schon ein bisschen seltsam, aber es ist okay. Immerhin habe ich die anderen Prüfungen gewonnen", sagte Solberg im Etappenziel.

Feuer im M-Sport-Ford von Josh McErlean

Auch das Ford-Team M-Sport kam am Samstag nicht ohne Probleme über die acht Asphaltprüfungen des Tages. Sowohl Jon Armstrong, der am Freitag einen Unfall hatte, als auch Teamkollege Josh McErlean fingen sich am Samstagnachmittag ihrerseits Reifenschäden ein. McErlean kämpfte zudem mit einer beschädigten Felge, nachdem seine Ersatzräder allesamt schon aufgebraucht waren.

Josh McErlean

Im M-Sport-Ford von Josh McErlean gab es vormittags einen Kabelbrand

Foto: M-Sport

Der größte Zwischenfall im M-Sport-Team war am Samstag aber ein Feuer, das auf WP10 im Ford Puma von McErlean züngelte. Ursache war ein Kabelbrand. Während McErlean und Beifahrer Eoin Treacy das Feuer löschten, vergingen sieben Minuten.

Im Klassement der Rallye liegt McErlean nach der Samstagsetappe im hinteren Bereich der Top 20. Teamkollege Armstrong rangiert nach seinem Crash vom Vortag genau wie die Toyota-Werksfahrer Oliver Solberg und Elfyn Evans außerhalb der Top 20.

Vorheriger Artikel WRC Rallye Kroatien 2026: Sami Pajari führt nach Crashs seiner Teamkollegen
Nächster Artikel WRC Rallye Kroatien 2026: Thierry Neuville wirft Sieg in Powerstage weg!