Sheldon van der Linde will Lausitzring-Sieg: "In der DTM unsere beste Chance"

Warum der Layout-Wechsel am Lausitzring laut Sheldon van der Linde den BMW-Teams enorm zugute kommt und wie er den M6 GT3 auf anderen Strecken einschätzt

Sheldon van der Linde will Lausitzring-Sieg: "In der DTM unsere beste Chance"

Ist das Lausitzring-Wochenende die ganz große Chance für die BMW-Teams? Wenn es nach Rowe-Ass Sheldon van der Linde geht, dann könnte er noch dieses Wochenende hier geht's zum TV- und Streaming-Zeitplan seinen zweiten DTM-Sieg einfahren. "Lausitzring ist wahrscheinlich unsere beste Chance, dieses Jahr ein Rennen zu gewinnen", wagt der 21-jährige eine Prognose. "Zumindest in der DTM. Ich will dort richtig viele Punkte holen und auf den Sieg losgehen. Das ist mein Ziel."

Dabei konnten die BMW-Teams Rowe und Walkenhorst noch im Mai beim DTM-Test kaum in Erscheinung treten und fuhren dem Feld hinterher. Der große Heilsbringer für BMW soll nun das geänderte Streckenlayout mit der Steilkurve Turn 1 werden.

"Es liegt an Turn 1", bestätigt der Südafrikaner auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Wir könnten dort wirklich den Unterschied machen. Auch den Rest der Strecke sehe ich nicht als großen Nachteil. Wenn wir uns das GT-Masters-Ergebnis aus dem Vorjahr anschauen, dann war der BMW auch im letzten Sektor immer schnell."

"Aerodynamische Plattform unsere Stärke"

Van der Linde weiß, wovon er spricht, schließlich ersetzte er im Vorjahr im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring Stammfahrer Nick Yelloly im M6 GT3 des Schubert-Teams und wurde gemeinsam mit Teamkollege Henric Skoog Zehnter.

Fakt ist aber, dass der vielgescholtene Bolide mit seinem langen Radstand gerade in schnellen Kurven gut funktioniert, was das Rowe-Team mit dem Sieg beim 24-Stunden-Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife im Jahr 2020 unter Beweis gestellt hat.

"Die aerodynamische Plattform des BMW ist definitiv unsere Stärke. Da können wir in den schnellen Passagen wirklich den Unterschied machen", bestätigt van der Linde. "Wir haben dort ein stabiles Auto. Außerdem haben wir auch ein ganz ordentliches Auto auf den Geraden. Und die Gerade wird sehr lang sein", spielt er darauf an, dass zwischen der Zielkurve und der zweiten Kurve eine lange Vollgaspassage ansteht, die nur durch Turn 1 getrennt ist, in dem die Piloten möglicherweise kurz lupfen.

Gleich zwei Siege in zwei Wochen?

"Ich freue mich darauf, dort hoffentlich ein paar Autos zu überholen", reibt sich van der Linde die Hände. "Mein Ziel ist es, viele Punkte zu erzielen, denn neben dem Red-Bull-Ring und vielleicht Assen ist das unsere größte Chance. Also volle Attacke!"

Der Youngster freut sich ohnehin auf die kommenden Wochen, denn nach dem DTM-Rennen auf dem Lausitzring wird er für das Walkenhorst-Team beim 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps gemeinsam mit DTM-Kollege Marco Wittmann und David Pittard an den Start gehen.

"Walkenhorst hat eine großartige Bilanz in Spa", verweist van der Linde auf den Sieg beim 24-Stunden-Rennen im Jahr 2018. "Sie haben dort schon gewonnen. Und unser Auto war richtig gut beim Testen. Dort sind wir auch sehr schnell. Die Streckenauswahl der nächsten zwei Wochen passt also ganz gut. Nur Zolder liegt unserem Auto nicht so sehr."

Denn der Kurs in Zolder, auf dem in drei Wochen gefahren wird, fällt eher mit harten Bremspunkten und winkeligen Kurven auf. "Die langsamen Passagen sind unser größter Nachteil. Das Auto ist sehr groß. Und deswegen ist es schwierig, das Auto in den langsamen Kurven zu wenden", erklärt der Rowe-Pilot.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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