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Charles Leclerc vor Barcelona: Kanada-Motorproblem ist verstanden

Charles Leclerc hofft, dass die Ferrari-Updates in Barcelona einschlagen werden, während er Red Bull als Topfavorit für das spanische Formel-1-Wochenende einstuft

Charles Leclerc vor Barcelona: Kanada-Motorproblem ist verstanden

Nach dem ersten Nuller der Formel-1-Saison 2024 vor zwei Wochen in Kanada, ist Ferrari zum Großen Preis von Spanien darauf bedacht, zu alter Stärke zurückzufinden. Am Mediendonnerstag in Barcelona spricht Charles Leclerc davon, dass man die Motorenprobleme aus Montreal gelöst habe und Red Bull das zu schlagende Team in Spanien sein wird.

"Wir haben eine Lösung gefunden", sagt Leclerc auf das Problem am Motor angesprochen, das ihm beim Großen Preis von Kanada bis zu 80 PS kostete bei einem Zeitverlust von teilweise über einer Sekunde pro Runde. "Ich werde nicht ins Detail gehen, was es genau war. Aber offensichtlich haben wir auf den Geraden eine Menge Rundenzeit verloren, was uns dazu veranlasste, das Auto abzustellen."

Die Motorensituation könnte für den 26-Jährigen im Laufe des Jahres aber noch kritisch werden. Bei den Hauptkomponenten steht Leclerc nach neun Veranstaltungen schon bei drei von vier erlaubten Elementen, bei der Steuerelektronik und dem Energiespeicher ist er schon am Anschlag.

 

"Wir sind nicht besorgt", sagt Leclerc, trotz einer potenziell drohenden Startplatzstrafe gegen Ende der Saison. "Natürlich gab es in letzter Zeit einige Bewegungen mit dem Motor, und wir werten absolut alles aus, aber im Moment machen wir uns keine Sorgen. Wir spielen einfach mit den Motoren, die wir im Pool haben, und dann werden wir nach diesem Rennen sehen."

"Aber es war schwer zu kontrollieren, bis wir wirklich verstanden haben, was schiefgelaufen ist. Wir haben es verstanden und haben es behoben. Das, worauf wir uns in den letzten Tagen am meisten konzentriert haben, seit wir das Motorproblem verstanden haben, war vor allem die fehlende Leistung am Samstag [im Qualifying]."

"Und auch hier denke ich, dass wir die Dinge nicht so hinbekommen haben, wie wir es hätten tun sollen. Und es war wahrscheinlich mehr Leistung im Auto. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir hier in Barcelona wieder auf unser Niveau zurückkehren werden."

Leclerc rechnet mit Red Bull: Bodenwellen kein Thema

Zwar hat sich der Ferrari SF-24 gegenüber dem Vorjahresauto in allen Bereichen verbessert, doch in der Vergangenheit zeigte die Scuderia vor allem auf engen Stadtkursen oftmals bessere Leistungen als auf klassischen Rennstrecken wie sie demnächst mit Barcelona, Spielberg und Silverstone direkt hintereinander kommen.

Mit einem großen Update in Imola scheint Ferrari bereits einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, doch weitere Teile werden in Spanien folgen, um den SF-24 zu einem Titelanwärter zu machen. Dennoch liegen schnelle Kurven auf dem Papier eher Red Bull und McLaren.

"Ich spreche nicht im Namen des Teams, aber meine persönliche Meinung ist, dass wir einen stärkeren Red Bull sehen werden", gibt Leclerc seine Prognose für das bevorstehende Wochenende ab. "Denn ich glaube, dass es in den letzten vier Rennen von Miami bis zum letzten Rennen in Kanada sehr viel um das Fahren auf den Randsteinen ging. Und das ist wahrscheinlich nicht eine der Stärken der Red Bulls."

"Deshalb glaube ich, dass sie an diesem Wochenende wieder ein wirklich gutes Niveau erreichen werden. Allerdings haben wir für dieses Wochenende auch einige neue Teile im Auto. Und wenn uns das hilft, hier sehr nahe dran zu sein, ist das ein gutes Zeichen für den Rest [des Jahres], denn normalerweise ist Barcelona ziemlich repräsentativ für den Rest der Saison."

Reifenverschleiß als Ferraris Trumpfkarte?

Auch wenn die Kurventypen nicht unbedingt perfekt auf den Ferrari zugeschnitten sind, könnte eine neue Eigenschaft des SF-24 zum großen Vorteil werden. Kein Team ist 2024 laut den Daten unseres Technologiepartners PACETEQ so reifenschonend wie die Scuderia. Aufgrund des relativ rauen Asphalts und der schnellen Kurven, ist der Reifenverschleiß in Barcelona immer ein Faktor.

 

"Ich will uns selbst auch gar nicht herunterspielen", fügt Leclerc hinzu, doch: "Ich glaube wirklich, dass sie [Red Bull] am kommenden Sonntag, insbesondere während des Rennens, die Oberhand haben werden. Wie groß wird der Vorsprung sein? Ich bin mir nicht sicher, und es ist unmöglich, das im Moment zu beantworten. Wir sind viel näher dran als noch vor sieben, acht Monaten."

"Das stimmt mich optimistisch für die Zukunft, denn wir leisten als Team gute Arbeit und haben eine klare Vorstellung davon, was wir verbessern wollen. Aber ich glaube nicht, dass wir etwas herunterspielen, ich bin nur sehr ehrlich, was unseren Stand an diesem Wochenende angeht, und das bedeutet, dass wir am Renntag wohl etwas hinter Red Bull liegen werden. Im Qualifying denke ich, dass es etwas enger zugehen wird, also werden wir sehen."

Ferrari-Schwäche: Kurve fünf und zehn die Problemzone?

Mit den eintreffenden Updates will Ferrari jedenfalls die laut Leclerc größte Schwäche in "langen, langsamen Kurven" angreifen. Dies sei vor allem beim Großen Preis von China das Hauptproblem gewesen. In Barcelona gibt es ebenfalls einige dieser Kurven, vor allem die Kurven fünf und zehn.

"So wie unser Auto funktioniert, haben wir in langen, langsamen Kurven ein wenig mit der Balance des Autos zu kämpfen", erklärt der Monegasse. "Aber wir haben bereits Ideen, wie wir unser Paket in diesen Situationen optimieren können, und zwar wahrscheinlich besser als in China, wo wir am meisten zu kämpfen hatten."

"Es gibt noch eine Menge Arbeit zu tun. Aber ich glaube nicht, dass das Problem darin besteht, eine Balance zwischen hoher und niedriger Geschwindigkeit zu finden. Ich denke nur, dass wir selbst dann, wenn wir die niedrige Geschwindigkeit optimieren, nicht so gut wie ein McLaren oder ein Red Bull sein werden. Daran müssen wir also noch arbeiten."

Glaubt Leclerc an den WM-Titel? "Ja"

Mit dem Ausfall in Kanada hat sich Leclerc nun schon einen Rückstand von 56 Punkten auf WM-Spitzenreiter Max Verstappen eingehandelt, nachdem das Defizit nach Leclercs Monaco-Triumph bereits bei 31 Punkten lag. Von einem Kampf um die Weltmeisterschaft will der Ferrari-Pilot daher noch nichts wissen.

"Es ist noch sehr, sehr früh, um über die Meisterschaft zu sprechen oder an die Meisterschaft zu denken", sagt er. "Ich denke aber, dass wir vor Kanada ein sehr, sehr gutes Jahr hatten. Die Leistung ist noch nicht da, wo wir hinwollen, und es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber in Bezug auf die Maximierung aller Punkte, die wir holen mussten, war es ein wirklich gutes Jahr."

"Wir müssen uns von Rennen zu Rennen konzentrieren und die Punkte, die wir holen können, maximieren. Am Ende der Saison werden wir dann die Abrechnung vornehmen. Glaube ich noch an den Titel? Ja, sonst wäre das kein gutes Zeichen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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