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Formel-1-Liveticker: Mick Schumacher klagt vor Frankreich über Unwohls

Formel-1-Liveticker: Neuer Streit um das Motorenreglement 2026

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Feierabend

Bevor wir hier in der Hitze schmelzen, legen wir erst einmal eine Pause für heute ein. Morgen sind wir aber wie gewohnt bis in den Abend hinein am Start, um euch alle wichtigen Informationen vom Medientag aus Le Castellet direkt zu liefern. Dann melde ich mich wieder hier an dieser Stelle und führe euch durch den Tag mit den Pressekonferenzen der Fahrer und allem drum und dran. Bis dann!

Frankreich: 200.000 Zuschauer

Le Castellet erwartet an diesem Wochenende 200.000 Fans zum Formel-1-Event in Frankreich. Am Samstag und am Sonntag werden jeweils 70.000 Fans auf den Tribünen erwartet, am Freitag 45.000. Am Donnerstag rechnen die Veranstalter mit 15.000 Fans vor Ort.

Fotostrecke: Vettel im Mansell-Williams

Hier noch einmal die Fotos zur angesprochenen Demofahrt von Sebastian Vettel im Williams FW14B von Nigel Mansell.

Fotostrecke: Sebastian Vettel im Mansell-Williams von 1992 Sebastian Vettel

Foto: Sebastian Vettel

Nigel Mansell und Sebastian Vettel vor Vettels drei Millionen Euro teurem Williams-Renault FW14B.

Vettel fährt Aston Martin von 1922

Sebastian Vettel wird in Frankreich wieder einmal in den Genuss kommen, einen alten Rennwagen zu fahren. Und wenn wir diesmal alt sagen, meinen wir alt! Der Williams FW14B, den er in Silverstone pilotiert hat, ist mit einem Alter von 30 Jahren dagegen ein taufrisches Auto.

In Le Castellet darf Vettel einen Aston Martin von 1922 fahren - also ein Fahrzeug mit dem stolzen Alter von 100 Jahren. "Mir liegt die Geschichte dieses Sports sehr am Herzen, daher wird es etwas ganz Besonderes sein, an diesem Wochenende einen der Original-Grand-Prix-Wagen von Aston Martin aus dem Jahr 1922 zu fahren", sagt Vettel.

"Schumi"-Ehrung: Laudatio von Jean Todt

Die Laudatio zu Ehren von Michael Schumacher hielt in der Motorworld in Köln übrigens Ex-Ferrari-Teamchef und Ex-FIA-Präsident Jean Todt, ein enger Vertrauter des Deutschen.

"Mit sieben WM-Titeln ist Michael, gemeinsam mit Lewis Hamilton, der erfolgreichste Rennfahrer in der langen und ruhmreichen Geschichte der Formel 1. Er ist eine Ikone seines Sports, und gerade an einem solchen Tag wie heute tut es gut, daran erinnert zu werden. Auf der Rennstrecke hat er seine Leidenschaft ausgelebt und dabei Millionen Menschen auf der ganzen Welt Freude bereitet."

Alfa Romeo will wieder in die Punkte

Alfa Romeo steckt in einer kleinen Ergebniskrise. Nach dem starken Saisonstart konnte man nur in einem der vergangenen vier Rennen punkten. Das soll sich in Frankreich am Wochenende wieder ändern. "Wir kommen mit der Motivation nach Frankreich, nach zwei schwierigen Rennen in Silverstone und Spielberg wieder dorthin zu kommen, wo wir hingehören", sagt Teamchef Frederic Vasseur.

"Wir haben in diesen Rennen keine Punkte geholt, aber das Team hat hart daran gearbeitet, die Ursachen für unsere Leistung zu verstehen, und wir sind zuversichtlich, dass wir wieder auf das Niveau zurückkehren können, das wir in dieser Saison bisher hatten", so der Franzose.

"Das Mittelfeld wird von Rennen zu Rennen enger und enger, und das führt zu einigen sehr unterhaltsamen Kämpfen, aber unser Ziel ist es, in diesem Kampf ganz oben zu stehen."

Lewis Hamilton: Verlierer der ersten Saisonhälfte?

Für unseren Chefredakteur Christian Nimmervoll ist Lewis Hamilton der Verlierer der Saison, wie er in der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Starting Grid", eine Koproduktion mit unserem Partner meinsportpodcast.de, festgehalten hat.

Platz 6 in der Fahrerwertung bedeutet eine ungeahnte Irrelevanz des Briten. "Da kann man schon von einem Absturz sprechen", so Nimmervoll. "Teamkollege (George Russell; Anm. d. Redaktion) zumindest aktuell vor ihm. Für mich der klare Verlierer der Saison bisher."

Eine Halbzeit-Bilanz und eine Vorschau auf den Frankreich-Grand-Prix gibt es jetzt in der neuesten Ausgabe von Starting Grid.

Den Podcast gibt's im Audioplayer auf Motorsport-Total.com und Formel1.de, bei unserem Kooperationspartner meinsportpodcast.de oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie zum Beispiel Apple Podcasts.

Mercedes will auf das Podium

Mercedes will in Frankreich auf der guten Pace von Spielberg aufbauen und das nächste Erfoglserlebnis holen. Doch Toto Wolff weiß, dass es noch viel zu tun gibt: "In Österreich waren wir zwar schneller, aber immer noch nicht schnell genug, um an der Spitze mitzukämpfen", sagt er. "Wir müssen die Jagd nach den letzten Zehnteln weiter vorantreiben und die Autos weiterentwickeln, auch an diesem Wochenende in Frankreich."

"Paul Ricard ist eine ganz andere Strecke und Herausforderung. Sie hat einen glatten Asphalt und eine breite Palette von Kurven-Typen sowie lange Geraden. Das Ziel ist es, den Rückstand auf die Spitze weiter zu verringern und hoffentlich wieder auf das Podium zu fahren."

FT1: De Vries ersetzt Lewis Hamilton

Lewis Hamilton wird beim 1. Freien Training am Freitag aussetzen. Statt ihm, fährt der amtierende Formel-E-Weltmeister Nyck de Vries. Das Reglement 2022 schreibt vor, dass jeder Fahrer einmal in der Saison einem Rookie ein Training überlassen muss.

Mercedes nutzt in Le Castellet die erste seiner zwei Gelegenheiten, denn irgendwann wird auch George Russell noch aussetzen müssen. De Vries hatte in dieser Saison aber schon einen Freitagseinsatz: in Spanien für Williams, wo er für Alexander Albon einsprang.

Eine Übersicht über alle Freitagsfahrer 2022 gibt es hier.

Nyck de Vries  ~Nyck de Vries ~

Foto: Motorsport Images

Gasly: Eigene Tribüne für Fans

Pierre Gasly wird bei seinem Heimspiel auch eine eigene tribüne haben - wie übrigens auch Esteban Ocon. Diese wird an der Schikane auf der Mistral-Geraden liegen.

"Es ist schön, etwas Persönlicheres zu tun und mit den Fans etwas mehr in Kontakt zu treten als sonst", sagt er. "Es wird eine gute Atmosphäre herrschen, und ich hoffe, dass wir vor den französischen Zuschauern ein gutes Ergebnis einfahren können."

"Wir sind uns nicht sicher, ob das Rennen im nächsten Jahr im Kalender bleibt oder nicht, also möchte ich den Moment genießen und ihn mit all meinen Fans, Unterstützern und französischen F1-Enthusiasten teilen."

Großes Update für AlphaTauri

Die vergangenen Rennen waren für AlphaTauri enttäuschend, doch in Frankreich wird der Rennstall ein umfangreiches Update bringen: "Das neue Upgrade zielt darauf ab, mehr Last auf das Auto zu bringen, da wir in den mittelschnellen bis schnellen Kurven ziemlich schwach waren", sagt Yuki Tsunoda. "Hoffentlich bringt uns das mehr Konstanz und ermöglicht es uns, wieder an der Spitze des Mittelfeldes zu kämpfen."

Laut Pierre Gasly betrifft das Upgrade vor allem die Aerodynamik und sollte "einen echten Leistungssprung bringen. Deshalb bin ich sehr gespannt darauf, sie in Paul Ricard auszuprobieren, in der Hoffnung, dass sie uns wieder in den Kampf um Punkte führen können."

Wie die FIA dem "Porpoising" beikommen will

Die FIA hat mehrere Maßnahmen angekündigt, um das "Porpoising" in den Griff zu bekommen. Das hat Auswirkungen auf die Entwicklung der neuen Autos für 2023. Alles dazu hat unser Technikexperte Matthew Somerfield zusammengetragen. Das könnt ihr hier lesen.

Die große Halbzeit-Bilanz 2022

Elf von 22 Rennen sind gefahren. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll werfen Team by Team einen Blick auf die Chancen für die zweite Saisonhälfte.

Max Verstappen, davon ist unser Chefredakteur überzeugt, wird gemeinsam mit Red Bull in Richtung zweiter WM-Titel rollen. Aber wie geht's mit Sebastian Vettel (Aston Martin) und Mick Schumacher (Haas) weiter? Und welche Fahrerwechsel könnten bevorstehen?

Das und weitere Themen bespricht unser bekanntes Livestream-Duo in diesem Halbzeitfazit der Formel-1-Saison 2022.

Elf von 22 Rennen sind gefahren. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll werfen Team by Team einen Blick auf die Chancen für die zweite Saisonhälfte.

Pourchaire: Lieber Formel 2 als F1-Training

Auch zu klären gibt es bei Alfa Romeo den Einsatzort von Theo Pourchaire, der ein Freies Training absolvieren soll, weil das Team zu einem Rookieeinsatz verpflichtet ist. Doch Alfa Romeo weiß noch nicht wann, da meistens die Formel 2, ein Sprintwochenende, ein Pirelli-Test oder ein Stadtkurs einen sinnvollen Einsatz verhindert.

"Ich kann verstehen, dass es schwierig ist", sagt der Franzose. "Es gibt nur zwei oder drei Strecken, auf denen es maximal möglich ist, aber ich weiß, dass es einen Pirelli-Test gibt, und es gibt auch Wetterprobleme."

Bei einem Formel-2-Event würde er nur fahren wollen, wenn er schon vorzeitig Meister ist. Das ist aber unwahrscheinlich. "Ich würde mich lieber auf die F2 konzentrieren und am Wochenende nur F2 oder F1 fahren", sagt er.

2023 weiter Alfa Romeo?

Audi würde bei einem Einstieg dem Vernehmen nach mit Sauber zusammenarbeiten. Dort ist aktuell aber Alfa Romeo Titelsponsor und Namensgeber. Aber wie lange noch? Denn selbst für das kommende Jahr ist noch nicht klar, wie das Team heißen wird.

Denn Alfa Romeo entscheidet über seine Partnerschaft auf jährlicher Basis und will keine langfristige Bindung. "Ich werde in den kommenden Wochen mit meinen Kollegen über 2023 entscheiden", sagt Geschäftsführer Jean-Philippe Imparato. "Wir planen heute nicht fünf Jahre voraus."

Zwar gibt es durchaus eine langfristige Vereinbarung, die aber in jedem Jahr neu bewertet wird. "In jedem Jahr schauen wir und entscheiden dann für das nächste Jahr", so Imparato.

Übrigens: Alle Verhandlungen bezüglich Motor, Fahrer und anderen Dingen überlässt man bei Alfa Romeo komplett Teamchef Frederic Vasseur, im besten Interesse von Sauber. "Und das beste Interesse von Alfa Romeo ist jedes Jahr der Return on Investment."

Valtteri Bottas  ~Valtteri Bottas (Alfa Romeo) ~

Foto: Motorsport Images

Motorenreglement 2026: Streitfrage Prüfstand

Wann kommt endlich das neue Motorenreglement für 2026? Das fragen sich nicht nur wir, sondern vor allem Porsche und Audi, die gerne in die Formel 1 einsteigen würden, dafür aber ein feststehendes Reglement brauchen. Denn nur auf Basis von Versprechen können sie keine Verträge abschließen.

Die großen Teams scheinen den Neueinsteigern aber immer noch Steine in den Weg legen zu wollen, obwohl sie ohnehin schon einen großen Erfahrungsvorsprung besitzen. So wollen die Hersteller nun die Prüfstandstunden noch einmal reduzieren, wie 'auto motor und sport' berichtet.

Das hilft den Neueinsteigern nicht, weil diese wichtiger sind als Windkanalstunden für einen Aerodynamiker. Auch Ross Brawn wundert sich über die Forderung: "Wenn es einen Kostendeckel gibt, muss man sich um die Anzahl der Prüfstandsstunden keine große Gedanken machen. Wer da mehr Geld investiert, muss anderswo sparen."

Ob man sich noch zeitnah einigen kann?

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