Nach Spa: Formel 1 diskutiert über flexiblere Zeitpläne

Nach dem Regendesaster von Belgien diskutiert die Formel 1 darüber, ob man die Zeitpläne in Zukunft nicht flexibler gestalten könnte - Verschiebung in Sotschi

Nach Spa: Formel 1 diskutiert über flexiblere Zeitpläne

Wird die Formel 1 in Zukunft etwas flexibler mit ihrem Zeitplan umgehen, wenn schlechtes Wetter das Programm zu beeinflussen droht? Zumindest gibt es darüber Diskussionen, wie Rennleiter Michael Masi bestätigt. Das Thema kam auf, nachdem der Grand Prix von Spa-Francorchamps ins Wasser fiel und man nur vereinzelte Runden hinter dem Safety-Car gefahren war.

Um so etwas in Zukunft zu vermeiden, könnte die Formel 1 ihren Zeitplan in Zukunft bereits im Vorfeld anpassen. Das gilt allerdings als schwierig, weil TV-Stationen auf der gesamten Welt ihr Programm auf den geplanten Slot ausgerichtet haben.

Doch danach gefragt, ob die TV-Slots die FIA dabei einschränken, die Session umzuplanen, sagt Masi: "Es ist nicht so abhängig von den TV-Zeitplänen, aber das werden wir in den kommenden Wochen besprechen."

"Wir haben nach Spa gesagt, dass zwischen der FIA, der Formel 1 und den zehn Teams eine Menge strategische Diskussionen geführt werden müssen - und das wird ein Diskussionspunkt beim nächsten Treffen der Strategiegruppe sein", so Masi. Er betont: "Diese Diskussionen werden proaktiv sein."

In Sotschi hatte die FIA bereits auf das Wetter reagiert und das erste Rennen der Formel 3 auf Freitagabend verlegt, weil es den ganzen Samstag über stark regnen sollte. Dort musste das dritte Freie Training der Formel 1 ausfallen, genau wie jeweils eines der drei Rennen der Formel 2 und Formel 3.

Dass man das aber nur als Reaktion auf Spa gemacht habe, verneint der Rennleiter. Ein Faktor der Verlegung sei aber gewesen, dass Sotschi das Saisonfinale der Formel 3 war und der Titelkampf noch nicht entschieden war. Red-Bull-Junior Dennis Hauger sicherte sich den Titel aber am Freitagabend im vorgezogenen ersten Rennen.

"Wir hatten die Möglichkeit, es in das Programm zu packen", sagt Masi. "Wir müssen all die Faktoren in Erwägung ziehen. Spa war aber mit Sicherheit keine", betont er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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