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Gary Anderson: Lewis Hamilton hat so viele Strafpunkte nicht verdient

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Gary Anderson: Lewis Hamilton hat so viele Strafpunkte nicht verdient
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Gary Anderson findet es richtig, dass Lewis Hamilton die Strafpunkte aus Sotschi wieder abgezogen bekommen hat - Mercedes-Pilot zu fair für Punktestand

Zwei Strafpunkte noch und Lewis Hamilton wäre für den nächsten Grand Prix gesperrt worden, so sah es am Sonntag zumindest kurzfristig aus. Denn für sein doppeltes Vergehen bei den Startübungen in Sotschi hatten die Kommissare dem Mercedes-Piloten erst noch zwei Strafpunkte aufgebrummt. Das hätte seine Punktzahl auf zehn geschraubt - ab zwölf droht eine Sperre.

Doch nach einer weiteren Anhörung kamen die Kommissare zu dem Schluss, dass Strafpunkte in dem Fall nicht gerechtfertigt gewesen wären. Das sieht auch der ehemalige Technikchef Gary Anderson so: "Ich freue mich, dass seine Punkte zurückgezogen wurden", sagt er gegenüber 'The Race'.

Zwar hält er die Bestrafung für ein solches Vergehen unabhängig des betroffenen Fahrers für richtig, "aber ich finde nicht, dass Punkte auf der Superlizenz nötig sind, außer ein Fahrer begeht einen gefährlichen Verstoß auf der Strecke." Die Startübung in der Boxenausfahrt gehört für ihn anscheinend nicht dazu.

Trotzdem ist Hamilton mit acht Strafpunkten aktuell der Krösus im Feld und wäre in Flensburg bereits aus dem Verkehr gezogen worden. "Natürlich kann man sich fragen, wieso er überhaupt so viele Punkte hat", meint Anderson. Denn so viele hätte er eigentlich nicht verdient. "Trotz einiger Zwischenfälle in letzter Zeit hat er hohe Standards für Verhalten auf der Strecke gesetzt."

Anderson verweist auf dessen ehemaligen Teamkollegen Jenson Button, der Hamilton als einen der fairsten Fahrer gelabelt hatte. "Und ich glaube, dass das stimmt", so Anderson. "Er ist hart, aber fair, und als Person hat er den jungen und aufstrebenden Fahrern ein großartiges Beispiel gesetzt, wie man es machen sollte."

Trotzdem steht der Engländer noch bis Mitte November bei acht Strafpunkten. Je zwei bekam er für Kollisionen mit Alexander Albon (Red Bull) in Brasilien und Österreich, in Spielberg verlangsamte er zudem unter gelber Flagge nicht ausreichend, was ihm auch zwei Punkte einbrachte. Die letzten beiden Punkte holte er in Monza, als er in die geschlossene Boxengasse gefahren war.

Zur Gesamtübersicht der Formel-1-Strafpunkte 2020

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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