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F1-Saisonfinale 2020: Fragen & Antworten zum Grand Prix von Abu Dhabi

Am dritten Adventsonntag hat die Formel 1 in Abu Dhabi ein besinnliches Rennen abgeliefert: Sieg für Max Verstappen, McLaren holt noch P3 in der Weltmeisterschaft

F1-Saisonfinale 2020: Fragen & Antworten zum Grand Prix von Abu Dhabi

Max Verstappen (Red Bull) hat das Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi vor Valtteri Bottas und Lewis Hamilton (Mercedes) gewonnen. Der Niederländer zeigte beim Dämmerungs-Grand-Prix auf dem Yas-Marina-Circuit eine souveräne Vorstellung, schaffte es aber trotz der 25 Punkte nicht, in der Fahrerwertung noch an Bottas vorbeizugehen.

Alexander Albon (Red Bull) wurde Vierter, vor den beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Carlos Sainz und Daniel Ricciardo (Renault).

Sebastian Vettel belegte in seinem letzten Grand Prix für Ferrari den 14. Platz und beendet die Weltmeisterschaft 2020 an 13. Position.

 

Zum Thema:

- Rennergebnis

- WM-Endstand Fahrer

- WM-Endstand Konstrukteure

- Paddock live: Der Rennsonntag in Abu Dhabi

Wie überlegen war Verstappen?

Sehr. In der 48. Runde meldete er am Boxenfunk: "Ihr könnt den Motor runterdrehen, wenn ihr wollt." Ohne daran zu denken, dass die verschiedenen Motorenmodi in der Formel 1 ja schon lange nicht mehr erlaubt sind. Am Ende hatte er 16,0 Sekunden Vorsprung auf Bottas.

Verstappen gewann den Start, die Top 8 blieben unverändert. Und so "spannend" ging's leider auch weiter. "Ich habe während eines Rennens noch nie so viele Nachrichten mit einem schlafenden Emoji erhalten", grinst Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Christian Horner von Red Bull findet: "Das war das beste langweilige Rennen seit langer, langer Zeit! Max ist das klinisch nach Hause gefahren."

 

Hätte ein fitter Hamilton das Rennen gewonnen?

Wolff gibt die Antwort: "Nein. Er war nicht hundertprozentig fit. Das ist immer schlecht. Aber Red Bull war das ganze Wochenende einfach schneller als wir. Wir haben es nicht auf die Reihe bekommen."

Wer bekommt den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde?

Die größte Herausforderung für Millionen TV-Zuschauer auf der ganzen Welt war, sich beim Saisonfinale irgendwie wach zu halten. Doch im "Gähn Prix" von Abu Dhabi gab's zum Schluss auch noch einen wirklich spannenden Fight, der von der breiten Öffentlichkeit fast unbemerkt blieb.

Denn als die letzte Runde anbrach, war der Bonuspunkt für die schnellste Runde noch bei Verstappen. Der hatte eine Zeit von 1:40.958 Minuten vorgelegt. Daniel Ricciardo (Renault) fuhr etwas später exakt die gleiche Rundenzeit - auf die Tausendstelsekunde! In dem Fall wäre der Punkt an Verstappen gegangen, weil er die Zeit zuerst gesetzt hatte.

Doch Ricciardo hatte die frischesten Reifen im Feld, und noch dazu Mediums (die sechs vor ihm klassierten Fahrer waren allesamt auf Hard). Damit setzte er in der letzten Runde noch einmal zur Attacke an - und fuhr 1:40.926 Minuten. Ein würdiger Abschied vom Renault-Team.

Reifenwechsel unter Gelb: Geniestreich oder Taktikfehler?

Von den Top 12 war Ricciardo der einzige Fahrer, der während der Safety-Car-Phase (anfangs noch virtuell, dann echt) zwischen Runde 10 und 14 nicht Reifen gewechselt hatte. Die beiden Ferraris ließen sich ebenfalls auf diesen Strategiepoker ein und zogen Track-Position vor. Ricciardo spülte das auf den fünften, die Ferraris auf den siebten und achten Platz nach vorne.

 

Hamilton hinterfragte im ersten Moment, warum Mercedes nicht ebenfalls draußen blieb: "Fühlt sich nicht nach einer guten Strategie an", funkte er. Und als er etwa zur Halbzeit des Rennens genau wie Verstappen befürchtete, dass seine Reifen niemals bis zum Ende halten würden, fühlte er sich in seiner Annahme bestätigt.

Letztendlich kam aber alles ganz anders und die aufgezogenen Hards überstanden die 45 Runden, die sie zu überstehen hatten, ohne nennenswerte Probleme. Unterm Strich war es wohl kein rennentscheidender Unterschied, ob man während der Safety-Car-Phase an die Box kam oder nicht.

Warum kam das Safety-Car eigentlich auf die Strecke?

Wegen eines technischen Defekts bei Sergio Perez. Der Racing-Point-Fahrer rollte neben der Strecke aus und musste, sehr zur Enttäuschung seines mitgereisten Vaters, in der neunten Runde aufgeben. Die Sportwarte versuchten, das Auto in eine sichere Position zu bringen, doch das dauerte länger als erwartet. Daher wurde zuerst das VSC und dann das echte Safety-Car aktiviert.

 

Wie ist der Kampf um P3 bei den Konstrukteuren ausgegangen?

McLaren musste zehn Punkte auf Racing Point aufholen, um den dritten Platz noch zu erreichen. Trotz der guten Ausgangslage nach dem Qualifying sah das zu Beginn aber nicht nach einem Selbstläufer aus. Denn Perez hatte schon beide Haas, beide Williams und Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo) überholt und war weiter auf dem Vormarsch.

Dann aber begann die Sache für Racing Point schiefzugehen. In der neunten Runde rollte Perez zum zweiten Mal in den letzten drei Saisonrennen mit einem Antriebsdefekt aus. "No Power", meldete er am Boxenfunk, "Oil Kill" stand auf seinem Display. Vermutlich also eine defekte Ölpumpe oder ein ähnlicher Defekt.

Teamchef Otmar Szafnauer schlug am Kommandostand die Hände vors Gesicht - ihm schwante Böses. Und der Abend wurde nicht besser. Denn Lance Stroll, das einzig verbliebene heiße Eisen im Rennen, war dem Druck nicht gewachsen. Er beendete einen fehlerhaften Grand Prix an zehnter Stelle.

Selbst in der letzten Runde verlor Stroll noch eine Position an Esteban Ocon (Renault), obwohl der keinen Reifenvorteil hatte. Begründung: Reifentemperatur zu niedrig. So wurden es am Ende für McLaren sogar sieben Punkte Vorsprung. Der Jubel von Zak Brown & Co., die erst heute Morgen den Einstieg neuer Investoren bekannt gegeben hatten, war entsprechend groß.

 

Kleine Randnotiz: Ohne die 15 Punkte Abzug, die Racing Point am Saisonbeginn wegen "Copygate" kassiert hat, wäre der "rosarote Mercedes" WM-Dritter geworden.

Und wie lief's für Ferrari?

Die Scuderia hatte schon vor Abu Dhabi auch keine rechnerische Chance mehr auf den dritten Platz. Am Ende wurde es der sechste Platz, 50 Punkte hinter Renault. In den letzten beiden Saisonrennen ging Ferrari komplett leer aus, und die Saison 2020 ist erst die dritte in der Geschichte des Teams ohne Führungsrunde (die erste seit 1992).

Vettel startete auf den harten Reifen und fuhr damit einen langen ersten Stint. Obwohl Leclerc auf Medium losgefahren war, konnte er den Monegassen gleich zu Beginn überholen. Danach wirkte Leclerc etwas schneller, doch es reichte nicht für ein Überholmanöver.

 

Nach dem späten Boxenstopp kam Vettel hinter Leclerc wieder auf die Strecke. Der Deutsche beendete seinen letzten Ferrari-Grand-Prix mit einer Runde Rückstand auf P14. Auf Leclerc fehlten nach 55 Runden 9,2 Sekunden.

Warum wurde das "unsafe Release" von Stroll nicht untersucht?

Diese Frage können wir Stand jetzt nicht beantworten, haben wir aber FIA-Rennleiter Michael Masi gestellt. Sobald uns eine Erklärung von ihm vorliegt, werden wir diese hier veröffentlichen.

Was war passiert? McLaren bereitete während der Safety-Car-Phase einen Doppelstopp vor. Sainz, der zu dem Zeitpunkt hinter Norris lag, ging vom Gas, um einen Puffer zu schaffen und keine Position zu verlieren. Für eine ähnliche Taktik hatte die FIA Norris bereits in Monza verwarnt.

Untersucht wurde nach dem Rennen das unnötige Verlangsamen von Sainz, aber nicht das "unsafe Release" von Stroll, der beim Versuch, Sainz in der Boxengasse zu überholen, so wenig Platz zwischen den Mechanikern des Nachbarteams und dem McLaren ließ, dass er beinahe einen über den Haufen gefahren wäre.

Wie gut oder schlecht war Albon?

Die Fahrt zu P4 war nicht sein bestes Saisonergebnis, aber wahrscheinlich seine beste Saisonleistung. In den letzten Runden "hatte ich noch ein bisschen Saft", berichtet er, und so kam er noch bis auf 1,5 Sekunden an Hamilton heran.

Die Schlüsselszene seines Rennens war das Überholmanöver gegen Norris in der sechsten Runde. Von da an konnte er die vor ihm liegenden Mercedes zwar nicht unter Druck setzen, aber ihnen zumindest halbwegs folgen.

Sein Cockpit für 2021 hat er sich damit aber nicht zwangsläufig gesichert. Im Paddock verdichten sich Gerüchte, dass sich Helmut Marko nächste Woche mit Perez treffen wird. "Wir geben was bekannt, wenn wir uns entschieden haben", sagt Horner.

Albon war jedenfalls erstmals seit langer Zeit richtig gut gelaunt, als er sich den ersten TV-Interviews stellte. Das Lächeln war unter seiner Maske nicht zu übersehen. "Für mich war nur wichtig, ein gutes Wochenende zu haben", sagt er.

Wie geht's jetzt weiter?

Im Ticker "Paddock live" liefert Ruben Zimmermann noch Informationen aus erster Hand, von unserem Team in Abu Dhabi, und zwar bis etwa 21:00 Uhr am Sonntagabend. Doch für die Teams ist es noch nicht an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Am Dienstag findet in Abu Dhabi ein Young-Driver-Test statt. Unter anderem mit den Nachwuchstalenten Mick Schumacher und Fernando Alonso.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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