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Max Paul nach Horrorcrash operiert: Teamchefs geben Gesundheits-Update

Nach dem schweren DTM-Unfall auf dem Norisring gibt es neue Informationen: Maximilian Paul wurde in der Nacht operiert, Kelvin van der Linde meldet sich selbst

Max Paul nach Horrorcrash operiert: Teamchefs geben Gesundheits-Update

Maximilian Pauls Lamborghini war nach dem Unfall vorne völlig zerstört

Foto: ADAC Motorsport

Wie geht es Maximilian Paul und Kelvin van der Linde nach dem Horrorcrash beim Samstagsrennen der DTM auf dem Norisring (Rennbericht): Während der BMW-Werksfahrer das Krankenhaus bereits am Samstagabend mit Prellungen verlassen konnte, musste Lamborghini-Werksfahrer Paul die Nacht im Krankenhaus verbringen - und wurde operiert.

"Er hat eine große Verletzung im linken unteren Fuß", gibt Teamchef Gottfried Grasser am Sonntagmorgen ein Update zur Lage. "Wir haben direkt vom Krankenhaus die Information erhalten, dass es Max den Umständen entsprechend gut geht. Er wurde in der Nacht operiert und hat eine Verletzung im unteren Fußbereich, die verschraubt werden musste."

Das sei "sehr bitter", sagt der Österreicher, der mit Paul 2023 auf dem Nürburgring den ersten DTM-Sieg seines Grasser-Teams feierte. Wie es Paul, der einen Unterschenkel-Bruch erlitten hat, am Morgen nach der Operation geht? "Okay für die Umstände", antwortet Grasser bei ran.de.

Grasser: "Umstände sind nicht einfach"

"Die Umstände sind sicher nicht einfach, aber bei der Operation ist alles gut verlaufen - das ist das Wichtigste", stellt er klar.

Dadurch ist klar, dass Paul in dieser Saison möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen wird, denn Beinverletzungen sind im Motorsport nicht zu unterschätzen. "Das ist eine Rennfahrer-Geschichte, weil der linke Fuß der Bremsfuß ist", klärt Grasser auf. "Die Jungs müssen ja mit 130 Kilo drücken können. Daher muss die Genesung anständig sein, damit das wieder anständig verheilt."

Maximilian Paul

Maximilian Paul vor dem Samstagsrennen auf dem Norisring

Foto: ADAC Motorsport

Bei Kelvin van der Linde ist die Lage deutlich besser, denn der Deutsch-Südafrikaner hatte nach dem Einschlag des Lamborghini in die Tür des Schubert-BMW Schmerzen am linken Arm und am linken Bein. Der Check im Medical Center hat ergeben, dass es keinerlei ernsthafte Verletzungen gibt.

Schubert über Kelvin van der Linde: "Gott sei Dank nichts gebrochen"

Van der Linde ließ sich aus Sicherheitsgründen ebenfalls im Krankenhaus durchchecken - bei einem MRT wurden ebenfalls keine schweren Verletzungen festgestellt. "Wir hatten gestern lange Untersuchungen, er war fast fünf Stunden im Krankenhaus", sagt Teamchef Torsten Schubert bei ran.de.

"Am Ende hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass nichts angebrochen ist. Zwischendurch gab es noch ein paar Äußerungen, aber wir haben immer viele Informationen bekommen - aber es ist am Ende so, dass alles mit Prellungen ausgegangen ist."

Kelvin van der Linde habe einen "verstauchten Fuß, denn die Pedaleriebox - und alles - hat sich zusammengefaltet". Zum Glück sei alles den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen - und das Team geht davon, "dass er bereits in zwei Wochen beim Test in Oschersleben wieder mit dabei ist".

Kelvin van der Linde: "Autofahren heute nicht das Richtige"

Den zweiten Renntag auf dem Norisring kann Kelvin van der Linde nicht bestreiten, obwohl das Team am Samstag alles versuchte, um den eigentlich für das ADAC GT Masters vorgesehen Schubert-BMW als Ersatzauto nach Nürnberg zu bekommen. Das konnte dann aber doch nicht realisiert werden.

Kelvin van der Linde war offenbar am Samstagabend bereits wieder im Fahrerlager - und gab bei ran.de in einer Videobotschaft bekannt, dass es ihm den Umständen entsprechend gutgehe, aber ein Einsatz noch zu früh komme. "Ich bin froh, dass nichts Schlimmes passiert ist, auch dass Max okay ist", sagt er.

"Da tut schon einiges weh - besonders wenn man 30 ist, habe ich nicht gedacht, dass es so weh tut", war der Deutsch-Südafrikaner, der vor einigen Wochen seinen 30. Geburtstag feierte schon wieder zum Scherzen aufgelegt. "Ich freue mich einfach, dass es weitergeht, dass ich diese Geschichte einfach so erzählen kann. Aber ich glaube, Autofahren ist heute für mich erst einmal nicht das Richtige."

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