DTM-Qualifying Lausitzring 2: Erste Ford-Pole, sieben Marken in den Top 8!
Der Ford Mustang GT3 Evo beweist auf dem Lausitzring seine Qualifying-Stärke: Arjun Maini holt am Sonntag die erste Ford-GT3-Pole, sieben Marken in den Top 8
Arjun Maini schreibt Geschichte: Der Inder holt die erste Ford-Mustang-Pole der DTM
Foto: ADAC Motorsport
Im zweiten Jahr mit dem Ford Mustang darf sich der US-Hersteller über die erste GT3-Pole in der DTM freuen: Arjun Maini beschert HRT und Ford mit einer 1:19.750 den besten Startplatz, nachdem er bereits am Samstag von Rang zwei startete. Der Inder war 0,128 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Emil-Frey-Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (Qualifying-Ergebnis).
"Ich kann dem Team gar nicht genug danken, wirklich", freut sich Maini, der nach Spielberg 2024 - damals noch im HRT-Mercedes - die zweite DTM-Pole seiner Karriere einfuhr. "Wenn man bedenkt, wo wir letztes Jahr standen und welche Fortschritte wir gemacht haben: Jetzt so gute Qualifyings in Folge, starke Rennergebnisse, starkes Tempo."
Auf Platz drei lauert Nicki Thiim, der am Samstag in 1:19.463 einen Qualifying-Rekord aufgestellt hatte. Doch die Zeiten waren am Sonntag - möglicherweise durch den Regen am Vortag - deutlich langsamer. Thiim fehlten im Comtoyou-Aston-Martin 0,157 Sekunden auf die Pole. Von Platz vier startet mit Rookie Finn Wiebelhaus der zweite HRT-Ford-Pilot, denn die Untersuchung gegen ihn wegen Blockierens von Nicolas Baert blieb ohne Konsequenz.
Nach Änderung der BoP: Sieben Marken in den Top 8
Sowohl der Ford als auch der Aston Martin wurden durch die erste Änderung der Balance of Performance (BoP) auf dem Lausitzring ein bisschen eingebremst, doch das Ergebnis gibt den BoP-Verantwortlichen recht, denn sieben unterschiedliche Hersteller starten aus den ersten acht Positionen.
Auf Platz fünf landete mit Abt-Pilot Luca Engstler (+0,243) der beste Pilot im neuen Lamborghini Temerario, ehe mit Thomas Preining der stärkste Porsche-Pilot auf Platz sechs kam. Der stärkste Pilot der Marke mit dem Stern war Maro Engel (+0,258), der seinen Winward-Mercedes auf Platz sieben stellte, wodurch er nach dem Samstag-Duell direkt hinter seinem Erzrivalen Preining startet.
Bester BMW-Pilot wurde Marco Wittmann, dem im Schubert-BMW 0,330 Sekunden fehlten. "Endlich mal wieder aus den Top 10 starten", zeigt sich der Franke erleichtert, der in der Gesamtwertung trotz sehr konstanter Ergebnisse auf dem guten vierten Platz liegt. Die Qualifyings sind auch diese Saison nur selten die Stärke des BMW M4 GT3 Evo.
"Wir haben auch nochmal am Set-up einen kleinen Tweak gemacht, der uns ein 1,5 Zehntel gebracht hat", offenbart Wittmann bei ran.de. "Aber ich glaube, das ist so ziemlich das Maximum, was wir heute rausgeholt haben. Daher bin ich happy mit P8. Jetzt gucken wir mal, ob es im Rennen noch ein bisschen nach vorne geht."
Manthey-Porsche-Pilot Ricardo Feller (+0,403) wird Zehnter, dicht gefolgt von Kelvin van der Linde (+0,412) im Schubert-BMW und Jules Gounon (+0,414) im Winward-Mercedes. Nicht ganz im Vorderfeld landete auch DTM-Leader Lucas Auer (+0,417) auf Platz 13. Samstag-Sieger Ben Dörr (+0,419) erreichte den 14. Startplatz.
McLaren-Team Dörr nach Sieg nicht im Vorderfeld
Trotz des bärenstarken Samstags und des Glücks mit der Full-Course-Yellow-Phase ist Dörr vom Qualifying-Ergebnis nicht überrascht: "Wir wussten, dass wir hier am Lausitzring ein bisschen schwierige Karten haben. Die Strecke liegt uns nicht ganz so, wie man auch im Qualifying sieht."
Das hat damit zu tun, dass der Kurs in der Nähe von Klettwitz wenig Grip bietet - und der McLaren bringt die Reifen nicht so einfach auf Temperatur. Auch die Hitze - beim Qualifying hatte es schon wieder 27 Grad Luft und 30 Grad Asphalttemperatur - ist diesbezüglich kein Nachteil.
Teamkollege Timo Glock erlebte nach den Problemen im Training und dem verkorksten Samstag mit dem Ausfall, weil das Auto einfach ausging, auch einen schlechten Start in den Sonntag: Der Ex-Formel-1-Pilot hatte 0,793 Sekunden Rückstand und landete damit auf dem 20. und vorletzten Platz.
Wer im Rennen einen Reifenvorteil hat
Er ist aber einer der Piloten, die im Rennen mit zwei Pflicht-Boxenstopps einen Reifenvorteil haben, denn durch seinen Ausfall am Samstag sparte Glock einen seiner drei Reifensätze, die jeder Fahrer für beide Renntage erhält. Zudem startete er das Samstagsrennen auf Regenreifen, wodurch er auch noch einen zweiten neuen Reifensatz hat.
Zwei Reifensätze, die nur im Qualifying genutzt wurden, und einen komplett neuen hat auch Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti zur Verfügung, der mit 0,371 Sekunden Rückstand Neunter wurde. Auch Wiebelhaus, Engstler und Bastian Buus dürfen sich über über eine ähnliche Ausgangslage freuen.
Anders ist die Situation bei Wittmann, Thiim, Feller und Vermeulen, die bereits alle drei Slickreifen genutzt haben und daher eine ungünstige Ausgangslage vorfinden, sollte es trocken bleiben. Das Rennen wird wie gewohnt um 13:30 Uhr (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) gestartet.
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