Formel-1-Bummeleien in Dschidda: Michael Masi droht mit Strafen

FIA-Renndirektor Michael Masi sieht die Bummeleien im dritten Dschidda-Sektor kritisch: Er kündigt ein strengeres Vorgehen in den Event-Notes an

Formel-1-Bummeleien in Dschidda: Michael Masi droht mit Strafen

Die Formel-1-Premiere auf dem Dschidda Corniche Circuit in Saudi-Arabien ist nicht nur neben, sondern auch auf der Strecke brisant. Auslaufzonen sind auf dem ultraschnellen Stadtkurs kaum vorhanden, was einerseits zu heftigen Unfällen führen, andererseits aber auch zu gefährlichen Bummeleien in den Trainings führen kann.

Letzterem hat sich nun FIA-Renndirektor Michael Masi angenommen. Er hat unter den Eindrücken der beiden Freien Trainings eine überarbeitete Version der Event-Notes veröffentlicht. Dort schreibt er: "Jeder Fahrer, der beabsichtigt, eine Lücke vor sich zu schaffen, um eine freie Runde zu bekommen, sollte dies nicht in den Kurven 23 bis 25 versuchen."

"Jeder Fahrer, der dies tut, wird den Stewards wegen Verstoßes gegen Artikel 27.4 des Sportlichen Reglements gemeldet." Der betreffende Artikel lautet wie folgt: "Zu keiner Zeit darf ein Auto unnötig langsam, unregelmäßig oder in einer Weise gefahren werden, die als potenziell gefährlich für andere Fahrer oder andere Personen angesehen werden könnte."

Dschidda: Welche Rolle die Reifen spielen

Am Freitag kam es in den wegen der Mauern unübersichtlichen Kurven im Schlusssektor immer wieder zu haarigen Szenen. Lewis Hamilton meinte nach dem FT2: "Es ist definitiv viel schlimmer als an vielen anderen Orten, an die wir kommen. Es ist wie in Monaco. Die Geschwindigkeiten, mit denen wir auf andere Fahrzeuge auflaufen, sind definitiv ein wenig gefährlich."

Hinzu kommt, dass die Teams noch nicht viele Informationen darüber haben, wie die Reifen in Dschidda am besten aufzuwärmen sind. Einige Fahrer konnten die weichen Walzen nicht optimal nutzen und waren auf härteren Mischungen schneller.

"Ich denke, eine Sache war klar: Mit dem Soft und dem Medium brauchte man zwei oder drei Runden, um sie in das richtige Leistungsfenster zu bringen, da sie im Prinzip immer schneller wurden. Es dürfte also ein interessantes Qualifying werden, denn zusammen mit der Tatsache, dass es viel Verkehr geben wird, wird es ziemlich knifflig werden", sagte Alpine-Geschäftsführer Marcin Budkowski gegenüber 'Autosport'.

Die strengere Handhabung für Bummeleien ist jedoch nicht das einzige, was sich geändert hat. Es wurden außerdem die weiße Linie am Boxenausgang verlängert und höhere Mindestluftdrücke für die Pirelli-Reifen vorgeschrieben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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