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Die Freitagsfahrer der Formel 1 2022 in der Übersicht

Jeder Formel-1-Fahrer muss in der Saison 2022 einem Nachwuchspiloten für ein Training sein Cockpit überlassen - Die Übersicht: Wer hat schon ausgesetzt und wer muss noch?

Pietro Fittipaldi, Haas VF-22, leaves the garage

Freitagsfahrer sind in der Formel 1 nichts Neues, doch ab der Saison 2022 gibt es eine neue Regel, die Nachwuchsfahrern einen besseren Zugang zur Königsklasse verschaffen soll. Jedes Team ist ab sofort verpflichtet, zweimal in der Saison einen Nachwuchsfahrer im Freien Training fahren zu lassen.

Das geht aus Artikel 32.4 c) des Sportlichen Reglements der Formel 1 hervor. In dem heißt es wortwörtlich: "On one (1) occasion in each car entered for the Championship during each Championship, each Competitor must use a driver who has not participated in more than two (2) Championship races in their career."

Das bedeutet, dass jeder Stammfahrer einmal einen anderen Piloten ans Steuer lassen muss, der bislang nicht mehr als zwei Grands Prix in seiner Karriere absolviert hat. Das heißt, dass Mercedes etwa nicht zweimal George Russell aussetzen lassen kann: Auch Lewis Hamilton muss sein Auto einmal in der Saison abtreten.

Weitere Einsätze über das Kontingent hinaus sind nicht verboten.

Fahrer wie Robert Kubica, der bei Alfa Romeo regelmäßig an Freitagen zum Einsatz kommt, gehören nicht mit zum Kontingent. Zwar kann Alfa Romeo dem Polen weiterhin Einsätze verschaffen, allerdings zählt das nicht zum vorgeschriebenen Einsatz von Rookies, da er schon weit mehr als zwei Grands Prix in seiner Karriere absolviert hat.

In unserer Übersicht kannst du sehen, welcher Formel-1-Stammfahrer 2022 schon für welchen Fahrer Platz machen musste und wem noch einmal Aussetzen in der Saison bevorsteht.

Die Übersicht der Freitagsfahrer

Team Fahrer Freitagsfahrer Grand Prix
Austria Red Bull Netherlands Max Verstappen New Zealand Liam Lawson United Arab Emirates Abu Dhabi
Mexico Sergio Perez Estonia Jüri Vips Spain Spanien
Germany Mercedes United Kingdom Lewis Hamilton Netherlands Nyck de Vries France Frankreich
United Kingdom George Russell Netherlands Nyck de Vries Mexico Mexiko
Italy Ferrari Monaco Charles Leclerc Israel Robert Schwarzman United States USA
Spain Carlos Sainz Israel Robert Schwarzman United Arab Emirates Abu Dhabi
United Kingdom McLaren Australia Daniel Ricciardo Spain Alex Palou United States USA
United Kingdom Lando Norris Mexico Patricio O'Ward United Arab Emirates Abu Dhabi
France Alpine Spain Fernando Alonso Australia Jack Doohan

United Arab Emirates Abu Dhabi

France Esteban Ocon Australia Jack Doohan

Mexico Mexiko

Italy AlphaTauri France Pierre Gasly New Zealand Liam Lawson Belgium Belgien
Japan Yuki Tsunoda New Zealand Liam Lawson Mexico Mexiko
United Kingdom Aston Martin Germany Sebastian Vettel Netherlands Nyck de Vries Italy Italien
Canada Lance Stroll Brazil Felipe Drugovich United Arab Emirates Abu Dhabi
United Kingdom Williams Canada Nicholas Latifi United States Logan Sargeant United States USA
United States Logan Sargeant

United Arab Emirates Abu Dhabi

Thailand Alexander Albon Netherlands Nyck de Vries Spain Spanien
United States Logan Sargeant Mexico Mexiko
United States Logan Sargeant *

Brazil Brasilien *

Switzerland Alfa Romeo China Guanyu Zhou
Poland Robert Kubica
Spain Spanien
Poland Robert Kubica United Arab Emirates Abu Dhabi
Finland Valtteri Bottas Poland Robert Kubica France Frankreich
Poland Robert Kubica Hungary Ungarn
France Theo Pourchaire United States USA
United States Haas Denmark Kevin Magnussen Italy Antonio Giovinazzi United States USA
Brazil Pietro Fittipaldi

Mexico Mexiko

Germany Mick Schumacher Italy Antonio Giovinazzi Italy Italien
Brazil Pietro Fittipaldi

United Arab Emirates Abu Dhabi

Kursiv: Fahrer zählt nicht für die Freitagsfahrer-Regel

* Logan Sargeant fuhr in Brasilien das FT2 am Samstag. Das zählt nicht für die Regel.

Die Übersicht der Freitagsfahrer nach Grand Prix

Grand Prix Freitagsfahrer Team Ergebnis
Bahrain Bahrain - - -
Saudi Arabia Saudi-Arabien - - -
Australia Australien - - -
Italy Emilia-Romagna - - -
United States Miami - - -
Spain Spanien

Poland Robert Kubica

Switzerland Alfa Romeo

13. (+2,147)

Netherlands Nyck de Vries

United Kingdom Williams

18. (+3,092)

Estonia Jüri Vips

Austria Red Bull

20. (+4,310)
Monaco Monaco - - -
Azerbaijan Aserbaidschan - - -
Canada Kanada - - -
United Kingdom Großbritannien - - -
Austria Österreich - - -
France Frankreich Netherlands Nyck de Vries Germany Mercedes 9. (+1,496)

Poland Robert Kubica

Switzerland Alfa Romeo

19. (+2,402)
Hungary Ungarn Poland Robert Kubica Switzerland Alfa Romeo 19. (+2,429)
Belgium Belgien New Zealand Liam Lawson Italy AlphaTauri 19. (+5,527)
Netherlands Niederlande - - -
Italy Italien Italy Antonio Giovinazzi United States Haas 18. (+1,907)
Netherlands Nyck de Vries United Kingdom Aston Martin 19. (+2,321)
Singapore Singapur - - -
Japan Japan - - -
United States USA Israel Robert Schwarzman Italy Ferrari 16. (+2,094)
Spain Alex Palou United Kingdom McLaren 17. (+3,054)
France Theo Pourchaire Switzerland Alfa Romeo 18. (+3,318)
United States Logan Sargeant United Kingdom Williams 19. (+3,468)
Italy Antonio Giovinazzi United States Haas 20. (+6,206)
Mexico Mexiko New Zealand Liam Lawson Italy AlphaTauri 16. (+3,154)
United States Logan Sargeant United Kingdom Williams 17. (+3,539)
Netherlands Nyck de Vries Germany Mercedes 18. (+3,875)
Australia Jack Doohan France Alpine 19. (+3,908)
Brazil Pietro Fittipaldi United States Haas 20. (+6,059)
Brazil Brasilien United States Logan Sargeant United Kingdom Williams 20. (+1,876/FT2)
United Arab Emirates Abu Dhabi New Zealand Liam Lawson Austria Red Bull 5. (+0,568)
Israel Robert Schwarzman Italy Ferrari 7. (+0,796)
Poland Robert Kubica Switzerland Alfa Romeo 14. (+1,431)
United States Logan Sargeant United Kingdom Williams 15. (+1,465)
Brazil Pietro Fittipaldi United States Haas 17. (+1,571)
Mexico Patricio O'Ward United Kingdom McLaren 18. (+1,717)
Australia Jack Doohan France Alpine 19. (+1,851)
Brazil Felipe Drugovich United Kingdom Aston Martin 20. (+2,039)

Freitagsfahrer gibt es in der Formel 1 seit 2003 und wurden zunächst für kleinere Teams als Ausgleich für teurere Testtage gesehen. Ab 2004 durfte jedes Team, das in der Vorsaison nicht unter den Top 4 der Konstrukteursmeisterschaft gelandet war, einen zusätzlichen dritten Fahrer im Freitagstraining einsetzen.

Ab 2007 wurde diese Regel gestrichen. Jedes Team durfte dann nur noch mit zwei Fahrern antreten - unabhängig davon, ob es sich um einen Stamm- oder Freitagsfahrer handelt.

Das hat sich bis 2021 nicht geändert. Viele Teams haben es als Chance genutzt, jungen Fahrern schon vorzeitig Kilometer in einem Formel-1-Boliden zu verschaffen, da Testfahrten im Laufe der Zeit immer eingeschränkt waren.

Andere Teams haben es hingegen als gute Möglichkeit gesehen, etwas Extrageld zu verdienen.

Eine Fotostrecke mit 10 vergessenen Freitagsfahrern findest du auf Motorsport-Total.com.

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