Gespräche beendet: Warum Mercedes sich nicht bei Alpine einkaufen wird
Mercedes wird den Minderheitsanteil von Otro Capital am Alpine-Formel-1-Team nicht übernehmen - Der geforderte Betrag war den Stuttgartern am Ende zu hoch
Mercedes wird keine Anteile am Alpine-Formel-1-Team übernehmen
Foto: Getty Images
Mercedes verfolgt keine Beteiligung am Alpine-F1-Team mehr, nachdem man sich nicht auf den von Otro Capital geforderten Preis einigen konnte. Mercedes, das Alpine bereits mit Motoren und Getrieben beliefert, hatte Interesse daran, den 24-Prozent-Anteil von Otro Capital zu übernehmen, und sich grundsätzlich mit Mehrheitsaktionär Renault auf einen Kauf verständigt.
Wie zuerst die BBC berichtete und von Motorsport-Total.com bestätigt wurde, ist dieser Deal nun geplatzt. Es heißt, die Preisvorstellung von Otro Capital in Höhe von 720 Millionen Dollar, was das Team mit insgesamt 3 Milliarden Dollar bewertet, liege deutlich über der Bewertung von Alpine durch Mercedes und damit über dem, was man als sinnvolle Investition ansieht.
Mercedes wollte den Vorgang nicht kommentieren, während Alpine um eine Stellungnahme gebeten wurde.
Otro hatte die Alpine-Anteile erst im Juni 2023 für 233 Millionen Dollar erworben. Mehrheitsaktionär Renault soll bis September ein Vetorecht bei einem Verkauf der Anteile von Otro haben. Ein Konsortium um den früheren Red-Bull-Formel-1-Teamchef Christian Horner gehört zu den weiteren Interessenten.
In der vergangenen Woche gab Alpine eine wegweisende Partnerschaft mit dem Luxuskonzern Gucci als Titelsponsor des Teams bekannt. Das in Enstone ansässige Team soll ab 2027 unter dem Namen Gucci Racing Alpine antreten. Gucci wird den österreichischen Wassertechnologie-Konzern BWT als Titelsponsor ablösen und auch das Fahrzeugdesign übernehmen.
Der frühere Alpine-CEO Luca de Meo, der inzwischen den Gucci-Mutterkonzern Kering leitet, spielte gemeinsam mit Team-Berater Flavio Briatore eine Schlüsselrolle beim Abschluss des Deals.
Nachdem Alpine die Formel-1-Saison 2025 auf dem zehnten und letzten WM-Platz beendet hatte, ist man in diesem Jahr deutlich besser gestartet. Nach den ersten fünf Rennwochenenden 2026 liegen die Franzosen auf WM-Rang fünf und sind damit "Best of the Rest" hinter den vier Topteams.
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