Formel-1-Liveticker: Der Saisonauftakt in Melbourne live!
Melbourne in der Analyse: Hat Ferrari die Chance auf den Sieg verspielt?
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Feierabend
Gleich ist es 22:00 Uhr in Melbourne, und damit sind auch wir hier am Ende des Tages angekommen. Morgen sind wir noch einmal mit einer neuen Tickerausgabe für euch da, um die weiteren Themen aus Australien aufzuarbeiten.
Und auch heute geht es bei uns noch weiter. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich jetzt live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer großen Videoanalyse zum ersten Rennen des Jahres.
Viel Spaß mit den Kollegen und bis morgen!
Warum war Antonellis Start so schlecht?
Der Italiener verlor beim Start mehrere Positionen und erklärt: "Als ich in die Startaufstellung fuhr, war der Batteriestand niedrig, weshalb der Start sehr stressig war. Deshalb kamen wir schlecht weg."
Andrew Shovlin bestätigt: "Der Start war schwierig: Wir haben die begrenzte Energie auf der Einführungsrunde nicht gut genug gemanagt, sodass beide Fahrer mit einem niedrigen Batteriestand starteten."
"Vor allem Kimi wurde dadurch zu einer leichten Beute. George schnitt etwas besser ab, verlor aber dennoch viel Boden", so Shovlin. Dadurch fielen beide Fahrer zurück, auch Russell verlor die Führung zunächst.
Am Ende wurde es aber eben doch noch ein Doppelerfolg für Mercedes.
Cadillac: Ein Auto bei Premiere im Ziel
Sergio Perez beendete das Rennen auf P16 und damit effektiv auf dem letzten Platz. Der Mexikaner hatte am Ende drei Runden Rückstand, doch seine Zielankunft alleine wird bei Neuling Cadillac bereits als Erfolg gewertet.
"Es gab einige Leute, die es nicht einmal an den Start geschafft haben", erinnert Teamchef Graeme Lowdon und erklärt daher, er sei "wirklich zufrieden, dass wir ein Auto nach Hause gebracht haben."
Bei Valtteri Bottas gelang das nicht. "Es war wirklich schade, denn es gibt eindeutig ein Problem mit dem Lenkrad", so Lowdon. Der Finne selbst erklärt: "Das erste Problem schien mechanischer Natur zu sein."
"Ich glaube, es hatte wahrscheinlich mit dem Lenkrad zu tun, denn als wir das Lenkrad in der Boxengasse ausgetauscht haben, hat das geholfen. Aber dann gab es noch ein weiteres Problem, von dem ich nicht weiß, was es war", so Bottas.
Das Team habe ihm lediglich gesagt, dass er das Auto sofort abstellen müsse.
Williams: P5 bleibt das Ziel
Das hat James Vowles vorhin in seiner Medienrunde verraten. Obwohl Williams aktuell nur am hinteren Ende des Mittelfeldes steht, erklärt der Teamchef: "Ich habe nach wie vor die feste Absicht, um P5 in der Meisterschaft zu kämpfen."
"Nur ist der Abstand zu den vor uns liegenden Teams, die Hürde, die wir nehmen müssen, enorm. Daran besteht kein Zweifel", gesteht er. Ein Problem ist vor allem das Gewicht des Autos, das man aber nicht so schnell reduzieren kann.
"Es ist nicht kompliziert, es zu reduzieren", sagt Vowles grundsätzlich. Das Problem sei die Kostengrenze. "Wenn es keine Kostenobergrenze gäbe, würde ich es morgen umsetzen. Es wäre in wenigen Wochen erledigt", so Vowles.
Doch weil man in der Formel 1 eben nicht mehr mit Geld um sich werfen kann, wird alles etwas länger dauern. "Die Kostenobergrenze ist nach wie vor sehr positiv", betont Vowles. In dem Fall hilft sie Williams aber nicht.
Es werde ungefähr sechs Rennen dauern, das Gewicht des Autos deutlich zu reduzieren.
Das Duell zwischen Russell und Leclerc ...
... zu Beginn des Rennens gibt es hier noch einmal im Video. Ohne Frage spektakuläre Bilder, aber die Meinungen dazu gehen trotzdem auseinander. Denn es gibt bekanntlich auch Kritiker, die die Überholmanöver in diesem Jahr zu künstlich finden.
Alpine: Wäre etwas mehr drin gewesen
P10 am Ende für Pierre Gasly und damit zumindest ein Punkt für Alpine. Der Franzose erklärt: "Wir haben durch einen Zusammenstoß [mit Ocon] einige Schäden davongetragen, sodass wir wahrscheinlich nicht unser volles Potenzial ausschöpfen konnten."
"Ich glaube, unter anderen Umständen hätten wir sogar noch weiter vorne mitkämpfen können", so Gasly, der betont: "Es gibt viele positive Aspekte, und ich bin sicher, dass wir diese Woche viel Zeit investieren werden, da es vor der nächsten Woche noch so viel zu lernen gibt."
Für Teamkollege Franco Colapinto war das Rennen derweil bereits früh gelaufen. "Leider bedeutete ein operativer Fehler auf Francos Seite, dass er eine Strafe verbüßen musste, die ihm jede Chance auf Punkte nahm", so Steve Nielsen.
Am Auto des Argentiniers wurde weniger als 15 Sekunden vor dem Start der Formationsrunde noch gearbeitet, weshalb es eine Stop-and-Go-Strafe gab. Colapinto wurde am Ende 14. mit zwei Runden Rückstand.
P7: Haas dank Bearman "Best of the Rest"
Oliver Bearman wurde heute Siebter und landete damit an der Spitze des Mittelfeldes. Nachdem gestern noch beide Haas-Piloten Q3 verpasst hatten, durfte man beim US-Team heute berechtigterweise jubeln.
"Wir profitierten von einigen Ausfällen anderer vor uns", sagt Bearman zum Beispiel über das Aus von Oscar Piastri oder Isack Hadjar, "aber unabhängig davon haben wir Punkte erzielt", betont er.
"Ich bin stolz auf dieses Team. Der siebte Platz im Rennen ist der Beweis für ihre harte Arbeit", lobt er, während Teamkollege Esteban Ocon als Elfter ganz knapp hinter den Punkterängen landete.
"Es war ein enttäuschendes Rennen, denn nach unserem großartigen Start hätten wir eigentlich in die Punkte fahren müssen", ärgert er sich. Doch nach dem Start sei die Pace einfach nicht mehr da gewesen.
"Wir hatten mit einer hohen Instabilität des Hecks zu kämpfen. Das war frustrierend, denn ich glaube, das Auto hätte viel mehr leisten können", so Ocon. P7 von Bearman ist der Beweis dafür.
Honda sieht "Schritt in die richtige Richtung"
15 Runden Rückstand für Lance Stroll, doch Shintaro Orihara von Honda betont: "In Melbourne haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wir konnten sehen, dass unsere Gegenmaßnahmen für die Antriebseinheit unter Rennbedingungen funktionierten."
"Diese Verbesserung ist erheblich, wenn man bedenkt, wo wir in Bahrain standen und wo wir jetzt stehen", betont er und erklärt: "Diese Veranstaltung war für uns äußerst wichtig, um die Zuverlässigkeit der Batterien zu überprüfen."
"Aus unseren Daten geht hervor, dass die Batterievibrationen weiter abgenommen haben, und wir sind nun zuversichtlich, dass wir auf dem besten Weg sind, eine volle Renndistanz zu absolvieren", so Orihara.
In der Tat ein Fortschritt - wenn auch auf einem sehr niedrigen Niveau.
Vasseur: Hätten 300 Runden fahren können
Der Ferrari-Teamchef hat in seiner Medienrunde noch einmal über die Strategie gesprochen und erklärt: "Wir sind auch etwas überrascht, [...] was die Lebensdauer der Reifen angeht."
Man hatte nicht erwartet, bei so einem frühen Stopp bis zum Rennende durchfahren zu können. Jetzt ist man schlauer. "Ich glaube, wir hätten heute [auf den harten Reifen] 300 Runden fahren können", so Vasseur.
Zudem betont der Teamchef noch einmal, dass die Strategie heute ohnehin nicht ausschlaggebend gewesen sei. "Das Problem ist nicht die strategische Entscheidung, sondern einfach das reine Tempo", erklärt er.
Lindblad beim Debüt in den Punkten
Letztes Jahr selbst noch in der Formel 2, heute auf P8 und damit in den Punkten. "Es fühlt sich sehr besonders an. Ich habe dieses Ergebnis nicht erwartet", so der Rookie, der betont, er sei "sehr stolz" auf das Team und auch sich selbst.
"Ich glaube nicht, dass ich dieses Wochenende wirklich Fehler gemacht habe. Ich denke, ich habe das Auto in fast jeder Session optimal genutzt", so Lindblad, der zwischenzeitlich sogar noch etwas weiter vorne lag.
"Ich glaube, ich war irgendwann in der ersten Runde auf P3, was ziemlich verrückt ist, wenn man darüber nachdenkt. Gegen Lewis, Max, Lando und all diese Jungs zu kämpfen, das ist etwas ganz Besonderes", jubelt er.
Weniger gut lief es für seinen Teamkollegen Liam Lawson, der als 13. ohne Punkte blieb. Er fiel bereits beim Start ans Ende des Feldes zurück und erklärt: "Ich startete, bewegte mich aber nicht und verlor die gesamte Leistung."
Davon erholte er sich nicht mehr.
Formel 2: Sieg für Red-Bull-Junior
Weil wir gerade bei Red Bull sind: Die Bullen durften sich heute zumindest in der Formel 2 über einen Sieg freuen. Da hatte Junior Nikola Tsolow die Nase vorne. Zweiter wurde mit Rafael Camara ein Ferrari-Junior.
In der Formel 3 setzte sich mit Ugo Ugochukwu derweil ein ehemaliger McLaren-Junior durch, Zweiter wurde Freddie Slater, der seit diesem Jahr zum Audi-Nachwuchsprogramm gehört.
Die kompletten Ergebnisse findet ihr hier:
Formel 2
Formel 3
Mekies: Ergebnis keine Überraschung
Der Red-Bull-Teamchef sagt nach P6 von Verstappen: "Wir haben nach den Tests vor Saisonbeginn vorhergesagt, dass wir auf Platz vier liegen würden. Wie sich herausgestellt hat, war diese Vorhersage ziemlich zutreffend."
"Es war dieses Wochenende wahrscheinlich noch ein bisschen besser, da Isack nach einem sauberen Qualifying auf Platz 3 startete. Er hat also sehr gute Arbeit geleistet und alles herausgeholt", lobt Mekies.
Daher könne man wahrscheinlich sagen, "dass wir zumindest mit McLaren mithalten konnten. Aber mit Ferrari oder Mercedes konnten wir sicherlich nicht mithalten", betont er.
"Es war keine Überraschung", sagt der Teamchef daher über die Performance in Melbourne.
Was war bei Hülkenberg los?
Auch der Deutsche konnte das Rennen gar nicht erst aufnehmen. Er berichtet: "Wir hatten auf den Runden zur Startaufstellung ein technisches Problem und haben es gerade so geschafft, dort anzukommen."
"Aber dann gab es etwas, das wir nicht schnell beheben konnten", so Hülkenberg, der sich laut eigener Aussage selbst nicht sicher ist, was genau das Problem war. Jedenfalls konnte er deshalb nicht starten.
"Jetzt wird das Auto natürlich auseinandergenommen", betont er, denn bereits nächste Woche in China geht es weiter. Und dort soll der Defekt nicht noch einmal auftreten.
"Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass wir überhaupt nicht starten konnten", so Hülkenberg. Immerhin holte Teamkollege Gabriel Bortoleto die Kohlen für Audi mit P9 aus dem Feuer.
So kurios war der Piastri-Crash
Oscar Piastri hält seinen Unfall vor dem Rennen für das Ergebnis einer "Kombination aus mehreren Faktoren". Er erklärt im Gespräch mit Sky: "Ich hatte kalte Reifen und habe ausgangs Kurve 4 den Randstein erwischt."
"Ich hatte aber auch 100 Kilowatt mehr Leistung, als ich erwartet hatte", so der Australier. Er verrät: "Im Grunde war ich mit weniger Gas unterwegs als noch im Qualifying."
"Aber aufgrund der Art und Weise, wie die Drehmoment-Anforderung funktionieren muss, habe ich tatsächlich 100 Kilowatt mehr Leistung bekommen, als wenn ich Vollgas gegeben hätte", schildert er den kuriosen Umstand.
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.
Williams: Lange Liste an Problemen
Das Team aus Grove blieb heute ohne Punkte. Alexander Albon berichtet nach P12: "Es war heute ein langes Rennen für uns. Momentan befinden wir uns im Niemandsland und kämpfen nicht wirklich gegen das Mittelfeld."
"Es ist klar, dass uns Pace fehlt", so Albon, der präzisiert: "Die Rundenzeiten zeigen deutlich, dass wir zu schwer sind und nicht genug Abtrieb erzeugen. Auch das Graining war heute ein Problem für uns, insbesondere auf den harten Reifen."
Teamkollege Carlos Sainz wurde 15. mit zwei Runden Rückstand und erklärt ebenfalls: "Es war ein hartes Wochenende mit zu vielen Problemen in jeder Session."
"Leider hatten wir ein Problem mit dem Frontflügel, wodurch wir die gesamte Aerodynamikbalance verloren haben. Das dadurch entstandene Untersteuern führte dazu, dass sich die Reifen massiv abnutzten", so Sainz.
"Von da an wurde es für mich ehrlich gesagt zu einer Testsession", berichtet der Spanier. Aus eigener Kraft scheint Williams aktuell nicht in die Punkte fahren zu können.
Stella: McLaren mehr als eine halbe Sekunde hinten
Lando Norris sagte ja bereits, dass er große Rückstand heute nicht repräsentativ sei. McLaren-Teamchef Andrea Stella stellt dennoch klar, dass die Lücke aktuell "zwischen einer halben und einer Sekunde zu liegen scheint".
"Wir müssen einen Weg finden, mehr aus dem Antrieb herauszuholen. Und andererseits müssen wir das Auto weiterentwickeln. Es wird einige Rennen dauern, bis wir größere Verbesserungen sehen", betont er jedoch.
"Daher denke ich, dass wir in diesen ersten Rennen sicherstellen müssen, dass wir das Maximum aus dem Auto in seiner aktuellen Konfiguration herausholen", so der Teamchef.
Heißt: Für McLaren geht es aktuell eher um Schadensbegrenzung.
Aston Martin schont Material
Die gute Nachricht: Lance Stroll sah heute die Zielflagge. Die schlechte Nachricht: Er hatte am Ende 15 Runden Rückstand, weil er eine lange Pause in der Garage einlegte. Das hatte laut seiner Aussage aber keine physischen Gründe.
"Wir haben immer noch Probleme mit den Vibrationen", sagt er bei Sky zwar. Aber: "Mir geht es körperlich gut. Ich kann das Auto fahren, aber es ist einfach nicht gut für den Motor und solche Sachen."
Auch das Alonso-Auto stellte Aston Martin "nur" ab, um das Material zu schonen. "Es geht mir gut", bestätigt der Spanier. Er betont aber auch, dass es "optimistisch" wäre, davon auszugehen, das Rennen in China zu beenden.
"Wir können es zumindest versuchen", so Alonso. Neue Batterien soll es erst später geben. Man ist bei der Ersatzteilsituation also noch immer am Limit.
Lob für neue Regeln
Lando Norris und Max Verstappen bleiben nach dem Rennen bei ihrer Kritik am neuen Reglement. Frederic Vasseur sieht es komplett anders und erklärt: "Für den Sport war das ein sehr gutes Rennen."
"Zu Beginn der Saison gab es einige pessimistische Kommentare zu dieser neuen Formel 1, aber ich finde, dass der Start des heutigen Rennens und die ersten zehn Runden die spannendsten waren, die wir in den letzten zehn Jahren gesehen haben", so der Ferrari-Teamchef.
Auch Toto Wolff erklärt bei Sky: "Jeder, der gesagt hat, [das neue Reglement] hat vielleicht zu wenig Show, der wurde am Anfang eines Besseren belehrt." Zumal die Strecke in Melbourne eigentlich nicht für Spektakel stehe.
Wie bei vielen Dingen gehen die Meinungen also stark auseinander.
Hadjar: Hätte in Führung gehen sollen
Der Red-Bull-Neuling sah die Zielflagge am Ende nicht, hätte das Rennen laut eigener Aussage aber fast angeführt. "Der Start war großartig", berichtet er. Das einzige Problem: "Ich bin ohne Batterie für den Start ins Rennen gegangen."
"Ich hätte die Führung locker übernommen", ist er sich sicher. Doch ohne Batterie hatte er natürlich keine Chance. Wobei man dazu fairerweise sagen muss, dass auch andere Piloten beim Start Probleme mit ihrer Batterie hatten.
Seinen späteren Ausfall sah Hadjar dann schon kommen. "Der Motor klang furchtbar, also wusste ich, dass ich das Rennen nicht beenden würde", so der Franzose, der glaubt, dass er sich sicher in den Top 5 einsortiert hätte.
Mit seiner eigenen Leistung ist er aber zufrieden. Er habe "das ganze Wochenende über keine Fehler" gemacht, betont er.
Verstappen: Aufholjagd nur Pflichtprogramm
Der viermalige Weltmeister legte heute mit seiner Fahrt von P20 auf P6 die größte Aufholjagd hin. Er selbst sagt dazu bei Sky: "Natürlich haben mir die Überholmanöver Spaß gemacht."
"Aber ich fahre ja auch gegen Autos, die zwei Sekunden langsamer sind, also ging es für mich einfach darum, durch den Verkehr zu kommen", betont er. Heißt: Eine große Befriedigung brachte ihm seine Aufholjagd nicht.
"Es klingt vielleicht seltsam, aber so sehe ich es nun einmal. Es ist kein wirklich fairer Kampf, also habe ich einfach versucht, so sauber wie möglich zu fahren und meinen Rhythmus zu finden, als ich das Mittelfeld hinter mir gelassen hatte", so Verstappen.
Allerdings habe er mit einem zu hohen Reifenverschleiß und Graining zu kämpfen gehabt, weshalb es danach nicht mehr weiter nach vorne ging.
Norris: Ferrari hat das beste Auto
Spannend: Obwohl Mercedes heute gewann, haben die Silberpfeile laut Lando Norris nicht das beste Chassis. "Meiner Meinung nach hat Ferrari, nach dem, was wir sehen, ganz klar das beste Auto. Ihre Kurvengeschwindigkeiten sind unglaublich", so Norris bei Sky.
"Für uns besteht derzeit keine Chance, das zu erreichen, und wir müssen sehr hart daran arbeiten, die Dinge zu verstehen und so viel wie möglich aus diesem Teil der Saison zu lernen. Denn dieser Teil der Saison legt im Grunde genommen den Grundstein für den Rest der Saison", betont er.
Aktuell fehlen McLaren laut Norris "mindestens fünf, sechs Zehntel pro Runde". Und dabei liegt man eben nicht nur hinter Mercedes, sondern auch hinter Ferrari.
Jetzt Fahrer bewerten
Auch in dieser Saison habt ihr bei uns wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer beim Auftakt in Melbourne? Jetzt abstimmen!
Und noch ein weiterer Hinweis in eigener Sache: Um 12:00 Uhr MEZ melden sich Kevin Scheuren und Stefan Ehlen live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer großen Videoanalyse zum Australien-GP.
Vasseur: Mercedes war einfach besser
"Ich weiß nicht, ob eine Diversifizierung unserer Strategie uns geholfen hätte, ein besseres Ergebnis zu erzielen. Ich habe keine Kristallkugel, aber ich glaube nicht", sagt Frederic Vasseur zur heutigen Ferrari-Taktik bei Sky.
Der Teamchef betont, dass man nicht damit gerechnet habe, dass Mercedes mit einem Stopp durchfahren könne. "Unser Ziel war es, einen einzigen Boxenstopp viel später im Rennen zu machen", so Vasseur.
"Aber dann hatten wir Pech mit dem zweiten virtuellen Safety-Car, als sie die Boxengasse geschlossen haben. Aber so ist es nun mal gelaufen. Ich denke, Mercedes war das ganze Wochenende über stärker als wir", betont er.
Heißt: Auch mit einer anderen Strategie wäre es wohl schwierig geworden.
Das hätte übel enden können
Wir sind beim Start nur knapp einem heftigen Unfall entkommen. Franco Colapinto wäre fast mit hoher Geschwindigkeit in Liam Lawson gekracht und konnte erst im letzten Moment noch ausweichen.
Experte Timo Glock lobt bei Sky "die wirklich gute Reaktion" von Colapinto und erklärt: "Die Autos vor Colapinto sind natürlich links, rechts vorbei. Der war komplett geblockt, was die Sicht angeht."
"Hut ab vor dem Manöver, wie er das gerettet hat", so Glock.
Russell: Vorsprung am Samstag nicht repräsentativ
Der Brite hatte im Qualifying fast 0,8 Sekunden Vorsprung auf den ersten Mercedes-Verfolger Charles Leclerc. "Ich denke, dass viele Teams in der Qualifikation unter ihren Möglichkeiten geblieben sind", stellt er dazu klar.
"Sie haben sich wahrscheinlich nicht gut genug an die Bedingungen angepasst, und wir haben es einfach geschafft. Heute war es eher so, wie wir es uns vorgestellt hatten", sagt er im Hinblick auf den eigenen Vorsprung.
"Wir hatten vielleicht einen Vorsprung von ein oder zwei Zehnteln - aber nicht die sieben Zehntel, die wir gestern gesehen haben", so Russell. Das Bild heute sei also deutlich repräsentativer gewesen.
Hamilton zufrieden: "Viele positive Aspekte"
Der Rekordweltmeister trauert dem verpassten VSC-Stopp nicht nach. "Nein", stellt er bei Sky klar und betont: "Ich bin generell sehr stolz auf das Team. Ich finde, wir haben großartige Arbeit geleistet, um das Auto dahin zu bringen, wo es jetzt ist."
"Natürlich sind wir nicht so schnell wie Mercedes. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir sind mitten im Kampf dabei", sagt er und erklärt, dass ihm das Rennen großen Spaß gemacht habe - also ganz anders als 2025 meistens.
"Ich hatte ein großartiges Tempo. Es gibt viele positive Aspekte, die ich aus dem heutigen Tag mitnehmen kann", so Hamilton, der zwar weiß, dass es "nicht leicht" werden wird, die Lücke zu Mercedes beim Motor zu schließen.
"Aber das Auto ist in den Kurven genauso schnell, also müssen wir einfach weiter Druck machen", betont er.
Norris: Hat keinen Spaß gemacht
Der Weltmeister kritisierte die neuen Regeln bereits gestern - und erklärt nun, dass es heute sogar "noch schlimmer" gewesen sei. "Es hat einfach nicht so viel Spaß gemacht wie letztes Jahr. Aber es ist, wie es ist", zuckt er die Schultern.
Das Rennen sei viel zu künstlich gewesen, sagt er und erklärt, dass das Rennen am Anfang nur "Chaos" gewesen sei. Er befürchtet daher, dass es im Verlauf der Saison einige Unfälle geben wird.
"Es ist sehr künstlich und abhängig davon, was die Antriebseinheit entscheidet und manchmal zufällig tut. Man wird einfach von fünf Autos überholt und kann manchmal einfach nichts dagegen tun", so Norris.
"Ich denke, wir haben heute das Beste daraus gemacht", sagt er nach P5. Sportlich sei McLaren aktuell "sehr weit" von der Spitze weg, betont er und erklärt: "Wir haben uns verbessert, wir haben dabei gelernt, und das war für uns heute sehr wichtig."
Zudem stellt er klar, dass der Rückstand von mehr als 50 Sekunden nicht repräsentativ sei. "Wenn ich ein sauberes Rennen wie George gehabt und nicht so viel gekämpft hätte, hätte es besser für uns ausgesehen", ist er sich sicher.
Russell: Start ging in die Hose
Beim Start schoss Leclerc von P4 auf P1 nach vorne. Das hatte laut Russell aber nicht nur etwas damit zu tun, dass der Ferrari bei Starts in diesem Jahr einen Vorteil haben könnte. Er selbst habe seinen eigenen auch einfach nicht hinbekommen.
"Ich kam in die Startaufstellung, sah, dass meine Batterie fast leer war, hatte einen schlechten Start und lieferte mir dann einige wirklich harte Kämpfe mit Charles", berichtet der Rennsieger.
Er habe Leclerc in der Anfangsphase nicht abschütteln können, weil es einen "Jo-Jo-Effekt" gegeben habe. Diesen habe man unter dem neuen Reglement auch erwartet, so Russell.
Das Feld entzerrte sich dann erst durch die Boxenstopps.
Hätte Ferrari das zweite VSC nutzen können?
Bei der zweiten VSC-Phase hatte Ferrari etwas Pech. Als diese begann, war man gerade am Boxeneingang vorbei. Und später wurde die Boxengasse komplett geschlossen.
Expertin Bernie Collins erklärt bei Sky allerdings, dass Ferrari zumindest Lewis Hamilton an die Box hätte holen können.
"Charles Leclerc befand sich gerade an der Safety-Car-Linie, als das VSC eingesetzt wurde, und Lewis etwas weiter hinten", schildert sie die Situation.
"Aber die gelbe Flagge war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 19 Sekunden geschwenkt worden, sodass Ferrari potenziell Zeit hatte, bei Lewis zu reagieren."
"Und das wird einige Fragen aufwerfen", so Collins.
Wolff: So klar war der Sieg nicht
Der Mercedes-Teamchef wundert sich bei Sky ebenfalls über die Ferrari-Strategie. Er sei "überrascht, dass sie es nicht zumindest mit einem gecovert haben, vor allem, wenn noch eine Runde Zeit gewesen wäre", so Wolff.
"Aber am Ende weiß man es immer besser. Zu dem Zeitpunkt war es nicht hundertprozentig klar", betont er auch. Denn hätte es später noch ein Safety-Car gegeben, hätte Ferraris Taktik durchaus aufgehen können.
Zudem stellt Wolff klar, dass Mercedes keinesfalls so überlegen sei, wie es teilweise dargestellt werde. "Überhaupt nicht", betont er und sagt über den Kampf gegen Ferrari: "Es war von der Pace ziemlich identisch."
Er sei daher "überrascht, wie eng das eigentlich ist."
Hat Ferrari die Chance auf den Sieg verspielt?
Hätte Ferrari das Rennen gewinnen können, wenn man ebenfalls unter dem virtuellen Safety-Car gestoppt hätte? "Ich glaube nicht, aber vielleicht irre ich mich", grübelt Charles Leclerc.
"Es sah so aus, als hätte Mercedes heute etwas mehr Tempo als wir gehabt, aber vielleicht nicht so viel wie gestern. Das ist gut, aber ich glaube nicht, dass wir hätten gewinnen können", so der Monegasse.
Trotzdem bleibt die Frage, warum Ferrari nicht zumindest ein Auto an die Box geholt hat. Denn zu verlieren hatte man eigentlich nichts.
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Nach dem Saisonauftakt geht es für die Königsklasse direkt weiter nach China. Schon am kommenden Wochenende steht in Shanghai das zweite Rennen des Jahres an, und mit Sky seid ihr auch dort hautnah dabei!
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Foto: Sky
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt der Saisonauftakt in Melbourne und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum ersten Grand Prix des Jahres.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 an diesem Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.
Wie kam es zum Crash?
Experte Anthony Davidson vermutet bei Sky: "Die Kombination aus normaler Leistung, kalten Reifen und dem Verlassen der Box hat ihn meiner Meinung nach überrascht."
"Er befand sich in einer Situation, in der er sich auf die Batterie konzentrierte und nicht die übliche Leistung auf der Geraden hatte, und dann kam es zu diesem Zwischenfall."
"Er war beim Gasgeben zu zögerlich, und der letzte holprige Gangwechsel hat das Auto ins Schleudern gebracht. Eine Kombination aus mechanischem Fehler und Fahrfehler."
McLaren bestätigt Piastri-Aus
Es war eigentlich sowieso klar, aber McLaren hat jetzt auch ganz offiziell bestätigt, dass Piastri nicht am Rennen teilnehmen kann. In einem Statement heißt es: "Oscars Auto wird von der Strecke geborgen. Leider wird er nicht beim GP von Australien starten können."
Den Crash von Piastri ...
... gibt es hier noch einmal im Video:
Alle anderen im Grid
Abgesehen von Piastri haben es alle 21 Fahrer in die Startaufstellung geschafft - also auch die beiden Aston-Martin-Piloten. Das war nach dem bisherigen Verlauf des Wochenendes ja eigentlich das größte Fragezeichen.
In weniger als einer halben Stunde beginnt dann auch das erste Rennen des Jahres. Die erste große Story haben wir dank Piastri aber schon vorher.
Startplatz bleibt leer
Weil bereits die finale Startaufstellung von der FIA veröffentlicht wurde, werden die anderen Piloten hinter Piastri nicht aufrücken. Der fünfte Startplatz bleibt also leer - und wir sehen doch keinen Start mit 22 Autos.
Dass es ausgerechnet einen McLaren erwischen würde, das hatten wir aber nicht auf dem Schirm ...
Piastri gecrasht!
Das gibt es doch nicht! Oscar Piastri ist auf dem Weg in die Startaufstellung in Kurve 4 gecrasht. Der Lokalmatador ist bereits vor dem Start raus. Das geht ja gut los ...
Von: Ruben Zimmermann