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DTM Lausitzring

Franck Perera erhält Startplatz-Strafe nach Unfall mit Clemens Schmid

Franck Perera erhält für den Unfall mit Clemens Schmid eine Strafe für den Sachsenring - Der Lamborghini-Werksfahrer sieht die Situation ganz anders

Franck Perera erhält Startplatz-Strafe nach Unfall mit Clemens Schmid

"Wie soll ich hier bitte ruhig bleiben? Wir waren Dritte und werden volle Möhre abgeräumt! Argh!" - Emotionaler Ausbruch im Cockpit bei Clemens Schmid und unmissverständliche Worte in der Grasser-Box nach dem Aufreger des DTM-Wochenendes auf dem Lausitzring schlechthin - mit Folgen für Franck Perera.

Der Franzose war Schmid mit großem Überschuss aufgefahren. Beide sahen die Situation anschließend völlig unterschiedlich. Die Sportkommissare schlossen sich Schmids Meinung an und gaben Perera die alleinige Schuld an dem Unfall. Die Folge: Im Samstagsrennen auf dem Sachsenring - einer weiteren überholfeindlichen Strecke - wird er in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt.

Begründung: "Die Stewards haben Fahrer und Teamvertreter angehört. Nach Prüfung des Videobeweises (TV-Aufnahmen) stellen die Stewards fest, dass Fahrzeug #94 eine Kollision mit Fahrzeug #63 verursacht hat."

 

"Die Stewards sind der Meinung, dass der Fahrer von Fahrzeug #94 die volle Verantwortung für diese Kollision trägt. Daher bestrafen sie den Fahrer mit einer Rückversetzung um fünf Startplätze beim nächsten Rennen, an dem das Fahrzeug teilnehmen wird."

 

Perera und Schmid vertreten in den 'ran'-Interviews völlig unterschiedliche Auffassungen. "Ich habe versucht, ihn unter Druck zu setzen, und er hat zu früh gebremst. Er war viel zu früh und hat auch noch die Linie gewechselt. Da konnte ich nichts mehr machen", sagt Perera.

Schmid kontert: "Ich habe dort gebremst, wo ich jede Runde gebremst habe. Ich denke, das Fernsehbild ist eindeutig. Obwohl er mir einen ziemlichen Schubs gegeben hat, hat er die Kurve nicht annähernd bekommen. Ich glaube, er hat da eine sehr einzigartige Meinung."

Nur wenige Minuten nach der Kollision trafen sich die beiden in der Boxengasse. "Wir waren uns einig, dass wir uns nicht einig sind und haben ein paar Höflichkeiten ausgetauscht." Mehr verrät Schmid nicht über das kurze Gespräch mit Perera. Hätte der Österreicher den dritten Platz gehalten, wäre es sein erster Podestplatz in der DTM gewesen - nur zwei Tage nach seinem 33. Geburtstag.

Bernd Schneider: Eindeutig Pereras Schuld

'ran'-DTM-Experte Bernd Schneider sieht die Situation so: "Clemens Schmid ist im Vergleich zu seinem Anfangstempo etwas langsamer geworden, aber das war ein ganz klarer Fahrfehler von Franck Perera. Das darf einem so erfahrenen Fahrer nicht passieren."

 

"Ich glaube auch, dass Clemens an der gleichen Stelle gebremst hat. Franck ist ein bisschen reingezogen, hat die Bodenwelle erwischt, vielleicht hat er mehr ABS bekommen. Aber er war auch viel zu spät. Das geht eindeutig auf seine Kappe."

Schmid ergänzt: "Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Irgendwie spielt er im Moment ein bisschen verrückt. Am Nürburgring hat auch schon jemanden abgeräumt, nachdem er sich total verbremst hat. Und jetzt schon wieder. Vielleicht sollte er sich psychologische Hilfe suchen." Alles Weitere wolle er intern klären, da es sich um eine markeninterne Kollision handele.

Profiteur der Kollision war ausgerechnet Thomas Preining, der schärfste Meisterschaftswidersacher von Pereras SSR-Teamkollegen Mirko Bortolotti. Er sah den Unfall aus der Logenposition gegenüber 'Motorsport.com Deutschland' erklärt er: "Ich glaube, Perera war einfach sehr optimistisch. Schmid hat es zu spät gesehen und schon eingelenkt. Dann sind die beiden zusammengefahren."

"Wer schuld ist oder ob jemand schuld ist, weiß ich nicht. Ich habe es mir im Replay noch nicht angeschaut. Aber für mich war es natürlich nicht so schlecht."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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