WRC Rallye Zentraleuropa 2025: Elfyn Evans verliert Plätze nach Zeitstrafe
Update: Elfyn Evans touchiert in der Auftaktprüfung einen Strohballen und verliert wichtige Sekunden im WM-Kampf - Toyota will Berufung einlegen
Der Kontakt mit einem Strohballen wurde Elfyn Evans zum Verhängnis
Foto: Toyota Gazoo Racing South Africa
Toyota-Pilot Elfyn Evans hat bei der Rallye Zentraleuropa, zwölfter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025, eine Zeitstrafe von fünf Sekunden erhalten, nachdem er am Donnerstag bei der Auftaktprüfung mit einem Strohballen kollidiert war. Der Waliser, einer der Anwärter auf den WM-Titel, fiel dadurch von Rang sechs auf Rang acht zurück.
Evans berührte den Strohballen, der Teil einer Schikane war, während der ersten Passage der 12,83 Kilometer langen Wertungsprüfung "Golf und Therme". Diese eröffnete am Donnerstagnachmittag den 18 Wertungsprüfungen umfassenden Asphaltlauf.
Nach dem Vorfall erklärte Evans, das Manöver sei unbeabsichtigt gewesen. Vor den Sportkommissaren sagte er, er habe "unerwartetes Untersteuern aufgrund geringeren Grips als erwartet" erlebt und "vollen Lenkeinschlag angewendet, um die korrekte Strecke zu halten und eine Berührung mit der Schikane zu vermeiden, wodurch seine Geschwindigkeit deutlich reduziert wurde."
Toyota-Sportdirektor Kai Lindström betonte, dass Evans durch die Berührung keinen Vorteil erlangt habe. Laut Lindström habe der Fahrer "in dem betroffenen Sektor etwa 1,3 Sekunden verloren" und sei "sogar mit einer etwas geringeren Anfahrtsgeschwindigkeit als andere Konkurrenten" unterwegs gewesen.
Die Kommissare erkannten an, dass das Abweichen von der Strecke unbeabsichtigt war und keinen Vorteil brachte. Dennoch sehen Artikel 19.2 des WRC-Reglements 2025 sowie Artikel 12.16.1 des Zusatzreglements der Rallye Zentraleuropa vor, dass jede Abweichung von der definierten Fahrbahn oder das fehlerhafte Befahren einer Schikane als Regelverstoß gilt.
Unter Berücksichtigung ähnlicher Fälle und der Umstände des Zwischenfalls entschieden die Sportkommissare, eine Zeitstrafe von fünf Sekunden zu verhängen.
Durch die Strafe fiel Evans auf den achten Platz der Gesamtwertung zurück und startete in die Freitagsprüfungen mit einem Rückstand von 11,0 Sekunden auf seinen Toyota-Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier.
Update 11:00 Uhr: Toyota will die Entscheidung der Sportkommissare nicht akzeptieren. Ein Sprecher kündigte an, das Team werde Berufung einlegen. Evans zeigte sich am Freitag überrascht über die Sanktion: "Ich konnte es kaum glauben. In der Vergangenheit gab es viele Fälle, in denen Fahrer Schikanen komplett ausgelassen haben und nichts passiert ist. Wir müssen das jetzt abhaken und weitermachen."
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