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WTCR auf Sparkurs: 2020 weniger Rennen und Qualifyings

Die Veranstalter des WTCR ergreifen Maßnahmen zur Kostensenkung: 2020 wird es pro Rennwochenende nur noch ein Qualifying und zwei Rennen geben

WTCR auf Sparkurs: 2020 weniger Rennen und Qualifyings

Das Wochenendformat des Tourenwagen-Weltcups (WTCR) wird sich 2020 verändern. Statt wie bisher drei wird es künftig nur noch zwei Rennen pro Wochenende geben. Auch eines der beiden Qualifyings wird gestrichen, damit die Veranstaltungen an nur noch zwei Tagen abgehalten werden können.

Darauf einigten sich die Serienveranstalter von Eurosport Events mit Teamvertretern und der Tourenwagen-Kommission des Automobil-Weltverbands FIA. Endgültig bestätigt werden müssen die Regeländerungen noch vom Motorsport-Weltrat der FIA bei seiner Sitzung am 6. März in Genf.

Konkret fallen dem Sparkurs das bisher in der Regel am Samstag ausgetragene erste Qualifying sowie das erste Rennen zum Opfer. Das nun einzige Qualifying des Wochenendes wird wie bisher das zweite Qualifying in drei Abschnitte unterteilt, wobei im letzten die Top 5 im Einzelzeitfahren um die Pole-Position kämpfen.

Weinger Teammitglieder dürfen ins Fahrerlager

Im ersten Rennen wird die Startaufstellung teilweise umgedreht, das zweite Rennen wird in der Reihenfolge des Qualifying-Ergebnis gestartet. Mit Ausnahme der Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife soll das zweite Rennen im Durchschnitt drei Runden länger sein als das erste. Die beiden freien Trainings werden unverändert beibehalten.

Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen zur Kostensenkung beschlossen. Für Zwei-Wagen-Teams dürfen künftig nur noch zwölf Teammitglieder im Fahrerlager arbeiten, für Drei-Wagen-Teams 18. Die Anzahl der Personen, die an den Autos arbeiten darf, ist pro Team auf zehn beschränkt.

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"Wir haben entschlossen und verantwortungsbewusst gehandelt, um den WTCR zu schützen, ihn für alle Beteiligten zu stärken, seine Attraktivität bei Fans und Medien aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass er für neue Privatteams attraktiv und zugänglich bleibt, die auf dem höchstmöglichen TCR-Niveau fahren wollen", sagt Francois Ribeiro, Chef des Serienveranstalters Eurosport Events.

Maßnahmen laut Serienchef ein Muss

Die Einführung der Maßnahmen, die ursprünglich erst 2021 vorgesehen waren, ist laut Ribeiro ein Muss, um den Fortbestand der Serie zu sichern. Der WTCR reagiert damit nach eigenen Worten nicht nur auf eine mögliche Wirtschaftskrise durch den Ausbruch des Coronavirus, sondern auch auf das sinkende Interesse an der Serie.

Nachdem Volkswagen das Ende aller Motorsportprogramme mit Verbrennungsmotor und damit auch des Engagements im WTCR verkündet hatte, stellte auch Audi die Werksunterstützung für die Teams ein. Zudem zog sich Alfa Romeo aus der Serie zurück, weil das Einsatzteam Romeo Ferraris einen Elektro-Tourenwagen entwickelt.

Mit Bildmaterial von FIA WTCR.

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Urheber Markus Lüttgens