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Hyundai zieht Teams vom WTCR-Rennen am Nürburgring zurück

Hyundai fühlt sich im WTCR nicht willkommen und zieht deshalb seine Autos für das Nürburgring-Rennen zurück - Streitpunkte sind die BoP und das Einheitssteuergerät

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Hyundai zieht Teams vom WTCR-Rennen am Nürburgring zurück

Der Tourenwagen-Weltcup (WTCR) wird beim zweiten Saisonlauf am Nürburgring ohne die Hyundai-Flotte auskommen müssen. Die Koreaner fühlen sich in der Meisterschaft ungerecht behandelt und ziehen daher ihre Meldungen für das Rennen zurück. Sowohl BRC als auch Engstler werden damit nicht beim WTCR-Rennen in der Eifel an den Start gehen.

In einem Statement seitens Hyundai heißt es, dass sich weder der Hersteller noch dessen Kundenteams "gleichberechtigt" behandelt fühlen, weshalb der Stecker gezogen wurde. Außerdem habe Hyundai nicht das Gefühl, im WTCR "willkommen" zu sein. Die Folge: Der aktuelle Champion Norbert Michelisz, Gabriele Tarquini, Luca Engstler und Nicky Catsburg werden am Nürburgring nicht in den Hyundai-TCRs starten.

Dem Sport wollen die Koreaner auf internationaler Ebene aber treu bleiben, aber erst einmal in anderen TCR-Serien, heißt es. Der Automobil-Weltverband (FIA) hat sich bereits zu den Vorwürfen seitens Hyundai geäußert und versprochen, sich der Problematik anzunehmen.

Gespräche sollen fortgesetzt werden

Es heißt: "Alle drei Parteien haben das Ziel, einen fairen und gleichberechtigten Wettbewerb zu gewährleisten, sowohl auf sportlicher, repräsentativer als auch technischer Ebene. Eurosport Events Limited, die FIA und World Sporting Council freuen sich auf einen konstruktiven Dialog mit den Kundenteams von Hyundai."

Norbert Michelisz

2019 war Hyundai im WTCR ein Garant für Siege

Foto: FIA WTCR

Doch warum ist Hyundai im WTCR eigentlich so unzufrieden? Beim Saisonauftakt waren die Autos der Koreaner der Konkurrenz unterlegen. Nur eines von drei Autos, das von Michelisz, schaffte es im Qualifying ins Q2. Dabei war der aktuelle Meister rund eine Sekunde langsamer als der Pole-Sitter. Hyundai kritisiert die Balance of Performance (BoP) und das neue Einheitssteuergerät, das in der Saison eigentlich Pflicht sein sollte.

Um viele Marken in der Meisterschaft zu halten, gibt es beim Thema Steuergerät aber Ausnahmen, da einige Hersteller es nicht schafften, das Einheitsteil rechtzeitig zu verbauen: Renault, Alfa Romeo und Audi dürfen weiterhin das eigene Steuergerät nutzen, müssen aber Zusatzgewicht in die Autos laden.

Hyundai fordert Fairness

Außerdem hat Hyundai vor dem Saisonstart einen BoP-Hammer abbekommen. Die Motorleistung wurde von 97,5 auf 95 Prozent gedrosselt, weshalb die Hyundais am wenigsten Power im Feld haben.

Hyundai-Motorsportchef Andrea Adamo fordert eine gerechtere BoP und auch den Einsatz des neuen Steuergeräts aller Teams. Nach dem Saisonauftakt im belgischen Zolder liegen alle Hyundai-Piloten außerhalb der Top 10. Bester Pilot ist Michelisz, der 13 Punkte sammelte und einen elften sowie achten Platz verbuchte. Im Jahr 2019 landete das Hyundai-Team BRC in der Teamwertung hinter Cyan Racing noch auf Platz zwei.

Mit Bildmaterial von FIA WTCR.

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Rennserie WTCR
Urheber André Wiegold