Carlos Sainz: Formel-1-Qualifying bleibt ein Sorgenkind
Carlos Sainz ist mit den Regeländerungen in Miami zumindest teilweise zufrieden - Beim Qualifying sieht der Williams-Pilot aber noch immer großen Handlungsbedarf
Carlos Sainz seiht beim Formel-1-Reglement noch immer Luft nach oben
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Carlos Sainz will sich mit Kritik am Formel-1-Reglement in Zukunft zurückhalten. Der Spanier gehörte zu Beginn des Jahres zu den größten Kritikern der neuen Regeln, hat zuletzt allerdings angekündigt, ab sofort nur noch "produktive" Vorschläge äußern zu wollen.
"Ich werde es nicht mehr kritisieren", sagt Sainz über das 2026er-Reglement, stellt allerdings auch klar, dass es noch immer "ein langer Weg" sei, bevor man wieder ein Qualifying wie früher in der Formel 1 erleben werde.
Vor dem vergangenen Rennen in Miami hatte die FIA mehrere Regeländerungen angekündigt, damit die Fahrer in der Qualifikation wieder näher ans Limit gehen können, ohne dabei zu sehr auf ihre Batterie achten zu müssen.
Auch für das Rennen gab es einige Anpassungen, die laut Sainz dazu geführt haben, dass das Racing in Miami tatsächlich "etwas besser" war. Beim Qualifying sei er jedoch weiterhin der Meinung, "dass das für die Formel 1 nicht gut genug ist".
Den schwarzen Peter schiebt Sainz dabei explizit nicht der FIA zu. "Man kann ihnen nichts vorwerfen. Ich finde, sie haben hervorragende Arbeit geleistet", betont der Williams-Pilot, der vielmehr die Motorenhersteller in der Verantwortung sieht.
"Jetzt scheinen alle am gleichen Strang zu ziehen. Ich glaube, wir müssen nur noch ein paar [Motoren-]Hersteller davon überzeugen, dass dies noch nicht der Standard ist, den jeder im Qualifying haben sollte", erklärt Sainz.
Kurz nach diesen Aussagen des Spaniers kündigte die FIA an, die Regeln für die kommende Formel-1-Saison 2027 noch einmal zu überarbeiten. Unter anderem soll dann die Leistung des Verbrennungsmotors um 50 Kilowatt steigen.
Weil gleichzeitig die Leistungsabgabe des ERS-Systems um ebenfalls 50 Kilowatt reduziert wird, bekommt der Verbrennungsmotor wieder eine größere Bedeutung. Genau das hatten sich Sainz und weitere Piloten für die Zukunft gewünscht.
Grundsätzlich bleibt die Formel 1 aber auch im kommenden Jahr bei den aktuellen Antrieben. Ein komplett neues Motorenreglement, möglicherweise mit einem V8-Antrieb, wird es in der Königsklasse frühestens 2030 geben, planmäßig sogar erst 2031.
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