Honda: Problem mit Starts im Regen offenbar gelöst

Wie Red Bull und Honda an den Starts im Nassen gearbeitet haben und wie stolz der Antriebshersteller auf den ersten Saisonsieg ist

Honda: Problem mit Starts im Regen offenbar gelöst

Das Losfahren im Nassen war nicht gerade eine Honda-Stärke. Das hat der Türkei-Grand-Prix 2020 in Istanbul bewiesen. Doch beim Emilia-Romagna-Grand-Prix 2021 in Imola war alles anders: Max Verstappen übernahm für Red Bull von P3 kommend gleich die Führung. Was aber war zuvor hinter den Kulissen passiert?

Hondas Formel-1-Projektleiter Toyoharu Tanabe erklärt: Nach dem Rennen in der Türkei habe man sich auf Fehlersuche begeben. Die guten Starts im Nassen in Imola seien das Ergebnis dieser Bemühungen gewesen.

"Wir hatten uns die Einstellungen von Team und Motor angesehen und eingehend analysiert, was falsch gelaufen war", meint Tanabe. "Wir haben uns dann Gedanken gemacht über Einstellungen, um es zu verbessern."

Kombinierte Lösung von Red Bull und Honda

Der Durchbruch sei einer gemeinsamen Lösung zu verdanken, erklärt Tanabe weiter. Das neue Startsystem von Red-Bull-Honda funktioniere dank einer "Kombination aus der Kupplungskontrolle am Auto und der Anforderung an das Drehmoment im Antrieb", so sagt er. Und: Die Weiterentwicklung dieses Zusammenspiels "kann sich sehen lassen".

Dass Verstappen gleich auf den ersten Metern an Hamilton vorbeigegangen sei, "das war es wert", meint Tanabe. Ebenso stolz ist der Honda-Leiter aber auf den Sieg im Rennen. "Imola gilt ja als eine Power-Strecke. Dass wir in unserem finalen Jahr in der Formel 1 auf diesem Traditionskurs gewonnen haben, stimmt mich sehr zufrieden."

Honda: Jetzt auf Augenhöhe mit Mercedes?

Zusammen mit Red Bull sei man nun eine feste Größe an der Spitze des Feldes, das Duell mit Mercedes sei greifbar geworden. "Vergangenes Mal [in Bahrain] hatten wir die Poleposition, aber haben den Sieg verpasst. Dieses Mal haben wir die Poleposition verpasst, aber den Sieg erzielt. Ich glaube also, wir sind konkurrenzfähig", sagt Tanabe.

"Das zweite Rennen zu gewinnen ist eine sehr positive Motivation für das Entwicklungsteam und auch für Red Bull, aber Erleichterung können wir uns nicht leisten, zumal Mercedes, McLaren und Ferrari schneller werden. Deshalb wollen wir die Entwicklung weiter aufrechterhalten, sodass wir schneller vorankommen, ohne unsere aktuelle Wettbewerbsposition zu verlieren."

Doch nach der Formel-1-Saison 2021 ist Schluss: Honda hat bereits vergangenes Jahr angekündigt, den Grand-Prix-Sport als Motorenlieferant zu verlassen. Eine Nachfolgeregelung gibt es auch schon: Red Bull übernimmt die Honda-Antriebe und wird sie ab 2022 in Eigenregie warten und weiterentwickeln.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Red Bull
Urheber Stefan Ehlen