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Warum Ex-Teamchef Eddie Jordan die Budgetobergrenze für eine "Farce" hält

Warum der frühere Formel-1-Teamchef Eddie Jordan die Budgetdeckelung für sinnlos hält und was er für den weiteren Verlauf der Saison 2023 prognostiziert

Stefan Ehlen

Stefan Ehlen

Bearbeitet: 20.04.2023, 07:28

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Ex-Teamchef: Kostendeckel in der Formel 1 ist "eine Farce"

Der ehemalige Teamchef Eddie Jordan hat laut eigener Aussage "kein Verständnis" für das Finanzielle Reglement der Formel 1. Bei einem Messe-Auftritt in London sagte Jordan, er halte den Kostendeckel im Grand-Prix-Sport für eine "Farce".

Jordans Begründung: "Wenn du jemandem eine Regel vorsetzt, dann wird er Wege finden, diese Regel zu umgehen." Außerdem sei das Finanzielle Reglement "praktisch nicht zu überwachen", meint er.

Tatsächlich ist Red Bull bereits ein Regelverstoß nachgewiesen worden. Das Team um Weltmeister Max Verstappen erhielt im Herbst 2022 eine Geldstrafe und Einschränkungen für die Entwicklungszeit am Rennauto.

"Ob man unfair mit Red Bull umgegangen ist, das kann ich nicht sagen", sagt Jordan. "Nur so viel: Tatsache ist, dass es nicht den erhofften Effekt hatte, wenn man sieht, wo sie aktuell stehen."

Warum Jordan glaubt, die Saison 2023 ist gelaufen

Red Bull bestimmt bisher die Formel-1-Saison 2023 mit drei Siegen aus drei Rennen und der klaren Führung in der Fahrerwertung und in der Konstrukteurswertung. Und Jordan glaubt, dabei bleibt es auch.

"Es wäre wohl zu viel verlangt, dass es dieses Jahr jemand mit Red Bull aufnehmen kann", meint er. "Ich würde gerne sagen, es ist zu früh für eine solche Einschätzung, aber mein Herz sagt mir, die Saison ist gelaufen."

"Ich sehe einfach niemanden mit der Stärke, dem Wissen, dem Speed und den Fähigkeiten von Red Bull, vor allem nicht auf Seiten der Fahrer." Es sei eine "beängstigende Aufgabe", in der Saison 2023 gegen Red Bull antreten zu müssen.

Eddie Jordan als Teamchef in der Formel 1

Als Teamchef war Jordan von 1991 bis 2005 mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1 aktiv gewesen. Er ermöglichte gleich im ersten Jahr Michael Schumacher das Grand-Prix-Debüt.

Später stieg Jordan mit seinem Team ins vordere Mittelfeld auf, kämpfte 1999 mit Heinz-Harald Frentzen sogar zeitweise um den WM-Titel in der Fahrerwertung. Frentzen erzielte zwei der insgesamt vier Jordan-Siege in der Formel 1. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)

Nach 2005 wechselte das ehemalige Jordan-Team mehrfach den Besitzer, firmierte über viele Jahre als Force India in der Formel 1, hieß dann Racing Point und taucht seit 2021 als Aston Martin in den offiziellen Nennlisten auf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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