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Formel 1 Singapur

Bottas klagt über Cadillac: Problem mit den Bremsen "schon ab Runde zwei"

Valtteri Bottas wird in Singapur fast von Teamkollege Sergio Perez überrundet: Der Cadillac-Pilot hatte zwar Bremsprobleme, allerdings war das nicht der einzige Grund

Sönke Brederlow Benjamin Vinel

Veröffentlicht: 13.10.2026, 14:44

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Bottas klagt über Cadillac: Problem mit den Bremsen "schon ab Runde zwei"

Valtteri Bottas war in Singapur komplett chancenlos ...

Foto: LAT Images

Cadillac-Pilot Valtteri Bottas musste sich seinem Teamkollegen Sergio Perez beim Großen Preis von Singapur deutlich geschlagen geben: Der Mexikaner kam satte 96 Sekunden vor dem Finnen über den Zielstrich und hätte seinen Stallgefährten in der Schlussphase des Rennens damit sogar beinahe noch überrundet.

Das Problem: Bottas hatte bereits zu Beginn des Rennens erneut mit Bremsproblemen an seinem MAC-26 zu kämpfen. "Schon in Runde zwei musste ich verstärkt 'Lift-and-Coast' anwenden", klagt der Finne, der mit dem Fahrrad von Sepang nach Singapur geradelt war.

"Irgendwann stabilisierte sich die Lage und ich brauchte eine Zeit lang nicht mehr vom Gas zu gehen, doch dann kehrte das Problem zurück." Es ist nicht das erste Mal, dass Cadillac mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Zuletzt hatte das Team allerdings entsprechende Maßnahmen ergriffen.

"Wir haben das Rennen mit beiden Autos beendet", sagt Bottas. "Es war zwar Management erforderlich, aber ich gehe davon aus, dass die meisten Teams hier irgendeine Form von Management betreiben müssen. Ich denke, das Problem ist so gut wie gelöst."

"Für den Rest des Jahres sollten wir gut aufgestellt sein, und das Design für das nächste Jahr wird sich ohnehin deutlich unterscheiden." Weshalb er dennoch so viel langsamer war als Teamkollege Perez, konnte sich der Cadillac-Pilot allerdings nicht erklären.

Bottas ratlos: "Ich hatte überhaupt keinen Speed"

"Im ersten Stint hatte ich überhaupt keinen Speed ​​- es ging um eine Sekunde pro Runde", meint Bottas. "Das zog sich eigentlich durch das gesamte Rennen. Ich habe vom Team alle möglichen Rückmeldungen erhalten, etwa wo ich versuchen könnte, Rundenzeit gutzumachen."

Valtteri Bottas (Cadillac) beim Formel-1-Rennen in Österreich 2026

Bottas ist aktuell deutlich langsamer als Teamkollege Perez

Foto: circuitpics.de

"Ich habe alles versucht, was in meiner Macht stand. Wenn mir am Kurveneingang oder in der Kurvenmitte Speed ​​fehlte, konnte ich das zwar ausgleichen, verlor dann aber am Kurvenausgang oder in einer anderen Phase der Kurve wieder Zeit. Es war also eine etwas seltsame Situation."

"Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass sich das Fahrverhalten heute wirklich schlecht anfühlte - als hätte sich irgendetwas grundlegend verändert", grübelte der Cadillac-Pilot über sein Auto. "Wir werden uns das also mal ansehen."

Auch mit Blick auf den Großen Preis der USA in Austin sind Bottas' Erwartungen gedämpft. "Wir wissen, dass es wieder ein schwieriges Rennen wird, aber hoffentlich besser als hier", sagt er. "Es fühlt sich irgendwie so an, als hätten wir hier unter unseren Möglichkeiten abgeschnitten; im Rennen lagen wir weit hinter dem Tempo der Spitze zurück."

Sergio Perez überzeugt: "Unser Tempo war sehr stark"

Sergio Perez widerspricht dieser Einschätzung, obwohl auch er in Singapur mit 48 Sekunden Rückstand auf den Aston Martin von Fernando Alonso ins Ziel gekommen war. "Unser Tempo war sehr stark", findet der Mexikaner. "Wir haben eine sehr solide Leistung gezeigt."

"Was die operativen Abläufe angeht - und das ist im Moment das Entscheidende -, hat das Team wirklich gute Arbeit geleistet. Damit können wir zufrieden sein." Um tatsächlich im Mittelfeld der Formel 1 mitmischen zu können, fehlt Cadillac aber die nötige Leistung.

"Uns fehlt einfach noch eine Sekunde oder anderthalb, um vorne mitmischen zu können", glaubt Perez. "Wir hatten während des gesamten ersten Stints die Aston Martins hinter uns. Uns fehlt im Auto einfach diese eine Sekunde; wenn wir die hätten, könnten wir uns mit den anderen messen."

Cadillac wartet weiterhin auf die ersten WM-Punkte der Teamgeschichte. Dabei hätte der Große Preis von Singapur eigentlich eine der besten Gelegenheiten geboten, die Durststrecke zu beenden. Sechs Rennen bleiben dem Team noch, um womöglich doch eine Top-10-Platzierung zu erzielen und die Debütsaison nicht ohne Punkte abzuschließen.

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