Aston Martin setzt beim Young-Driver-Test auf Simulatorpilot Yelloly

Beim Young-Driver-Test der Formel 1 in Abu Dhabi wird für Aston Martin kein Nachwuchsfahrer, sondern Simulatorpilot Nick Yelloly zum Einsatz kommen

Aston Martin setzt beim Young-Driver-Test auf Simulatorpilot Yelloly

Aston Martin setzt bei Young-Driver-Test der Formel 1 in Abu Dhabi (14. und 15. Dezember) keinen Nachwuchsfahrer, sondern den 30-jährigen Briten Nick Yelloly ein, der seit vielen Jahren für den Rennstall aus Silverstone als Simulatorfahrer tätig ist. Das gab Teamchef Otmar Zafnauer am Rande des Grand Prix von Brasilien im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com' bekannt.

"Nick ist ein wirklich guter Kerl und er ist schon eine ganze Weile bei uns", sagt Szafnauer. "Es gab andere Möglichkeiten, aber wir mussten abwägen, ob wir diese anderen Möglichkeiten nutzen wollen oder nicht. Die normalen Rennfahrer darf man sowieso nicht einsetzen. Das ist also ein perfekter Kompromiss."

Aston Martin verfügt über kein eigenes Nachwuchsprogramm, aus dessen Fahrerkader jemand für den Test in Frage gekommen wäre. Über Motorenpartner Mercedes hätte das Team eventuell Zugriff auf Formel-E-Weltmeister Nyck de Vries gehabt, doch der Niederländer wird wahrscheinlich für das Werksteam selbst im Einsatz sein.

So entschied sich Aston Martin Yelloly, der seit 2016 GT-Rennen fährt in im deutschsprachigen Raum durch seine Starts mit BMW in der Nürburgring-Langstrecken-Serie und dem ADAC GT Masters bekannt ist, die Gelegenheit zu seinem dritten Formel-1-Test zu geben.

Die ersten beiden Tests hatte Yelloly für Vorgängerteams von Aston Martin gefahren. 2015 war er für Force India einen Tag lang in Barcelona im Einsatz, 2019 folgten an gleicher Stelle zwei Testtage für Racing Point.

Der Test in Abu Dhabi ist dabei mehr als nur eine Belohnung für die Arbeit im Simulator. Vielmehr soll er auch die Korrelation der Eindrücke aus dem Simulator mit denen im echten Formel-1-Auto verbessern.

"Um wirklich gute Arbeit leisten zu machen, muss man in der Lage sein, das, was man im Simulator fühlt, mit einem echten Auto in Verbindung zu bringen. Und hin und wieder muss man auch ein echtes Auto fahren", erklärt Szafnauer.

"Das ist also eine Gelegenheit, die wir haben, um ihn bei unserer Entwicklung zu unterstützen, und so haben wir uns entschieden. Es ist eine gute Nutzung unseres Testtages, und die Entwicklung des Simulators hilft letztendlich der Entwicklung des Autos", ist der Teamchef überzeugt.

Bei Test wird Yelloly das 2021er-Auto in der aktuellen Konfiguration fahren. Zeitgleich finden in Abu Dhabi auch Reifentests mit den 18-Zoll-Rädern für 2022 statt, bei dem die Stammfahrer der Test in umgerüsteten Testautos zum Einsatz kommen werden.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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