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Alain Prost: Fernando Alonso ist ein 'Perfektionist'

Für Alain Prost sind Fernando Alonsos Fußspuren bei Alpine bereits nach wenigen Monaten klar erkennbar - "Perfektionist" bringt Team voran

Alain Prost: Fernando Alonso ist ein 'Perfektionist'

Bereits nach wenigen Monaten in Diensten des Alpine-Teams hat Fernando Alonso deutlichen Einfluss auf die Arbeitsweisen des Rennstalls. Das sagt zumindest der viermalige Weltmeister Alain Prost, der beim französischen Team die Rolle eines Beraters innehat.

"Ein Fahrer mit solch einer Persönlichkeit bringt automatisch etwas mit. Fernando ist sehr anspruchsvoll und ein Perfektionist", sagt Prost im Interview mit der französischen Zeitung 'Le Figaro'.

Mit dem Spanier will Alpine in diesem Jahr die Grundlagen schaffen, um ab 2022 und in den Jahren darauf wieder um den WM-Titel kämpfen zu können. "Er fordert wirklich viel. Es ist unsere Aufgabe, das auf die Strecke zu kriegen. Aber er weiß auch, dass er in diesem Jahr unter normalen Umständen keine Rennen gewinnen wird", so Prost über Alonso.

Alonso mit gelungenem Auftakt in Bahrain

Beim Saisonauftakt in Bahrain zeigte Alonso nach zwei Jahren Formel-1-Pause eine gute Leistung. Er schaffte den Einzug ins Q3 und fuhr auch im Rennen im Bereich der Punkte, ehe ihn ein Bremsdefekt zur Aufgabe zwang.

Motivationsprobleme bei Alonso, wenn nicht mehr als der Kampf um die letzten Punkte möglich ist, erwartet Prost nicht. "Sicher ist, dass er selbst für den zehnten Platz mit Leib und Seele kämpfen wird", stellt der 66-Jährige klar.

Ein schwieriges Jahr könnte es unterdessen für Alonsos Teamkollegen Esteban Ocon werden. In Bahrain sah er bereits kein Land gegen Alonso. Sollte er dauerhaft ins Hintertreffen geraten gegenüber einem fast 40-Jährigen, der zwei Jahre nicht in der Formel 1 unterwegs war und das Team erst kennenlernen muss, könnte dies seine Karriere in der Königsklasse gefährden.

Prost setzt Ocon unter Druck

Zumal in der Formel 2 in Guanyu Zhou, Christian Lundgaard und Oscar Piastri gleich drei Alpine-Junioren zum Spitzenfeld gehören. "Wir erwarten viel von Esteban. Er kennt jetzt das Team. Wir haben einige Sachen für ihn verändert, also vor allem sein Ingenieur. Alles wurde getan, um es ihm so angenehm wie möglich zu machen", baut Prost leichten Druck auf.

Zwischen zwei Teamkollegen seien "psychologische Spiele" normal. "Es gibt immer einen Fahrer, der die Oberhand hat. Wenn es einmal der ist und einmal der andere, dann ist es gut balanciert. Wenn es aber eine Tendenz gibt, so wie vergangenes Jahr zwischen Esteban und Daniel [Ricciardo], dann ist es komplizierter", weiß Prost.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Fahrer Fernando Alonso
Teams Alpine
Urheber Chris Lugert