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Zukunft der Rallye-WM: Keine weiteren Investitionen in das Rallye1-Auto?

Der Weltmotorsportrat berät Mitte Juni über die Zukunft der WRC - Die Teams fordern volle Konzentration ab 2027

Zukunft der Rallye-WM: Keine weiteren Investitionen in das Rallye1-Auto?

Der Weltmotorsportrat wird sich im Juni 2024 treffen, um über die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht das technische Reglement, denn die Teams wollen die Kosten für die Rally1-Boliden senken. Dem Hybrid könnte der Garaus gemacht werden, doch wie geht es ab 2027 weiter, wenn ein neuer Homologationszyklus ansteht?

Um eine Basis zu schaffen, müssen zunächst die Saisons 2025 und 2026 diskutiert werden. Der Automobil-Weltverband FIA hat monatelang mit den Teams und Herstellern in der WRC diskutiert, um den richtigen Weg einzuschlagen. Es wird erwartet, dass das aktuelle Auto bis mindestens 2026 eingesetzt wird. Das ist eine Kehrtwende, denn die FIA hatte radikalere Pläne.

Im Februar hieß es, dass der Hybridmotor bereits 2025 Geschichte sein soll, um den Abstand zu den Rally2-Autos zu verringern. Auch eine Reduzierung der Aerodynamik und ein kleinerer Luftmengenbegrenzer waren im Gespräch. Außerdem wurde den Rally2-Herstellern angeboten, die Leistung etwas zu erhöhen, um bei den WRC-Events vorne mithalten zu können.

Doch sowohl die Rally1- als auch die Rally2-Hersteller wehrten sich gegen die Pläne der FIA und setzten sich dafür ein, das aktuelle Reglement nicht zu ändern. Die Zeit für eine Kehrtwende sei zu kurz, da Tests und Entwicklungen bis zur Saison 2025 möglicherweise nicht das gewünschte Ergebnis bringen würden.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Investitionen der Hersteller, die bereits in die Rally1-Boliden geflossen sind. Schließlich wurde ein Fünf-Jahres-Zyklus versprochen und dementsprechend Geld ausgegeben, um konkurrenzfähig zu sein. Nun könnte der Fokus auf 2027 verschoben werden, um neue Hersteller in die WRC zu locken.

Die 330-PS-Autos sollen 2027 eine einheitliche Sicherheitszelle bekommen. Damit hätten Hersteller und Teams die Möglichkeit, ihre eigenen Autos zu bauen, deren Karosserien sich an den Straßenversionen orientieren. Das Rally1-Konzept wird entsprechend angepasst.

Ein Teil der Arbeit schon noch bevor

Der Weltmotorsportrat wird voraussichtlich am 11. Juni 2024 die Richtung vorgeben. Was genau beschlossen wird, ist nicht bekannt, da die FIA ihre Pläne geheim hält. Sportdirektor Andrew Wheatley hofft auf eine "einfache Transformation" in Richtung 2027: "In den vergangenen drei Monaten haben wir 50 Prozent der Arbeit erledigt."

Doch wie diese einfache Transformation aussehen soll, ist unklar. Die WRC-Teams haben jedoch verlauten lassen, dass das Rally1-Reglement 2025 nicht geändert wird. Der Hybrid könnte also weiterhin zum Einsatz kommen. In Kroatien sagte Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala: "Die Medien sagen, dass das Auto zwei weitere Jahre so eingesetzt wird, und ich gehe davon aus. Das wäre der beste Weg, denn die Investitionen sind bereits getätigt."

"Unser Fokus sollte auf 2027 liegen, darauf haben sich alle Teams geeinigt", fuhr der ehemalige Rallye-Pilot fort. "Ob mit oder ohne Hybrid macht für mich keinen großen Unterschied. Keine weiteren Investitionen in das aktuelle Auto zu tätigen, wäre der beste Weg, um die Budgets aller Teams zu reduzieren."

Konstanz der Schlüssel

Auch Hyundai-Teamchef Cyril Abiteboul hat sich bereits zu den Gerüchten geäußert. Die Koreaner planen nicht, das für 2025 geplante Update zu entwickeln, da die Zukunft der Rally1-Autos noch in den Sternen steht. "Es ist an der Zeit, Klarheit über die Zukunft zu haben", sagte Abiteboul. "Wir haben einige Dinge vorweggenommen, die der Weltmotorsportrat entscheiden wird."

Auch M-Sport-Ford hofft auf stabile Jahre, bevor ein neues Reglement eingeführt wird. "Wir haben bisher keine starken Ergebnisse erzielt, aber Stabilität ist der Schlüssel", sagte Teamchef Richard Millener. "Wir wollen uns auf 2027 konzentrieren. Alle Hersteller haben sich positiv geäußert, um den richtigen Weg für 2027 zu finden."

Laut M-Sport werden verschiedene Antriebsstränge und Alternativen geprüft. Damit hätte kein Hersteller eine Ausrede, nicht in die WRC einzusteigen, meint Millener. "Wir brauchen jetzt die endgültige Entscheidung, dann können wir weitermachen. Wir hatten jetzt einige Monate keine Konstanz und das war völlig unnötig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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