Nico Hülkenberg: So steht es wirklich um Audi
Wo steht Audi nach den Formel-1-Wintertests 2026? Audi-Fahrer Nico Hülkenberg wagt einen ersten Ausblick auf den Saisonauftakt
Nico Hülkenberg verbremst sich bei den Formel-1-Tests 2026 in Bahrain
Foto: LAT Images
Audi-Fahrer Nico Hülkenberg hat kurz vor dem Abschluss der Formel-1-Wintertests 2026 in Bahrain (die letzten Stunden hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) eine erste Einschätzung abgegeben, wo sich sein Team im neuen Kräfteverhältnis einreihen könnte. Hülkenberg sagte in einer Pressekonferenz: "Im Moment hoffe ich, dass wir uns irgendwo im Mittelfeld konkurrenzfähig bewegen."
"Ich denke, wirklich wissen werden wir es erst in Melbourne - und wahrscheinlich auch erst nach ein paar Rennen. Aktuell scheint vieles stark streckenabhängig zu sein, also abhängig davon, wie sich das Gesamtpaket auf unterschiedlichen Kursen verhält. Wir müssen abwarten, bis im Qualifying alle die Karten auf den Tisch legen. Dann bekommen wir ein klareres Bild."
Laut Hülkenberg ist Formel-1-Neueinsteiger Audi mit dem R26 bereits "sehr gute Fortschritte" gelungen. Der Deutsche erkannte "definitiv einige positive Aspekte", warnte aber vor zu viel Euphorie um das neue Werksteam: "Es ist noch früh und es gibt immer mehr zu tun, mehr zu analysieren, mehr zu optimieren."
Audi hat Aufholbedarf beim Antrieb
Er beschrieb das Formel-1-Projekt daher als "work in progress" und erklärte: "Wir lernen Schritt für Schritt dazu." Vor allem im Antriebsbereich: Anders als sämtliche Konkurrenten hat Audi zum ersten Mal einen Formel-1-Antrieb entwickelt. "Das war arbeitsreich und anspruchsvoll", sagte Hülkenberg. Er sprach von einer "intensiven Phase" im Winter.
Nach insgesamt neun Testtagen steht Audi "solide" da, meinte Hülkenberg. "Es gibt aber noch viel Arbeit und erhebliches Verbesserungspotenzial - insbesondere beim Antrieb. Da wird noch einiges kommen."
Auch mit Blick auf den Startvorgang, der sich unter dem neuen Motorenformat schwieriger gestaltet als bisher, besteht weiterer Entwicklungsbedarf. "Wir verfügen hier nicht über viel Erfahrung, vor allem nicht mit echten Rennstarts mit allen Autos in der Startaufstellung", erklärte Hülkenberg. "Und gerade das ist ein Thema, das 2026 ziemlich anders ist als noch im vergangenen Jahr."
Hülkenberg selbst kann hier einen Vergleich ziehen: Er fuhr 2025 für Audi-Vorgängerteam Sauber und kennt die bisherigen Formel-1-Antriebe aus eigener Erfahrung. "Diese Antriebe waren perfekt, nahtlos, geschmeidig und ganz natürlich." Deshalb sei unter dem neuen Reglement "noch einiges zu entdecken und aufzuarbeiten", sagte Hülkenberg.
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