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Dieses Red-Bull-Problem hätte längst gelöst sein sollen

Die Schwächen des Red Bull auf Kerbs bestehen weiter - Verstappen spricht offen über die Folgen, Mekies glaubt an eine Lösung

Dieses Red-Bull-Problem hätte längst gelöst sein sollen

Max Verstappen und Laurent Mekies auf Lösungs-Suche

Foto: Formel 1

Max Verstappen könnte beim Grand Prix von Monaco mit einem erneut modifizierten Red Bull antreten. Der Niederländer kämpft mit den Schwächen des RB22 bei Bodenwellen und im Kontakt mit Randsteinen. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Probleme noch in dieser Saison gelöst werden können.

Während des Kanada-Grand-Prix sprach Verstappen erneut über die Schwierigkeiten beim Überfahren der Kerbs. Obwohl Red Bull bereits im vergangenen Jahr Änderungen vorgenommen hatte, um das Verhalten des Autos auf Randsteinen zu verbessern, besteht das Problem weiterhin.

Kerbs bleiben Red Bulls Schwachpunkt

" Über Bodenwellen ist es nicht so schlimm, aber bei Randsteinen ist es sehr schwierig", erklärt Verstappen gegenüber Motorsport.com in Montreal. "Das hat mit der Philosophie unseres Autos im Moment zu tun, damit, wie man ein Auto baut, das schnell ist. Natürlich versucht man, die beiden Dinge besser miteinander zu verbinden, aber im Moment finden wir dafür keinen Kompromiss. Deshalb ist es für uns weiterhin etwas schwierig."

Wie stark sich die Problematik bemerkbar machen kann, zeigte sich laut Verstappen besonders im Qualifying in Montreal. Nachdem er in der letzten Schikane die Randsteine attackiert hatte, machte sich der Effekt sofort bemerkbar. Anschließend scherzt der Niederländer: "Als das passiert ist, dachte ich nur: Oh ja, das wird großartig. Ich glaube, ich werde mir einen neuen Rücken bestellen müssen."

Ist das Problem noch 2026 lösbar?

Red Bull geht weiterhin davon aus, die Schwierigkeiten im Laufe der Saison in den Griff zu bekommen. Durch den Wechsel von der Ground-Effect-Ära auf die neuen, seit 2026 mit flacheren Unterböden, weniger aerodynamischem Abtrieb und einem geringeren Einfluss des Venturi-Tunnels ausgestatteten Autos, seien die Probleme zwar deutlicher sichtbar geworden. Grundsätzlich habe das Team jedoch schon seit mehreren Jahren mit den genannten Problemen zu kämpfen, obwohl sich die entsprechenden technischen Regeln kaum verändert hätten.

Verstappen zeigt sich überrascht, dass die Probleme mit Bodenwellen und Randsteinen so hartnäckig geblieben sind. "Wenn man genau gewusst hätte, was die Ursache ist, hätte man sie bereits gelöst, und genau daran arbeiten wir jetzt", sagt er.

Darauf angesprochen, ob Red Bull die Probleme bis zum Ende dieses Jahres lösen könne oder, ob es sich um ein strukturelles Thema handle, das erst mit 2027 vollständig behoben werde, antwortete Mekies selbstsicher: "Es gibt keinen Grund, warum das nicht bis 2026 behoben werden kann."

Lösung nicht auf Kosten der Performance

Allerdings betonte Mekies auch, dass die Ingenieure dabei einen schwierigen Spagat bewältigen müssen. Red Bull möchte die Probleme nicht um jeden Preis beseitigen, sondern gleichzeitig ein konkurrenzfähiges Gesamtpaket für alle Streckentypen erhalten.

Laurent Mekies

Laurent Mekies bleibt zuversichtlich

Foto: Getty Images North America

"Man kann das Problem auf eine Weise lösen, die nicht nur diese Probleme beseitigt, sondern das Auto insgesamt langsamer macht", erklärt der Fanzose. "Wir müssen eine Lösung finden, die diese Probleme behebt, das Auto aber gleichzeitig verbessert. Für mich ist das die Herausforderung. Deshalb wird es Zeit brauchen."

Dennoch bleibt Mekies optimistisch, dass Red Bull im weiteren Saisonverlauf Fortschritte erzielen wird. Nach seinen Angaben hat das Team bereits mehrere grundlegende Probleme des Autos identifiziert und gelöst.

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