präsentiert von:

Formel 1 will inklusiver werden: Gratis- oder preisreduzierte Tickets geplant

Die Formel 1 ändert ihr Gesicht weiterhin: Nach dem Verbot von Einwegplastik sollen nun Unterprivilegierte durch Gratis- oder günstige Tickets an die Strecken kommen

Formel 1 will inklusiver werden: Gratis- oder preisreduzierte Tickets geplant

Die Formel 1 meint es offensichtlich ernst mit ihrem Ziel für mehr Nachhaltigkeit. Nachdem bereits der Gebrauch von Einwegplastik für 2021 verboten wurde, geht es in einem zweiten Schritt darum, die Serie einer breiteren und diverseren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

"Wir wissen, dass der Besuch eines F1-Events teuer sein kann", zeigt der Director of Strategy and Business der Formel 1, Yath Gangakumaran, im Rahmen der 'Autosport International Connect' Verständnis für den Verdruss der Fans über die hohen Eintrittspreise in der Königsklasse.

Daher ist es ein weiteres Ziel der Formel 1, unter anderem auch Geringverdiener an die Strecke zu locken. "Teil unserer zweiten Säule für nachhaltige Events bis 2025 ist die Zusammenarbeit mit den Promotern, damit wir garantieren können, dass Menschen aus der näheren Umgebung, vor allem aus unterprivilegierten Schichten, die Events besuchen können. Und das zu einem erheblich günstigeren Preis oder sogar gratis", kündigt Gangakumaran an.

Formel-1-Plan belastet Promoter zusätzlich

So ehrenwert das Vorhaben auch ist: Dieser Plan belastet die ohnehin von der Coronakrise schwer gebeutelten Eventveranstalter zusätzlich. Dessen ist sich auch Gangakumaran bewusst: "Es braucht Zeit, und offensichtlich kommen alle aus einer Coronavirus-Situation, die die Eventbetreiber sehr hart getroffen hat. Aber wir arbeiten mit den Promotern daran, um unsere Ziele für 2025 zu erreichen."

Bis dahin sollen die Formel-1-Events selbst nachhaltig gestaltet werden. Im Jahr 2030 will man schließlich komplett CO2-neutral unterwegs sein. Die Eventbetreiber helfen den Organisatoren der Königsklasse auch dabei, die Verbannung von Einwegplastik voranzutreiben.

"Wir kontrollieren Boxengasse und Fahrerlager, also haben wir mehr Möglichkeiten, das kurzfristig zu beeinflussen. Und alle Teams, die FIA und Pirelli haben sich auch dazu bekannt. Gleichzeitig arbeiten unsere Promoter auch daran, sicherzustellen, dass zukünftig in den Fan-Zonen an den Rennstrecken ebenfalls die Menge an Einwegplastik reduziert wird", erklärt Gangakumaran.

Bahrain als lobendes Beispiel

Paddock

Der Bahrain International Circuit setzt nun auf ein Recycling-System

Foto: Motorsport Images

Als positives Beispiel nennt Gangakumaran übrigens den Bahrain International Circuit. "Sie haben dieses Jahr Recycling eingeführt, und zum ersten Mal überhaupt in eine Recycling-Infrastruktur investiert. Und das findet nicht nur beim Formel-1-Rennen Anwendung, sondern das ganze Jahr über."

"Das ist ein schönes, kleines Beispiel, wie wir als Sport eine Region positiv beeinflussen können, und das nicht nur in der einen Woche, in der wir vor Ort sind, sondern auch darüber hinaus", lobt Gangakumaran. Die geplanten Maßnahmen sind ein weiterer Baustein der Formel-1-Initiative "We Race As One", die 2020 nach dem Aufkommen der Black-Lives-Matter-Bewegung ins Leben gerufen wurde.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Formel-1-Technik erklärt: Die "dicke" Airbox am Alpine A521

Vorheriger Artikel

Formel-1-Technik erklärt: Die "dicke" Airbox am Alpine A521

Nächster Artikel

Bahrain-Test: Nikita Masepin fängt Crash bei Giovinazzi-Verfolgung ab

Bahrain-Test: Nikita Masepin fängt Crash bei Giovinazzi-Verfolgung ab
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Urheber Tobias Ebner