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Nur zwei Autos pro WTCR-Team: Wie eine Regel umgangen wird

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Nur zwei Autos pro WTCR-Team: Wie eine Regel umgangen wird
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29.03.2019, 12:52

Laut Reglement darf jedes Team im Tourenwagen-Weltcup nur zwei Autos einsetzen, doch in der Praxis wird diese Regel mit einem einfachen Kniff umgangen

Maximal vier Autos pro Marke, maximal zwei Autos pro Team: Mit dieser Änderung im Sportlichen Reglement des Tourenwagen-Weltcups (WTCR) wollten die Serienorganisatoren von Eurosport Events und die Regelhüter der FIA in der Saison 2019 für ein vielfältiges Starterfeld sorgen. Doch in der Praxis wird vor allem der zweite Teil der Regelung von einigen Teams mit Rückendeckung von Promoter und Automobil-Weltverband umgangen.

Denn die offiziellen Partnerteams von Hyundai (BRC Racing), Lynk & Co (Cayn Racing) und Volkswagen (Sebastien-Loeb-Racing) setzen de facto jeweils vier Autos ein - offiziell allerdings nicht. Denn um dem Wortlaub des Reglements gerecht zu werden, werden jeweils zwei Fahrzeuge unter unterschiedlichen Teamnamen eingeschrieben.

Bei Hyundai treten Gabriele Tarquini und Norbert Michelisz unter der Bewerbung BRC Hyundai N Squadra Corse an, während die Neuzugänge Nick Catsburg und Augusto Farfus offiziell für das BRC Hyundai N Lukoil Racing Team starten.

Bei Volkswagen war man bei der Suche nach zwei unterschiedlichen Teamnamen etwas weniger kreativ. Rob Huff und Mehdi Bennai sind unter SLR VW Motorsport gemeldet, Johan Kristoffersson und Benjamin Leuchter unter SLR Volkswagen.

Ähnlich marginal sind die Namensunterschiede bei Lynk & Co. Dort fahren Thed Björk und Yvan Muller für Cyan Racing Lynk & Co, Andy Priaulx und Yann Ehrlacher für Cyan Performance Lynk & Co. In allen Fällen müssen die unterschiedlich benannten Teams auch mit unterschiedlichen Lackierungen fahren.

Einen Sonderfall stellt das belgische Team Comtoyou dar. Nachdem der Rennstall 2018 vier Audis im WTCR eingesetzt hatte, fährt Comtoyou 2019 als einiges Team mit Fahrzeugen von zwei unterschiedlichen Herstellern. Frederic Vervisch und Niels Langeveld fahren die zwei Audi A3 LMS TCR für das Comtoyou Team Audi Sport, während Tom Coronel und Aurelien Panis mit je einem Cupra TCR für Comtoyou DHL Team Cupra Racing gemeldet sind.

Audi, Curpa und Honda haben ihre je vier Autos auch faktisch auf unterschiedliche Teams (Audi: Comtoyou/WRT, Cupra: Comtoyou/PWR, Honda: Münnich/KCMG) aufgeteilt. Zwei Alfa Romeo Giulietta des Team Mulsane ergänzen das Feld der 26 Fixstarter.

Mit Bildmaterial von FIA WTCR.

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Urheber Markus Lüttgens