WRC Rallye Neuseeland 2022: Kalle Rovanperä auf Kurs zu Sieg und Titel

Kalle Rovanperä führt die Rallye Neuseeland vor dem Schlusstag an und könnte sich am Sonntag zum jüngsten Weltmeister in der Geschichte der WRC kröne

WRC Rallye Neuseeland 2022: Kalle Rovanperä auf Kurs zu Sieg und Titel
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Toyota-Pilot Kalle Rovanperä führt die Rallye Neuseeland, elfter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, vor dem Schlusstag an. Bei teils starkem Regen gewann der Finne am Samstag drei der sechs Wertungsprüfungen. Die restlichen WP gewann Craig Breen (Ford), der in der Gesamtwertung nach seinem Unfall vom Freitag aber keine Rolle mehr spielt.

Trotz einer 5-Sekunden-Zeitstrafe, die Rovanperä wegen der Überschreitung des Hybrid-Boots erhalten hatte, hat der Toyota-Pilot nach 13 von 17 WP einen Vorsprung von 29,0 Sekunden auf seinen Teamkollegen Sebastien Ogier.

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Dritter ist Ott Tänak (Hyundai, +46,4 Sekunden). Sollte dieses Resultat auch im Ziel so bestehen, könnte Rovanperä abhängig vom Ergebnis der Powerstage am Sonntag bereits vorzeitig den Titel einfahren und wäre dann jüngster Weltmeister der WRC-Geschichte. Dazu muss der Finne acht Punkte mehr als Tänak gewinnen.

Weitere Hybrid-Strafen für die Hyundai-Piloten

Auf den Rängen vier und fünf folgen Thierry Neuville und Oliver Solberg (beide Hunydai). Beide sowie ihr Teamkollege Tänak erhielten am Samstag eine weitere 10-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überschreitung des zulässigen Hybrid-Boosts.

Am Freitag hatten alle Hyundai-Fahrer bei der siebten WP das zulässige Limit von 140 Kilojule überschritten. Grund dafür war nach Angaben von Hyundai eine fehlerhafte Programmierung des Hybridsystems während des Mittagsservice. Neuville und Tänak hatten zuvor aus demselben Grund bereits eine 5-Sekunden-Strafe erahlten.

Sechster ist Lokalmatador Hayden Paddon (Hyundai), der in der WRC2-Wertung fährt und diese mit gut zwei Minuten Vorsprung anführt. Position sieben hält Paydriver Lorenzo Bertelli (Ford). Dahinter komplettieren mit Kajetan Kajetanowicz, Supercars-Star Shane van Gisbergen und Harry Bates (alle Skoda) drei weitere WRC2-Piloten die Top 10.

31,18 Kilometer trennen Rovanperä vom Titel

"Ein großartiger Tag. Ich kann mit dem, was wir unter diesen extrem schwierigen Bedingungen geleistet haben, wirklich zufrieden sein", sagt Rovanperä. "Wir haben wirklich hart gepusht und ich bin glücklich." Den Gedanken an den möglichen Titelgewinn versucht Rovanperä, der heute Geburtstag feiert und 22 Jahre als wurde, auszublenden.

"Ich werde versuchen, mich auf den morgigen Tag zu konzentrieren wie auf einen normalen Tag. Es ist kein langer Tag, aber es gibt vier ziemlich knifflige kurze Etappen", so der Finne. Am Sonntag stehen nur noch vier WP über eine Gesamtdistanz von 31,18 Kilometern auf dem Programm.

Nicht mehr dabei sein wird dann Elfyn Evans (Toyota). Der Brite, der nach der ersten WP des Tages noch in Führung gelegen hatte, verunfallte zwei WP später. Evans und Beifahrer Scott Martin überstanden den Crash unverletzt. Da aber der Überrollkäfig des Autos beschädigt wurde, ist die Rallye für Evans gelaufen. Sein Teamkollege Takamoto Katsuta schied bei der zwölften WP nach einem Abflug aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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