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Hamilton: Abgesagtes Abschlusstraining war ein Vorteil für mich

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Hamilton: Abgesagtes Abschlusstraining war ein Vorteil für mich
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll
13.07.2020, 17:54

Lewis Hamilton sieht im abgesagten Samstagstraining einen Vorteil für sich und meint, dass auch ein Rennen von vorne seine Herausforderungen hat

An Lewis Hamiltons Sieg in der Steiermark gab es am vergangenen Wochenende nichts zu rütteln. Der Mercedes-Pilot holte sich am Samstag in überlegener Manier die Pole und ließ sich seinen Platz an der Sonne auch im Rennen von niemandem mehr streitig machen. Beeindruckend war dabei vor allem seine Leistung im regnerischen Qualifying, als er dem Rest des Feldes 1,2 Sekunden abnahm.

Dabei war er sogar froh, dass das dritte Training aufgrund der regnerischen Bedingungen ausfallen musste. "Denn das gibt allen anderen weniger Übungszeit im Regen", sagt er. "Ich wusste, zu was ich in der Lage bin, wenn das Qualifying startet - und das habe ich auch gezeigt. Ich habe mich fokussiert und keinen Fehler gemacht."

Das galt auch für den Sonntag und war damit anders als in der Vorwoche. Dort sorgten zwei Strafen dafür, dass Hamilton den Saisonauftakt nur auf dem vierten Rang abschloss. "Das vergangene Wochenende war aus mentaler Sicht sehr herausfordernd", sagt er.

Rückschlag weggesteckt

Kurz vor dem Rennen wurde Hamilton damals noch einmal zu den Rennkommissaren zitiert und auf Startplatz fünf strafversetzt, im Rennen gab es noch einmal fünf Strafsekunden für eine Kollision mit Alexander Albon.

In gewisser Weise widerspricht sich Hamilton selbst, denn noch vor wenigen Tagen hatte er betont, dass ihm solche Psychospielchen nichts anhaben können. Doch jetzt sagt er: "Das war definitiv nicht einfach, aber die Vergangenheit kann man nicht verändern. Man kann sich einfach nur auf die Zukunft fokussieren und Energie bündeln."

Und das ist dem sechsmaligen Weltmeister am vergangenen Wochenende anscheinend zur Perfektion gelungen. "Ich habe sichergestellt, dass ich hier bleibe, gut trainiere und mich gut ernähre und schlafe. Außerdem habe ich mit Bono (Renningenieur Peter Bonnington; Anm. d. Red.) und den Jungs gut zusammengearbeitet, um zu verstehen, was am vergangenen Wochenende schiefgelaufen ist. Das habe ich dieses Wochenende korrigieren können."

Nicht weniger herausfordernd

Für die Zuschauer sah das Rennen von Hamilton ziemlich leicht aus, als ob er keine große Mühe haben würde. Natürlich war es für ihn ein anderes Rennen als von Startplatz fünf, dennoch betont er, dass es seine eigene Schwierigkeit hat, von vorne zu beginnen. "Es macht den Fans vielleicht nicht so viel Spaß, aber ich würde nicht sagen, dass es weniger herausfordernd für mich ist", so Hamilton.

 

Zu Beginn sah er sich einigem Druck von Max Verstappen ausgesetzt, doch auch ohne den ganz großen Druck gebe es Schwierigkeiten: "Man muss verstehen, dass uns gesagt wird, wie weit wir mit diesen Reifen kommen, aber wir können die Lebensdauer mit unserer Fahrweise ganz einfach verkürzen."

"Mir wird ständig gesagt, was der Fahrer hinter mir macht und wie es aussieht, und in jeder Runde geht es ein paar Zehntelsekunden hoch oder runter und man balanciert es aus", erzählt der Brite. "Wenn du in einer Runde zwei Zehntel schneller fährst, dann nimmst du in der nächsten zwei Zehntel raus und sparst diese auf den Reifen. Und das ist Runde für Runde anders."

Sieg auf Schwachstellen-Kurs

"Zu Beginn des Rennens gab es mehr Druck. Es war nicht einfach, eine Lücke von zwei Sekunden aufzufahren, aber ich glaube, dass seine (Max Verstappen; Anm. d. Red.) Reifen ein wenig nachgelassen haben oder ich in einen besseren Groove gekommen bin", so Hamilton weiter. "Im zweiten Stint fühlte ich mich dann wohler."

"Ehrlich gesagt, halte ich das für eine echte Stärke von mir: die Reifen zu managen. Darum konnte ich den Abstand vergrößern. Mir war auch bewusst, was Valtteri hinter ihm macht", sagt der Mercedes-Pilot. "Ich hätte vielleicht noch ein wenig mehr aus den Reifen holen können, aber vielleicht hätte mich das über die Klippe gebracht."

Doch dazu kam es nicht und Hamilton fuhr mit mehr als 13 Sekunden Vorsprung über den Zielstrich - und das auf einer Strecke, die ihm eigentlich nicht so liegt. Der Sieg beim Großen Preis der Steiermark war erst Hamiltons zweiter auf dem Red-Bull-Ring. "Ich weiß nicht, warum es manche Strecken gibt, wo man stärker ist als andere, aber diese Strecke gehört zu meinen Schwachstellen", sagt er.

"Alsodass ich diese Performance hier heute abliefern konnte, macht mich extrem glücklich. Aber ich weiß auch, dass noch ein weiter Weg zu gehen ist."

Mercedes liefert immer weiter

Und vor allem freut er sich, dass sein Mercedes-Team trotz aller Erfolge nie nachgelassen hat und weiter an der Spitze der Formel 1 thront. Aktuell hat man in der Konstrukteurs-WM mehr als doppelt so viele Punkte wie der Zweitplatzierte.

"Dieses Team hatte schon so viel Erfolg in den vergangenen Jahren und es ist so einfach, da irgendwann den Fokus zu verlieren, nachzulassen und Entschiedenheit zu verlieren. Ich sehe das in diesem Team aber einfach nicht passieren, das scheint hier nicht zu existieren", meint er.

 

"Und die Jungs in der Fabrik arbeiten unerbittlich weiter. Die Jungs hier an der Strecke gehen mit so viel Leidenschaft ans Werk. Wir sind so geeint. Das hat man heute auch in der Startaufstellung gesehen, als wir alle gemeinsam auf die Knie gegangen sind. Das zeigt, dass wir als Mercedes dazulernen auf dieser Reise."

"Und man muss dabei auch Veränderungen zulassen. Wenn wir über das Auto sprechen, da machen sie tolle Arbeit. Statt voreilige Schlüsse zu ziehen, gehen sie bis ins kleinste Detail. Dieses Wochenende hatten wir zum Glück keine Probleme. Aber es ist noch ein langer Weg und für jeden ist das eine Herausforderung mit diesen Autos. Aber dennoch ist das ein Schritt vorwärts."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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