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WRC Rallye Monte-Carlo 2026: Solberg trotz Schreckmoment auf Siegkurs

Schneematsch und Schlamm bei der Rallye Monte-Carlo: Oliver Solberg rettet trotz eines Ausritts ins Feld eine knappe Führung vor seinen Toyota-Kollegen.

WRC Rallye Monte-Carlo 2026: Solberg trotz Schreckmoment auf Siegkurs

Oliver Solberg bei der Prüfung auf dem F1-Kurs in Monaco

Foto: Toyota Gazoo Racing South Africa

Toyota befindet sich bei der Rallye Monte-Carlo, Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 weiterhin auf Kurs zu einem Dreifachsieg. Bei einer der schwierigsten Ausgaben der "Monte" in der jüngeren Geschichte führt Oliver Solberg das Feld an, obwohl ein Ausflug ins Gelände seinen Sieg fast gefährdet hätte.

Die winterlichen Bedingungen forderten am Samstag ihren Tribut und sorgten für Chaos unter den Teams. Solberg trotzte jedoch allen Widrigkeiten und beendete den Tag mit einem Vorsprung von 59,3 Sekunden auf seinen Teamkollegen Elfyn Evans. (zu den Ergebnissen) Der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier versuchte zwischenzeitlich, Druck auf die Spitze auszuüben, doch sein Angriff auf den Plätzen hinter Solberg ließ gegen Ende des Tages nach.

Schneefälle in der Nacht verwandelten die Strecken in eine Landschaft, die eher an die Rallye Schweden erinnerte. Zwar verlor Solberg anfangs etwas Zeit, kämpfte sich aber zurück und baute seinen Vorsprung auf Evans zeitweise auf über eine Minute aus. Während der Schnee am Vormittag die Fahrzeuge noch auf Schritttempo bremste, sorgte das Tauwetter am Nachmittag für noch tückischere Verhältnisse aus Schlamm und Schneematsch.

Schwierige Bedingungen fordern die Piloten

Evans bezeichnete die Bedingungen als die schlimmsten, die er je erlebt habe: "Unglaublich. Man denkt, es wird besser, aber das Auto reagiert völlig nervös. Wenn man mich nach der schlimmsten Wertungsprüfung aller Zeiten fragt, dann war es wahrscheinlich diese."

Zahlreiche Fahrer hatten mit den Bedingungen zu kämpfen. Sami Pajari (Toyota) rutschte in einer Rechtskurve gegen einen Baum und musste zum zweiten Mal in dieser Woche aufgeben.

Gregoire Munster konnte seinen Ford nach einem Dreher retten, während Hayden Paddon (Hyundai) weniger Glück hatte. Er rutschte eine Böschung hinunter und verlor über sechs Minuten, bis ihn Fans zurück auf die Strecke schoben. Auch die Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Adrien Fourmaux überstanden brenzlige Dreher.

Solberg rettet Führung nach Ausritt

Auch der Führende blieb nicht fehlerfrei. Solberg rutschte mit seinem GR Yaris von der Strecke direkt in ein Feld. Geistesgegenwärtig wendete er den Wagen und kehrte auf die Fahrbahn zurück.

"Als ich im Graben landete, dachte ich, es sei okay. Ich schaltete die Gänge runter und gab Vollgas den Berg hoch. Bei der Rückkehr auf die Straße gab es einen Graben. Wäre ich frontal hineingefahren, hätte der Kühler brechen können, also bin ich seitlich drüber", erklärte Solberg später. Trotz dieses Zwischenfalls sicherte er sich den Sieg auf dieser Prüfung.

Ogier entschied sich angesichts der Risiken für eine vorsichtigere Fahrweise. Er verlor 18,7 Sekunden auf Solberg und liegt nun 26,6 Sekunden hinter Evans auf dem dritten Gesamtrang.

Abschluss auf dem Grand-Prix-Kurs

Zum Abschluss des Tages verbuchte Hyundai den ersten Etappensieg der Saison. Auf einer verkürzten Version des Formel-1-Kurses in Monaco setzte Fourmaux bei Regen die Bestzeit. Solberg, der als einer der Letzten startete und mit starkem Aquaplaning zu kämpfen hatte, nahm Tempo raus und sicherte seine Führung ab.

"Ich muss jetzt erst einmal durchatmen. Die Bedingungen waren die ganze Zeit über verrückt", so Solberg. Mit Blick auf den Sonntag, für den weiterer Schnee vorhergesagt ist, bleibt das Ziel klar: "Wenn ich meinen Job mache und fehlerfrei bleibe, sollte ich wichtige Punkte mitnehmen."

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